Entwurmung

Entwurmung bei Katzen


Wird eine Entwurmung bei einer Katze nur 1 - 2 x jährlich vorgenommen, bietet dies keinerlei Schutz. Denn Katzen sollten mindestens 4 x jährlich in einem Abstand von 3 Monaten entwurmt werden. Dies gilt auch für reine Wohnungskatzen. Diese aktuelle Empfehlung basiert auf dem Ergebnis einer Studie des Instituts für Parasitologie der Tierärztlichen Hochschule Hannover. In dieser Untersuchung haben die Besitzer von Katzen, bei denen Spulwürmer nachgewiesen wurden, einen Fragebogen ausgefüllt. Dabei zeigte sich, dass es kaum einen Effekt hat, wenn eine Katze 1 - 2 x jährlich entwurmt wird. Erst wenn die Wurmkur 3 - 4 x jährlich stattfindet, sinkt der Anteil betroffener Tiere (Abb. 1).

„Katzen nur hin und wieder zu entwurmen, vermittelt falsche Sicherheit“, mahnt Dr. Christian Epe vom Institut für Parasitologie der Tierärztlichen Hochschule Hannover, und macht deutlich, dass es nicht nur darum geht, das einzelne Tier, sondern auch den Menschen vor einer Übertragung der Parasiten zu schützen. In besonderen Fällen, z. B. bei Familien mit Kindern oder Großeltern mit Enkelkindern, in denen ein maximaler Schutz gewünscht wird, sollten Katzen sogar jeden Monat, z. B. mit Profender Spot-On entwurmt werden, weil dies verhindert, dass infektiöse Rundwurm- und Bandwurmstadien ausgeschieden werden.

Wie wichtig eine Entwurmung auch bei reinen Wohnungskatzen ist, zeigen die Zahlen zur Haltungsform. Denn fast 20 % der Katzen, also jedes fünfte Tier, hatte Würmer, obwohl es nach Angaben seiner Besitzer niemals draußen war (Abb. 2). Mögliche Ansteckungsquellen sind infektiöse Wurmstadien, die vom Menschen z. B. an den Schuhen in die Wohnung getragen werden und z. B. in Fußmatten oder Teppichen hängen bleiben. Dafür muss der Mensch keinen direkten Umgang mit anderen Katzen haben, sondern einfach nur über einen Bordstein gehen, der mit Wurmeiern kontaminiert ist.

Alternativ zu regelmäßigen Entwurmungen lassen manche Besitzer Kotproben ihres Tieres untersuchen, und es nur dann behandeln, wenn Hinweise auf einen Wurmbefall gefunden werden. Doch auch hier mahnt Dr. Christian Epe zur Vorsicht. „Werden nur ab und zu Kotproben von wenigen Gramm untersucht, kann ein Wurmbefall lange Zeit unerkannt bleiben. Sicherheit geben erst Untersuchungen in einem Abstand von mindestens vier Wochen, also 12 x pro Jahr“, erklärt der Parasitologe. Seine Empfehlung lautet daher: Sämtliche Katzen routinemäßig mindestens alle drei Monate zu entwurmen – zum sicheren Schutz von Tier und Mensch!


Entwurmung, Abb. 1 Entwurmung, Abb. 1
Fast jede vierte Katze in Deutschland mit Darmparasiten infiziert

parasitenfrei.de informiert:

In Deutschland ist fast jede vierte Katze von einem Befall mit Darmparasiten betroffen. Das zeigte eine aktuelle Studie des Tierärztlichen Labors Freiburg. Der Untersuchung zufolge haben speziell Katzenwelpen unter einem Befall mit Endoparasiten wie Kokzidien, Rund- und Bandwürmer zu leiden. So war durchschnittlich fast jedes zehnte Katzenjunge von einem Befall mit dem Katzenspulwurm Toxocaracati, dem am weitesten verbreiteten Wurmparasiten der Katze, betroffen.

Trotz der ohnehin hohen Befallszahlen konnten die Forscher nicht ausschließen, dass die tatsächliche Infektionsrate bei Jungkatzen sogar noch höher liegt. Grund dafür ist die zum Nachweis der Parasiten verwendete Kotprobenanalyse als Untersuchungsmethode. Geschlechtsreife Wurmstadien lassen sich mit dieser Methode zwar relativ exakt nachweisen, dies gilt allerdings nicht für die Larvenstadien der Spulwürmer.

Spulwurmlarve mit hohem Schadpotential
Bis sich ausgewachsene Spulwürmer im Darm der Katze festsetzen, durchwandern ihre Larven den Organismus. Mit dem Blutstrom gelangen sie in wichtige Organe wie Leber und Lunge, wo sie mitunter erhebliche Schäden anrichten, die schwerwiegende gesundheitliche Folgen für die infizierten Tiere haben können.
Erst kürzlich belegte eine Untersuchung aus den USA das Schadpotential dieser sogenannten „Wanderlarven“. Bereits elf Tage nach der Infektion konnten die Wissenschaftler der Auburn University im US-Bundesstaat Maine eine Schädigung der Lunge beobachten, wobei vor allem die Lungenarterien und Bronchien betroffen waren.

Informationen darüber, wie Katzen richtig entwurmt werden sollten, finden Tierhalter unter www.parasitenfrei.de.
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