{"id":8069,"date":"2019-08-26T08:00:46","date_gmt":"2019-08-26T06:00:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.katzen.de\/magazin\/?p=8069"},"modified":"2019-08-26T10:47:09","modified_gmt":"2019-08-26T08:47:09","slug":"keine-angst-vor-dem-fuchsbandwurm-peta-expertin-klaert-ueber-moegliche-risikogruppen-und-praeventivmassnahmen-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/keine-angst-vor-dem-fuchsbandwurm-peta-expertin-klaert-ueber-moegliche-risikogruppen-und-praeventivmassnahmen-auf\/","title":{"rendered":"Keine Angst vor dem Fuchsbandwurm: PETA-Expertin kl\u00e4rt \u00fcber m\u00f6gliche Risikogruppen und Pr\u00e4ventivma\u00dfnahmen auf"},"content":{"rendered":"<p>Keine Angst vor dem Fuchsbandwurm: Noch immer wird der Parasit als Argument benutzt, um die Jagd auf die F\u00fcchse zu rechtfertigen. Dabei ist der Fuchsbandwurm eine der seltensten parasit\u00e4ren Infektionskrankheiten. Aufgrund des direkten Kontakts mit F\u00fcchsen z\u00e4hlen insbesondere J\u00e4ger und bei der Jagd eingesetzte Hunde zur Risikogruppe. PETA-Expertin Nadja Michler kl\u00e4rt \u00fcber Mythen zur Ansteckungsgefahr auf und gibt n\u00fctzliche Tipps, wie Menschen mit der Thematik umgehen und Pr\u00e4ventivma\u00dfnahmen ergreifen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>\u201eFurcht und Panik sind in keiner Weise angebracht. Der Fuchsbandwurm z\u00e4hlt laut der Universit\u00e4t W\u00fcrzburg zu den seltensten Parasitosen Europas\u201c, so Nadja Michler, Fachreferentin f\u00fcr Wildtiere bei PETA. \u201eIm Jahr 2015 lag die Neuerkrankungsrate bei 0,00005 Prozent, was unter 82 Millionen Deutschen 45 Erkrankungen entspricht. Sogar das Risiko, vom Blitz getroffen zu werden, ist h\u00f6her.\u201c<\/p>\n<p><strong>5 Tipps und n\u00fctzliche Fakten zum Fuchsbandwurm:\u00a0<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Ruhe einkehren lassen<\/strong>: In erster Linie gilt es, dass Thema entspannt zu betrachten. Die Gefahr, als Mensch an den Folgen eines Fuchsbandwurmbefalls zu erkranken, ist verschwindend gering.<\/li>\n<li><strong>Hunde und Katzen entwurmen<\/strong>: M\u00e4use, Ratten und andere Nagetiere dienen dem Wurm als Zwischenwirt. Werden die Kleintiere zur Beute von Hund, Katze oder Fuchs, findet der Parasit in ihnen einen idealen Endwirt.<\/li>\n<li><strong>Menschen kaum betroffen<\/strong>: Eine \u00dcbertragung der Wurmeier vom tierischen Mitbewohner auf den Menschen findet ausschlie\u00dflich \u00fcber den Kontakt mit dem Mund statt. Und lediglich zehn bis 20 Prozent der Infizierten mit positiven Bluttests erkranken tats\u00e4chlich an der Fuchsbandwurmerkrankung, die unbehandelt die Leber zerst\u00f6ren kann.<\/li>\n<li><strong>Umgang mit Obst und Fr\u00fcchten<\/strong>: Es empfiehlt sich, Obst und Fr\u00fcchte aus Wald und Garten vor dem Verzehr zu waschen. Beeren und Fr\u00fcchte von B\u00e4umen oder Str\u00e4uchern oberhalb der Knie scheiden aufgrund der H\u00f6he ohnehin als \u00dcbertr\u00e4ger aus. Obst und Gem\u00fcsesorten, die in Waldn\u00e4he am Boden wachsen, sollten vor dem Verzehr \u2013 und anschlie\u00dfend auch die H\u00e4nde \u2013 gr\u00fcndlich gewaschen werden.<\/li>\n<li><strong>F\u00fcchse im Garten<\/strong>: Fuchskot im Garten sollte mit einer kleinen Kotschaufel oder mit Handschuhen entfernt werden. Um eventuelle Erreger abzut\u00f6ten, empfiehlt es sich, die Fundstelle mit hei\u00dfem Wasser zu \u00fcbergie\u00dfen.<\/li>\n<li><strong>Infektion ausschlie\u00dfen<\/strong>: Wer mit einem toten Tier oder anderen potenziellen \u00dcbertr\u00e4gern in Kontakt gekommen ist, kann eine Infektion durch einen Bluttest ausschlie\u00dfen lassen. Bis zu knapp acht Wochen nach dem Kontakt l\u00e4sst sich anhand des Bluts erkennen, ob Wurmeier aufgenommen wurden.<\/li>\n<li>J\u00e4ger t\u00f6ten jedes Jahr allein in Deutschland etwa eine halbe Million F\u00fcchse. Jagdverb\u00e4nde sch\u00fcren ungerechtfertigt \u00c4ngste vor dem Fuchs als Parasiten\u00fcbertr\u00e4ger, um die Fuchsjagd rechtfertigen zu k\u00f6nnen. Wissenschaftliche Studien haben jedoch bewiesen, dass die Jagd auf die Tiere den Fuchsbandwurm vielmehr weiterverbreitet und die Infektionsgefahr erh\u00f6ht, statt den Parasiten einzud\u00e4mmen \u2013 \u00e4hnlich wie bei der mittlerweile durch tierfreundliche Impfk\u00f6der besiegten Tollwut.<\/li>\n<\/ul>\n<p>PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten, wir an ihnen experimentieren oder sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten.<\/p>\n<p><strong>Weitere Informationen:<br \/>\n<\/strong><a href=\"https:\/\/www.peta.de\/Fuchsbandwurm-Jagd\" target=\"_blank\">PETA.de\/Fuchsbandwurm-Jagd<\/a><\/p>\n<p><strong><br \/>\n\u00dcber PETA:<\/strong><br \/>\nPETA Deutschland e.V. ist mit \u00fcber einer Million Unterst\u00fctzern die gr\u00f6\u00dfte Tierrechtsorganisation des Landes und setzt sich durch Aufdecken von Tierqu\u00e4lerei, Aufkl\u00e4rung der \u00d6ffentlichkeit und Ver\u00e4nderung der Lebensweise daf\u00fcr ein, jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen.<\/p>\n<pre><strong>Kontakt:<\/strong>\r\nCarolin von Schmude\r\n+49 711 860591-528\r\nCarolinVS@peta.de<\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Keine Angst vor dem Fuchsbandwurm: Noch immer wird der Parasit als Argument benutzt, um die Jagd auf die F\u00fcchse zu rechtfertigen. 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