{"id":8405,"date":"2019-11-18T08:00:32","date_gmt":"2019-11-18T07:00:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.katzen.de\/magazin\/?p=8405"},"modified":"2019-11-19T10:00:25","modified_gmt":"2019-11-19T09:00:25","slug":"zuckerkrankheit-auch-bei-hund-und-katze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/zuckerkrankheit-auch-bei-hund-und-katze\/","title":{"rendered":"&#8222;Zuckerkrankheit&#8220; auch bei Hund und Katze"},"content":{"rendered":"<p><em>Diabetes mellitus ist bei Katzen die h\u00e4ufigste hormonelle Erkrankung. Auch Hunde sind betroffen.<\/em><\/p>\n<p>Die schlechte Nachricht zuerst: Etwa ein Prozent der Hunde und Katzen in Deutschland sind zuckerkrank \u2013 Tendenz steigend. Die gute Nachricht: Fr\u00fchzeitig erkannt, l\u00e4sst sich die \u201eZuckerkrankheit\u201c recht gut therapieren. Wer die Symptome richtig deutet und rechtzeitig zum Tierarzt geht, verhilft dem betroffenen Tier zu einem nahezu beschwerdefreien Leben.<\/p>\n<p>Ihr Hund oder Ihre Katze trinkt ungew\u00f6hnlich viel und setzt dabei h\u00e4ufig Urin ab? Vielleicht will das Tier auch ununterbrochen fressen, nimmt aber gleichzeitig dabei ab? Das Fell wird stumpf, das Tier apathisch? Das alles sind ernstzunehmende Symptome, die auf eine der h\u00e4ufigsten hormonell bedingten Krankheiten bei Hund und Katze hinweisen k\u00f6nnen: der Diabetes mellitus. Am h\u00e4ufigsten sind Tiere an der Schwelle des Seniorenalters betroffen. Tiere, die zu viel Speck auf den Rippen haben, sind ebenfalls Risikopatienten. Bei Hunden erkranken am h\u00e4ufigsten die Rassen Dackel, Beagle, Zwergschnauzer und Pudel, aber auch gr\u00f6\u00dfere Rassen wie Labrador Retriever, Golden Retriever sind betroffen. Bei Katzen sind Rassen wie Burmesen besonders gef\u00e4hrdet.<\/p>\n<p>Diabetes ist nicht gleich Diabetes, da der Krankheit unterschiedliche Ursachen zugrunde liegen. Untersuchungen haben gezeigt, dass 25 bis 50 Prozent der erkrankten Katzen unter einem reversiblen Diabetes leiden, der bei entsprechender Therapie nach einigen Wochen wieder verschwindet. Voraussetzung ist eine fr\u00fchzeitige Diagnose. Katzen leiden zu 80 Prozent an Diabetes Typ 2. Dann produziert der K\u00f6rper zwar ausreichend Insulin, doch die K\u00f6rperzellen reagieren darauf nicht so, wie es notwendig w\u00e4re. Man spricht deshalb von einem relativen Insulinmangel.<\/p>\n<p>Einer der Hauptrisikofaktoren f\u00fcr Diabetes bei der Katze ist \u00dcbergewicht. Rund 60 Prozent der betroffenen Katzen sind adip\u00f6s. Mit konsequenter Di\u00e4t und Bewegungsmotivation k\u00f6nnen Katzenhalter eine Therapie aktiv unterst\u00fctzen. M\u00f6gliche Begleiterkrankungen wie Harnwegsinfekte, Zahn- oder Schilddr\u00fcsenerkrankungen m\u00fcssen genauso medizinisch behandelt werden wie der Diabetes selbst.<\/p>\n<p>Hunde leiden ausschlie\u00dflich am Diabetes Typ 1, H\u00fcndinnen erkranken h\u00e4ufiger als R\u00fcden. Die Ursache f\u00fcr Typ 1 ist ein Insulinmangel, weil die insulinbildenden Zellen der Bauchspeicheldr\u00fcse ihre Funktion verlieren. Es wird zu wenig Insulin gebildet, es herrscht somit ein absoluter Insulinmangel. Bei manchen Hunden greift das eigene Immunsystem die Insulinzellen an, auch Erb- und Umweltfaktoren k\u00f6nnen eine Rolle spielen. Ein Hund mit Diabetes mellitus hat au\u00dferdem ein h\u00f6heres Risiko f\u00fcr Begleiterkrankungen, zum Beispiel eine Tr\u00fcbung der Augenlinse (Grauer Star) oder Ver\u00e4nderungen der Netzhaut des Auges.<\/p>\n<p>Die f\u00fcr den Tierhalter wahrnehmbaren Symptome f\u00fcr beide Diabetes-Typen sind f\u00fcr Hund und Katze nahezu gleich. Bei Verdacht wird der Tierarzt zun\u00e4chst eine gr\u00fcndliche Untersuchung durchf\u00fchren und die Blutzuckerwerte im Urin messen. Bei \u00e4lteren Tieren sollte das grunds\u00e4tzlich zur Vorsorgeuntersuchung dazu geh\u00f6ren. Bei Risikopatienten ist ein Blutglukose-Screening m\u00f6glich. Die medizinische Behandlung, sprich die regelm\u00e4\u00dfige Insulingabe, kann der Tierhalter nach entsprechender Einweisung selbst \u00fcbernehmen. Die Therapie kann mit speziellen Futtermitteln, die auch beim Tierarzt erh\u00e4ltlich sind, unterst\u00fctzt werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<pre><strong>Pressekontakt:<\/strong>\r\nBundesverband f\u00fcr Tiergesundheit e.V., Dr. Sabine Sch\u00fcller\r\nSchwertberger Stra\u00dfe 14, 53177 Bonn, Tel. 0228\/31 82 96, E-Mail: bft@bft-online.de<\/pre>\n<p>Quelle:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.bft-online.de\/kleintiergesundheit\/2019\/zuckerkrankheit-auch-bei-hund-und-katze\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">BfT &#8211; Bundesverband f\u00fcr Tiergesundheit e.V.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diabetes mellitus ist bei Katzen die h\u00e4ufigste hormonelle Erkrankung. Auch Hunde sind betroffen. Die schlechte Nachricht zuerst: Etwa ein Prozent der Hunde und Katzen in Deutschland sind zuckerkrank \u2013 Tendenz steigend. Die gute Nachricht: Fr\u00fchzeitig erkannt, l\u00e4sst sich die \u201eZuckerkrankheit\u201c recht gut therapieren. 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