Artgerechte Haltung

Artgerechte Haltung

Die artgerechte Haltung von Katzen



Unter einer artgerechten Haltung von Tieren versteht man mehr als die reine Versorgung des Vierbeiners mit Nahrung - auch die Behandlung und die Einrichtung der Wohnung müssen auf die Bedürfnisse des Tieres abgestimmt sein. Während bei einem Hund vor allem regelmäßiger Auslauf und Bewegung zählt, kann eine Katze durchaus auch in der Wohnung gehalten werden. Einige Dinge müssen trotzdem auch hier beachtet werden.

Möglichkeiten zum Klettern müssen vorhanden sein

Geselligkeit und Bewegung genießen bei Katzen keinen hohen Stellwert. Sie sind auch zumeist kaum daran interessiert, in einem persönlichen Kontakt mit Menschen zu treten, wie Hunde das tun - auch die Redensart "Katzen haben Diener" ist letztlich darauf zurückzuführen. Dabei ist es durchaus möglich, dass Katzen trotzdem eine innige Beziehung zu ihrem Halter aufbauen - aber das geschieht in ihrem eigenen Ermessen. Hat eine Katze beispielsweise zum Spielen keine Lust, wird sie sich dazu auch in keinem Fall drängen lassen. Ebenso kann es schwierig werden, Katzen Verbote zu vermitteln. Sofern die Katze sich aber wirklich dauerhaft in der Wohnung aufhält, ist das schon in Bezug auf die Nutzung des Katzenklos notwendig. Wer einer Katze stubenrein machen möchte, muss also durchaus einige Geduld aufbringen. Artgerecht sollte auch die Ausstattung der Wohnung ausfallen: Ein Kratzbaum sollte unbedingt vorhanden sein; ebenso sollten verschiedene Klettermöglichkeiten bestehen - am besten in luftiger Höhe. Denn eine typische Leidenschaft, die Katzen aller Rassen teilen ist das Bedürfnis, dass Geschehen in der Wohnung von einem sicheren Platz aus beobachten zu können.

Bloß keine Veränderung

Darüber hinaus lieben Katzen die Routine. Die Wohnungseinrichtung sollten Katzenhalter nach Möglichkeit nicht in einem Schritt radikal verändern. Außerdem sollten Türen, Fenster und ein eventuell vorhandener Balkon katzensicher verriegelt werden können. Vor allem das "Kippfenster-Syndrom" ist gefährlich: Dabei handelt es sich um einen Begriff aus der Tiermedizin, der den Fall beschreibt, dass eine Katze versucht, durch ein auf Kipp geöffnetes Fenster ins Freie zu gelangen und stecken bleibt. Bei dem Versuch sich zu befreien, geraten sie immer tiefer in den nach unten hin enger werdenden Spalt des Fensters, was die Blutversorgung an der Druckstelle unterbrechen kann - und oft schwere gesundheitliche Beeinträchtigungen nach sich zieht.

Mythos der Einzelgänger widerlegt

Die Frage, ob Einzel- oder Gruppenhaltung empfehlenswerter ist, kann nicht so einfach beantwortet werden. Denn prinzipiell sind Katzen weniger auf Gesellschaft angewiesen, als viele andere Tiere - die Behauptung, Katzen seien Einzelgänger, ist allerdings auch nicht korrekt. In der Natur leben sie durchaus auch in Gruppen, wer auf eine artgerechte Haltung der Katzen wert legt, sollte das auch für das eigene Haustier in Betracht ziehen. Allerdings verstehen sich nicht alle Katzen auch untereinander, nur weil sie derselben Tierart angehören. Vor allem Alters- und Charakterunterschiede entscheiden darüber, ob fremde Katzen einen sozialen Umgang miteinander finden. Gleichzeitig ist eine Einzelhaltung auch möglich - rund 70 Prozent aller Katzen in deutschen Haushalten leben allein.

Keine Katzenernährung ohne Fleisch

Bei der Ernährung können hingegen sehr einfache Empfehlungen ausgesprochen werden: Katzen sind von Natur aus Fleischfresser. Je höher der Fleischanteil in ihrer Nahrung ist, desto eher kann sie als artgerecht bezeichnet werden. Weil der gesamte Verdauungsapparat deshalb auch auf den Fleischverzehr ausgerichtet ist, sollte Getreide nur in Maßen verfüttert werden - Weizen und Co. belasten die Verdauung nur unnötig und können schlecht verwertet werden. Ideal ist viel rohes Fleisch; allerdings ist eine Bevorratung schwierig. Hochwertiges Katzenfutter aus der Dose erfüllt allerdings denselben Zweck - und stellt einen wichtigen Baustein einer artgerechten Haltung dar.
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