{"id":7426,"date":"2019-01-07T08:00:14","date_gmt":"2019-01-07T07:00:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.katzen.de\/magazin\/?p=7426"},"modified":"2019-01-09T10:23:44","modified_gmt":"2019-01-09T09:23:44","slug":"wenn-der-vierbeiner-zu-dick-wird","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/wenn-der-vierbeiner-zu-dick-wird\/","title":{"rendered":"Wenn der Vierbeiner zu dick wird"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u00dcbergewicht bei Hunden und Katzen mit Tipps von PETA-Expertin erkennen und reduzieren<\/strong><\/p>\n<p>Nicht mit den Leckerlis \u00fcbertreiben: Die meisten Hunde und Katzen essen f\u00fcr ihr Leben gern. Schnell ist der Napf leergefuttert oder die Kekse sind vom Tisch stibitzt. Gerade Hunde haben keine nat\u00fcrliche Sperre: Sie essen, was ihnen vorgesetzt wird \u2013 auch, wenn es zu viel ist. Tierfreunde sollten deshalb achtgeben, dass ihre Vierbeiner nicht zu sehr zunehmen. Jana Hoger, Fachreferentin f\u00fcr Tierische Mitbewohner bei PETA, erkl\u00e4rt, wodurch Tiere zu dick werden, was die folgenschweren Konsequenzen sein k\u00f6nnen und wie Tierhalter das Gewicht ihrer Lieblinge nachhaltig reduzieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>\u201eWer seinen Vierbeiner zu oft mit Leckerlis verw\u00f6hnt, tut ihm auf Dauer keinen Gefallen\u201c, so Jana Hoger. \u201eViele Halter untersch\u00e4tzen die schweren gesundheitlichen Folgen, die \u00dcbergewicht f\u00fcr ihre Tiere haben kann.\u201c<\/p>\n<p>Adip\u00f6se Hunde und Katzen neigen zu Tr\u00e4gheit, schlafen viel und sind h\u00e4ufig kurzatmig. Oft verlieren sie durch die eingeschr\u00e4nkte Beweglichkeit den Spa\u00df am Spielen und Toben. Au\u00dferdem k\u00f6nnen sie sich schlechter putzen, worunter vor allem Katzen, die grunds\u00e4tzlich sehr reinlich sind, leiden. Weitere m\u00f6gliche Folgen des \u00dcbergewichts sind die Entwicklung von Diabetes mellitus, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Erkrankungen des Bewegungsapparates, des Stoffwechsels und der Haut, die allgemeine Schw\u00e4chung des Immunsystems und ein erh\u00f6htes Narkoserisiko.<\/p>\n<p>Auf manche \u00dcbergewicht beg\u00fcnstigende Faktoren, etwa die Genetik oder das Alter des Tieres, k\u00f6nnen Halter keinen Einfluss nehmen. Auf folgende Punkte sollte aber auf jeden Fall geachtet werden.<\/p>\n<p><strong>So vermeiden Halter \u00dcbergewicht bei ihrem tierischen Mitbewohner:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Weniger ist mehr<\/strong>: Viele Menschen k\u00f6nnen ihrem bettelnden Vierbeiner nichts vorenthalten und geben ihm deshalb zu viel zu essen. Dabei ist der Grund f\u00fcr die sehns\u00fcchtigen Blicke oft kein wirklicher Hunger, sondern z. B. Futterneid oder Langeweile.<\/li>\n<li><strong>Feste Zeiten<\/strong>: Besser als ein permanent zur Verf\u00fcgung stehender, gef\u00fcllter Napf mit Trockennahrung sind feste Essenszeiten.<\/li>\n<li><strong>Nicht zu viel nebenbei<\/strong>: Kleine kalorienreiche Leckerlis oder Reste vom Tisch zwischendurch werden h\u00e4ufig nicht mit in den Kalorientagesbedarf eingerechnet.<\/li>\n<li><strong>Zu hoher Energiegehalt<\/strong>: Auch die Gabe des falschen Futters, wie z. B. Welpenfutter f\u00fcr erwachsene Tiere, kann ein Grund f\u00fcr Gewichtszunahme sein. Aus diesem Grund sollte ein Futter gew\u00e4hlt werden, das speziell zum Alter, der Gr\u00f6\u00dfe und der Aktivit\u00e4t des Tieres passt.