Flohprophylaxe bei Katzen

Jetzt einer „Flohlawine“ vorbeugen

Interview mit Prof. Dr. Truyen

Warum gerade im Winter eine Flohplage drohen kann und wie man sich davor schützt, erklärt Prof. Dr. Uwe Truyen, Professor für Tierhygiene und Tierseuchenbekämpfung an der Universität Leipzig.


Viele Katzenhalter wähnen sich zur kalten Jahreszeit vor Flöhen und Zecken in Sicherheit, ist das falsch?

Bei Zecken ist es tatsächlich so, dass sie vornehmlich im Freien in Frühjahr, Sommer und Herbst aktiv sind. Bei Flöhen kann es dagegen gerade im Winter zu Problemen kommen.

Versteckte Gefahr: In Teppichen, Polstermöbeln, Körbchen und Decken fühlen sich Floheier, Larven und Puppen wohl. Die Puppen können dort über Monate ruhen und später zu einem neuen Befall führen.
Wo kommen die Flöhe denn dann her?

Hat eine Katze im Laufe des Jahres einmal Flöhe, so legen diese Tausende von Eiern. Die Floheier befinden sich dann in der Wohnung, z. B. in Teppichen, Körbchen oder Polstermöbeln. Aus den Eiern entwickeln sich Larven und Puppen. Insbesondere Puppen können über mehrere Monate ruhen. Irgendwann werden daraus neue Flöhe, die die Katze neu befallen und wieder neue Eier legen. Beheizte Räume bieten dafür optimale Bedingungen, so kann es gerade im Winter zu einer regelrechten Flohlawine kommen.

In 8 Wochen zum Massenbefall: Ein Floh legt bis zu 2.000 Eier. Bekämpft man nur den erwachsenen Floh und nicht die Eier,
trägt man lediglich die Spitze des Eisberges ab, ein Massenbefall ist vorprogrammiert.
Wie kann man sich davor schützen?

Das Beste ist, er beugt ganzjährig mit einem sicheren Flohschutz vor (z. B. Propoxur, Bolfo Flohschutzband). Ist es erst einmal zu einem Befall mit Flöhen gekommen, sollte dann nicht nur das Tier, sondern auch die Umgebung behandelt werden. Körbchen, Sessel, Kissen usw. können direkt mit einem Spray behandelt werden (z. B. Cyfluthrin u. Pyriproxyfen, Bolfo Umgebungsspray). In schweren Fällen, wenn sich die Flohstadien zum Beispiel in den Tiefen von Teppichen befinden, empfiehlt sich ein Raumvernebler (z. B. Cyfluthrin u. Pyriproxyfen, Bolfo Fogger). Entscheidend ist, dass die Behandlung der Umgebung eine lange Wirkdauer hat, möglichst über mehrere Monate, so dass auch verzögert entwickelte Flohstadien noch sicher abgetötet werden.

Und immer wieder Flöhe: Floh, Ei, Larve, Puppe, Floh, Ei… Ein unendlicher Kreislauf, der nur unterbrochen werden kann,
wenn neben dem Tier auch die mit Eiern und Larven kontaminierte Umgebung behandelt wird.
Entwurmung

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Katzen sollten regelmäßig in einem Abstand von 3 Monaten entwurmt werden.
Vorbeugung

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Kommt der Körper erstmalig in Kontakt mit Krankheitserregern, zeigt er mehr oder weniger heftige Krankheitserscheinungen.
Krankheiten und Symptome

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Jede äußerliche Veränderung und auch jede Veränderung im Verhalten kann Anzeichen einer Krankheit sein.
Medikamente richtig verabreichen

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