{"id":9137,"date":"2020-06-15T08:00:49","date_gmt":"2020-06-15T06:00:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.katzen.de\/magazin\/?p=9137"},"modified":"2020-06-04T12:27:06","modified_gmt":"2020-06-04T10:27:06","slug":"achtung-wurmgefahr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/achtung-wurmgefahr\/","title":{"rendered":"Achtung Wurmgefahr!"},"content":{"rendered":"<p><strong>Darmparasiten wie W\u00fcrmer sind keine Seltenheit. Sie gef\u00e4hrden die Gesundheit der Katze und des Katzenhalters.<\/strong><\/p>\n<p><em>Ein Wurmbefall bei Katzen ist nicht selten. Wegen der speziellen \u00dcbertragungswege sind Freig\u00e4ngerkatzen besonders betroffen. Aber auch Tiere, die nur im Haus leben, sollten regelm\u00e4\u00dfig gegen W\u00fcrmer behandelt werden. Mit regelm\u00e4\u00dfigen Wurmkuren lassen sich Krankheiten bei der Katze und m\u00f6gliche \u00dcbertragungen auf den Menschen verhindern.<\/em><\/p>\n<p>Weltweit gibt es Hunderte von verschiedenen Wurmarten. Je nach Tierart, Region und Haltungsweise sind diese jedoch von unterschiedlicher Bedeutung. Bei Untersuchungen erkrankter Katzen und Routineuntersuchungen wurde festgestellt, dass fast ein Viertel der Tiere von mindestens einer Endoparasitose betroffen ist. In Deutschland sind bei Katzen vor allem Spul- und Hakenw\u00fcrmer sowie Bandw\u00fcrmer von Interesse. Besondere Vorsicht ist bei Katzen geboten, die sich viel im Freien aufhalten, weil dort die Ansteckungsgefahr am gr\u00f6\u00dften ist. Grunds\u00e4tzlich sind aber auch Hauskatzen ohne Freigang betroffen. So hat eine Untersuchung der Tier\u00e4rztlichen Hochschule Hannover gezeigt, dass 20 % aller Katzen, bei denen ein Befall mit Spulw\u00fcrmern nachgewiesen wurde, nach Angaben ihrer Besitzer reine Wohnungskatzen sind. Wahrscheinlich k\u00f6nnen infekti\u00f6se Wurmeier aus dem Freien \u00fcber Schuhe in die Wohnungen getragen werden. W\u00fcrmer kommen bei Katzen aller Altersstufen vor, f\u00fcr sehr junge Tiere besteht oft ein besonders hohes Risiko, an parasit\u00e4ren Infektionen zu erkranken. Weibliche Katzen k\u00f6nnen sogar w\u00e4hrend der S\u00e4ugezeit Spulw\u00fcrmer auf ihre Katzenwelpen \u00fcbertragen. Leben mehrere Katzen zusammen im Haushalt, erh\u00f6ht sich das Infektionsrisiko durch eine m\u00f6gliche gegenseitige Ansteckung ebenfalls.<\/p>\n<p>Unter den Bandw\u00fcrmern macht der Katzenbandwurm seinem Namen alle Ehre, weil er sich besonders auf die Samtpfoten spezialisiert hat. Katzen infizieren sich, indem sie wilde Nagetiere fressen. Dabei wird der Katzenbandwurm nur bei starkem Befall gef\u00e4hrlich, ist aber f\u00fcr das Tier dennoch sehr unangenehm, da am After ein starker Juckreiz entsteht. Die betroffenen Tiere verschaffen sich Linderung, indem sie mit dem Hinterteil \u00fcber den Boden rutschen. Dieses Verhalten wird auch als \u201eSchlittenfahren\u201c bezeichnet. Erw\u00e4hnenswert ist auch der Gurkenkernbandwurm, der zwar den Hund bevorzugt, aber auch bei Katzen vorkommt. Die Zwischenwirte sind Fl\u00f6he. Mit einer entsprechenden Flohprophylaxe l\u00e4sst sich die Ansteckungsgefahr deutlich minimieren. Der dritte im Bunde ist der Fuchsbandwurm, mit dem sich Katzen, wenn auch seltener, infizieren k\u00f6nnen, indem sie wilde Nagetiere fressen.<\/p>\n<p>Alles in allem sind W\u00fcrmer unangenehme Gesellen. Sie beeintr\u00e4chtigen die Katzen, sind aber auch f\u00fcr die Menschen nicht ganz ungef\u00e4hrlich. Einige W\u00fcrmer der Katze sind Zoonoseerreger. Sie k\u00f6nnen also auf Menschen \u00fcbertragen werden. Es ist beruhigend, dass sie sich durch regelm\u00e4\u00dfige Wurmkuren sehr gut kontrollieren lassen. Wie h\u00e4ufig behandelt werden muss, richtet sich dabei nach Alter und Lebensumst\u00e4nden der Katze. Es gibt spezielle Pr\u00e4parate f\u00fcr Welpen, f\u00fcr tr\u00e4chtige, junge oder erwachsene Tiere, die alle sehr gut vertr\u00e4glich sind. Bei besonders gef\u00e4hrdeten Tieren sollte man Wurmkuren monatlich durchf\u00fchren. Als Faustregel gilt, dass man mit mindestens vier Behandlungen pro Jahr einen sehr guten Schutz f\u00fcr Mensch und Tier erzielt.<\/p>\n<p>Weitere Informationen: <a href=\"https:\/\/www.esccap.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.esccap.de<\/a><\/p>\n<p><strong>Pressekontakt:<\/strong><br \/>\nBundesverband f\u00fcr Tiergesundheit e.V., Dr. Sabine Sch\u00fcller Schwertberger Stra\u00dfe 14, 53177 Bonn, Tel. 0228\/31 82 96, E-Mail: bft@bft-online.de<br \/>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bft-online.de\/kleintiergesundheit\/2020\/achtung-wurmgefahr\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">BfT &#8211; Bundesverband f\u00fcr Tiergesundheit e.V.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Darmparasiten wie W\u00fcrmer sind keine Seltenheit. Sie gef\u00e4hrden die Gesundheit der Katze und des Katzenhalters. Ein Wurmbefall bei Katzen ist nicht selten. Wegen der speziellen \u00dcbertragungswege sind Freig\u00e4ngerkatzen besonders betroffen. 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