<\/li>\n<li><strong>Gut im Training<\/strong>: Genau wie beim Menschen ist bei Tieren ausreichende Bewegung wichtig f\u00fcr einen gesunden K\u00f6rper. Regelm\u00e4\u00dfige ausgiebige Spazierg\u00e4nge mit dem Hund und Spielzeiten mit der \u201eHauskatze\u201c sind essenziell. Oft wird vergessen, dass gerade bei Samtpfoten, die sich nur in der Wohnung aufhalten, unbedingt auf spielerische Weise f\u00fcr einen Ausgleich gesorgt werden muss. Beispielsweise kann das F\u00fcttern mithilfe aktiver Wurfspiele geschehen.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>So erkennen Halter \u00dcbergewicht bei Hund und Katze:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>\u00dcber den Rippen befindet sich eine Fettschicht, sodass die Rippenb\u00f6gen nur noch durch starken Druck f\u00fchlbar sind.<\/li>\n<li>Der Bauch ist von der Seite betrachtet nicht \u2013 wie bei normalgewichtigen Tieren \u2013 leicht hochgezogen, sondern kann sogar h\u00e4ngen.<\/li>\n<li>Die Haut an Hals und Schulter ist dick und wulstig; das Tier kann Fettdepots an der Schwanzbasis und in der Leistengegend haben. Stark \u00fcbergewichtige Hunde und Katzen sind buchst\u00e4blich rund. Sie haben keine sichtbare Taille.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>So k\u00f6nnen Halter das Gewicht ihres Tieres reduzieren:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Bevor Tierhalter ihren Vierbeiner auf Di\u00e4t setzen, sollten sie seinen Gesundheitszustand durch einen Tierarzt \u00fcberpr\u00fcfen lassen.<\/li>\n<li>Wenn einer Gewichtsreduktion keine anderen Erkrankungen entgegenstehen, muss zusammen mit dem Tierarzt ein passendes Programm festgelegt werden. Hierzu geh\u00f6ren vor allem eine Ern\u00e4hrungsumstellung\/Kalorienreduktion und eine langsame Gew\u00f6hnung an mehr Bewegung. Ziel ist es, das \u00fcbersch\u00fcssige Fett abzubauen und die Muskelmasse zu erhalten. Katzen, die im Haus leben, k\u00f6nnen beispielsweise durch regelm\u00e4\u00dfiges Spielen und Hunde durch Spazierg\u00e4nge an die \u201ek\u00f6rperliche Ert\u00fcchtigung\u201c herangef\u00fchrt werden. Dabei sollte die Dauer der Bewegung langsam gesteigert werden.<\/li>\n<li>Anstelle von kalorienreichen Leckerlis, kann der Halter auch einen Teil der t\u00e4glichen Futterration z.B. auf den Spaziergang mitnehmen und diese als Belohnung einsetzen.<\/li>\n<li>Keinesfalls darf ohne Absprache mit dem Tierarzt eine drastische Reduktionsdi\u00e4t begonnen werden, da dies zu gef\u00e4hrlichen Stoffwechselerkrankungen f\u00fchren kann.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Weitere Informationen:<\/strong><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.peta.de\/Heimtiere\" target=\"_blank\">PETA.de\/Heimtiere<\/a><\/p>\n<p><strong>\u00dcber PETA:<\/strong><br \/>\nPETA Deutschland e.V. ist mit \u00fcber einer Million Unterst\u00fctzern die gr\u00f6\u00dfte Tierrechtsorganisation des Landes und setzt sich durch Aufdecken von Tierqu\u00e4lerei, Aufkl\u00e4rung der \u00d6ffentlichkeit und Ver\u00e4nderung der Lebensweise daf\u00fcr ein, jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen.<\/p>\n<pre><strong>Kontakt:<\/strong>\r\nJudith Stich\r\n+49 30 6832666-04\r\nJudithS@peta.de<\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcbergewicht bei Hunden und Katzen mit Tipps von PETA-Expertin erkennen und reduzieren Nicht mit den Leckerlis \u00fcbertreiben: Die meisten Hunde und Katzen essen f\u00fcr ihr Leben gern. 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