{"id":9377,"date":"2020-09-21T08:00:20","date_gmt":"2020-09-21T06:00:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.katzen.de\/magazin\/?p=9377"},"modified":"2020-09-11T16:04:25","modified_gmt":"2020-09-11T14:04:25","slug":"floehe-mehr-als-laestig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/floehe-mehr-als-laestig\/","title":{"rendered":"Fl\u00f6he &#8211; Mehr als l\u00e4stig"},"content":{"rendered":"<p><em>Wenn Hunde oder Katzen sich besonders h\u00e4ufig kratzen, lecken oder beknabbern, sehr unruhig sind und h\u00e4ufig mit dem Fell zucken, sollten Tierhalter genauer hinschauen. Denn dies k\u00f6nnen Signale f\u00fcr einen Flohbefall sein. Flohstiche k\u00f6nnen zu starkem, tagelangem Juckreiz f\u00fchren. Durch das st\u00e4ndige \u201eBearbeiten\u201c der Haut entstehen R\u00f6tungen, Schwellungen, Hautentz\u00fcndungen und kahle Stellen im Fell. Die gesch\u00e4digte Haut kann eine Eintrittspforte f\u00fcr weitere Krankheitserreger sein. Auch deshalb ist Flohprophylaxe so wichtig.<\/em><\/p>\n<p>Fl\u00f6he haben kr\u00e4ftige und lange Hinterbeine. Das macht sie blitzschnell und zu wahren Weitsprungmeistern. Fl\u00f6he besitzen zudem Krallen an ihren Beinen sowie Borsten und nach hinten gerichtete Zahnk\u00e4mme an ihrem K\u00f6rper. Damit haben sie einen so guten Halt am Fell, dass man sie nicht einfach ausk\u00e4mmen kann. Am Kopf sitzt der nach unten gerichtete Stechapparat.<\/p>\n<p>Fl\u00f6he sind nicht nur l\u00e4stig, sie verursachen oft weitere Probleme. So k\u00f6nnen sie durch ihren Stich den Erreger der Katzenkratzkrankheit (Bartonellose) \u00fcbertragen oder Zwischenwirte des Gurkenkernbandwurms (<em>Dipylidium caninum<\/em>) sein. Ein einziger Flohstich kann ausreichen, um eine Flohspeichelallergie (Flohspeichel-Allergie-Dermatitis\/ FAD) auszul\u00f6sen. Ein massiver Flohbefall f\u00fchrt unter Umst\u00e4nden zu Blutarmut, besonders bei jungen Tieren.<\/p>\n<p>Fl\u00f6he vermehren sich in rasendem Tempo. Das macht ihre Bek\u00e4mpfung so schwierig. Dabei sind die adulten Fl\u00f6he nur die Spitze des Eisbergs. Die \u00fcberaus zahlreiche Nachkommenschaft wartet in Eiern, als Larven und Puppen schon auf ihre weitere Entwicklung und die erste Blutmahlzeit. Besser ist es, einem Flohbefall vorzubeugen. Daf\u00fcr steht eine Vielzahl von zugelassenen Tierarzneimitteln zur Verf\u00fcgung. Sie unterscheiden sich in ihrer Wirkungsweise, Wirkungsdauer und Anwendungsweise. Die Auswahl und das Vorgehen h\u00e4ngen davon ab, wie stark der Flohbefall ist, wie viele Tiere im Haushalt leben oder ob beispielsweise kleine Kinder mit im Haushalt leben. Der Tierarzt kann hierzu individuell beraten. Auf keinen Fall sollten Mittel gegen Fl\u00f6he, die f\u00fcr Hunde gedacht sind, bei Katzen angewendet werden oder umgekehrt. Zur umfassenden Flohbek\u00e4mpfung geh\u00f6rt auch die Umgebungsbehandlung in der Wohnung, an beliebten Liegepl\u00e4tzen oder im Auto.<\/p>\n<p><strong>Wie erkenne ich Flohbefall?<\/strong><\/p>\n<p>Jeder Hund und jede Katze sollte regelm\u00e4\u00dfig auf Flohbefall untersucht werden. Das k\u00f6nnen Sie problemlos zu Hause machen. Scheiteln Sie das Fell und schauen Sie, ob sie einen Floh weghuschen sehen. Wahrscheinlicher ist es, dass Sie zuerst den Flohkot auf der Haut entdecken, in Form von staubkorngro\u00dfen schwarzen Punkten. Um festzustellen, ob es sich dabei wirklich um Flohkot handelt, k\u00e4mmen Sie das Fell mit einem Flohkamm aus. Halten Sie dazu ein wei\u00dfes, feuchtes Tuch darunter. Gut geeignet ist K\u00fcchenrolle. Klopfen Sie nach dem K\u00e4mmen den Kamm auf dem Tuch aus. Wenn Sie nun die Punkte auf dem feuchten Tuch zerreiben und dadurch rotbraune Flecken entstehen, haben Sie den Beweis, dass es sich um Flohkot handelt. Die F\u00e4rbung entsteht, weil der Kot des Flohs unverdautes Wirtsblut enth\u00e4lt.<\/p>\n<p>Weitere Informationen f\u00fcr Tierhalter sind unter\u00a0<a href=\"https:\/\/www.esccap.de\/parasiten\/floehe\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.esccap.de\/parasiten\/floehe\/<\/a>\u00a0und\u00a0<a href=\"https:\/\/www.bft-online.de\/kleintiergesundheit\/2019\/sommerzeit-ist-flohzeit\/floehe-bei-hund-und-katze\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">hier\u00a0<\/a>ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Pressekontakt:<\/strong><br \/>\nBundesverband f\u00fcr Tiergesundheit e.V., Dr. Sabine Sch\u00fcller Schwertberger Stra\u00dfe 14, 53177 Bonn, Tel. 0228\/31 82 96, E-Mail: bft@bft-online.de<br \/>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bft-online.de\/kleintiergesundheit\/2020\/floehe-mehr-als-laestig\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">BfT &#8211; Bundesverband f\u00fcr Tiergesundheit e.V.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn Hunde oder Katzen sich besonders h\u00e4ufig kratzen, lecken oder beknabbern, sehr unruhig sind und h\u00e4ufig mit dem Fell zucken, sollten Tierhalter genauer hinschauen. 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