{"id":8892,"date":"2020-03-16T08:00:09","date_gmt":"2020-03-16T07:00:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.katzen.de\/magazin\/?p=8892"},"modified":"2020-03-16T11:03:19","modified_gmt":"2020-03-16T10:03:19","slug":"peta-appelliert-an-tierhalter-herbstkatzen-jetzt-kastrieren-zu-lassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/peta-appelliert-an-tierhalter-herbstkatzen-jetzt-kastrieren-zu-lassen\/","title":{"rendered":"PETA appelliert an Tierhalter: &#8222;Herbstkatzen&#8220; jetzt kastrieren zu lassen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Kastrationspflicht kann \u00dcberpopulation und massives Tierleid verhindern<\/strong><\/p>\n<p>Appell an Halter von Freig\u00e4nger-Katzen: Im Fr\u00fchling kommen die meisten deutschen Tierheime, Katzenhilfestationen und Tierschutzvereine durch abgegebene Jungkatzen an ihre Kapazit\u00e4tsgrenze. Viele Einrichtungen verh\u00e4ngen Aufnahmestopps, weil sie \u00fcberf\u00fcllt sind. Gleichzeitig w\u00e4chst die Population heimatloser Katzen weiter: Rund zwei Millionen Katzen streifen durch Deutschlands Parks, Parkh\u00e4user, Hinterh\u00f6fe und Gartenanlagen \u2013 dabei sind die domestizierten Tiere nicht f\u00fcr ein Leben in der Natur ger\u00fcstet. PETA appelliert nun an alle Halter von im Herbst 2019 geborenen Katzen, die Tiere in den n\u00e4chsten Wochen kastrieren lassen. Die sogenannten Herbstkatzen werden geschlechtsreif und k\u00f6nnen unkastriert weiter zur \u00dcberpopulation heimatloser Tiere beitragen. Gleichzeitig fordert die Tierrechtsorganisation erneut eine fl\u00e4chendeckende, deutschlandweite Kastrations- und Registrierungspflicht f\u00fcr alle Freig\u00e4nger-Katzen.<\/p>\n<p>\u201eJunge Katzen und Kater sollten sp\u00e4testens mit dem Erreichen der Geschlechtsreife kastriert werden. Nur so kann verhindert werden, dass die Katzen nicht bereits schwanger sind und die Kater bereits Nachwuchs gezeugt haben\u201c, so Jana Hoger, Fachreferentin f\u00fcr tierische Mitbewohner bei PETA. \u201eHalter von Herbstkatzen sind also aufgerufen, ihre Tiere im Februar oder sp\u00e4testens M\u00e4rz kastrieren zu lassen, um ungewollten Nachwuchs und somit weiteres Tierleid zu verhindern.\u201c<\/p>\n<p>Bereits 2008 hat Paderborn als erste deutsche Stadt das Kastrationsgebot f\u00fcr Freig\u00e4nger-Katzen eingef\u00fchrt. Seither sind rund 790 St\u00e4dte und Gemeinden diesem Beispiel gefolgt. Auch in etlichen Gro\u00dfst\u00e4dten wie K\u00f6ln, Bonn, Rostock oder Braunschweig wurde mittlerweile eine sogenannte Kommunalverordnung zur Katzenkastration erlassen.<\/p>\n<p>Die Verordnungen k\u00f6nnen auf ordnungsrechtlicher Ebene oder auf Basis des Tierschutzgesetzes beschlossen werden \u2013 seit Juli 2013 berechtigt \u00a7 13b des Tierschutzgesetzes einzelne Landesregierungen, entsprechende Rechtsverordnungen zu erlassen, um freilebende Katzen besser zu sch\u00fctzen. Dies darf geschehen, wenn aufgrund einer hohen Anzahl von Katzen erhebliche Schmerzen, Leiden oder Sch\u00e4den f\u00fcr die Tiere zu bef\u00fcrchten sind und dieses Leid durch die Kastration vermindert werden kann. Eine Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht kann somit f\u00fcr alle freilaufenden Katzen in diesem Gebiet gelten.<\/p>\n<p>Eine unkastrierte Katze kann im Normalfall zweimal im Jahr vier bis sechs Nachkommen zeugen, oftmals sind die Tiere bereits im Alter von vier oder f\u00fcnf Monaten geschlechtsreif. So k\u00f6nnen eine einzige Katze und ihre Nachkommen rein rechnerisch in nur sieben Jahren 370.000 weitere Katzen in die Welt setzen. Heimatlose Katzen sind oftmals gro\u00dfem Leid ausgesetzt. Ohne menschliche F\u00fcrsorge wird ihnen im Falle von Krankheiten oder Verletzungen zumeist keine tier\u00e4rztliche Hilfe gew\u00e4hrt. H\u00e4ufig sterben sie an eigentlich leicht zu behandelnden Erkrankungen.<\/p>\n<p>Die Kastration ist f\u00fcr Katzen unbedenklich \u2013 auch die Bundestier\u00e4rztekammer r\u00e4t zur Kastration von Freig\u00e4nger-Katzen.<\/p>\n<p>PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen <a href=\"https:\/\/www.peta.de\/speziesismus\" target=\"_blank\">Speziesismus<\/a> ein: eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen \u00fcberlegen einstuft.<\/p>\n<p><strong><br \/>\n\u00dcber PETA:<\/strong><br \/>\nPETA Deutschland e.V. ist mit \u00fcber einer Million Unterst\u00fctzern die gr\u00f6\u00dfte Tierrechtsorganisation des Landes und setzt sich durch Aufdecken von Tierqu\u00e4lerei, Aufkl\u00e4rung der \u00d6ffentlichkeit und Ver\u00e4nderung der Lebensweise daf\u00fcr ein, jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen.<\/p>\n<pre><strong>Kontakt:<\/strong>\r\nCarolin von Schmude\r\n+49 711 860591-528\r\nCarolinVS@peta.de<\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kastrationspflicht kann \u00dcberpopulation und massives Tierleid verhindern Appell an Halter von Freig\u00e4nger-Katzen: Im Fr\u00fchling kommen die meisten deutschen Tierheime, Katzenhilfestationen und Tierschutzvereine durch abgegebene Jungkatzen an ihre Kapazit\u00e4tsgrenze. 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