{"id":6839,"date":"2018-07-30T08:00:22","date_gmt":"2018-07-30T06:00:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.katzen.de\/magazin\/?p=6839"},"modified":"2018-08-01T12:03:32","modified_gmt":"2018-08-01T10:03:32","slug":"wie-oft-im-jahr-ist-eine-entwurmung-fuer-meinen-hund-oder-meine-katze-sinnvoll","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/wie-oft-im-jahr-ist-eine-entwurmung-fuer-meinen-hund-oder-meine-katze-sinnvoll\/","title":{"rendered":"Wie oft im Jahr ist eine Entwurmung f\u00fcr meinen Hund oder meine Katze sinnvoll?"},"content":{"rendered":"<p><strong>W\u00fcrmer \u2013 ein gro\u00dfes Mysterium in den Organen unserer Haustiere. Zun\u00e4chst sieht man sie nicht, da sie im Inneren unserer Tiere ihr Unwesen treiben. Wenn man sie sieht, ist der Befall meist schon stark fortgeschritten, es k\u00f6nnen bereits gesundheitliche Sch\u00e4den entstanden sein und der Ekelfaktor gro\u00df. Die gute Nachricht: Ein Schutz vor W\u00fcrmern und deren Folgen ist f\u00fcr Hund und Katze sehr gut m\u00f6glich.<\/strong><\/p>\n<p>Regelm\u00e4\u00dfiges Entwurmen (oder Kotuntersuchungen) sollte ein fester Bestandteil der verantwortungsbewussten Gesundheitsvorsorge bei Haustieren sein \u2013 eine wichtige Aufgabe f\u00fcr deren Besitzer. Entwurmungs-Pr\u00e4parate vom Tierarzt haben einen enorm wichtigen gesundheitlichen Nutzen f\u00fcr Hund und Katze. Selbst die <a href=\"https:\/\/www.dhu-globuli.de\/homoeopathie\/homoeopathie-fuer-tiere\/hunde-katzen\/#dem-wurm-auf-die-schlichekommen\" target=\"_blank\">Deutsche Hom\u00f6opathie-Union r\u00e4t auf ihrer Internetseite<\/a> zur Entwurmung mit Mitteln vom Tierarzt.<\/p>\n<p>Aber wie sieht es nun mit der H\u00e4ufigkeit der Anwendungen aus? Die Entwurmungsintervalle richten sich nach dem individuellen Risiko des Tiers f\u00fcr eine Ansteckung mit Parasiten, seinen allgemeinen Lebensumst\u00e4nden und nach dem Sicherheitsbed\u00fcrfnis der Tierhalter. Die monatliche Entwurmung (oder Kotuntersuchung) empfiehlt sich z. B. dann, wenn das Infektionsrisiko hoch ist oder enger Kontakt zu Kindern besteht.<sup>1<\/sup><\/p>\n<p>Ein erh\u00f6htes Infektionsrisiko besteht, wenn Hund oder Katze Zugang zum Freien haben, Gras fressen, aus Pf\u00fctzen trinken und mit Kot von anderen Tieren in Kontakt kommen. Wenn das Tier Beute f\u00e4ngt und frisst, ist die Infektionsgefahr besonders hoch. Dass normale Familienhunde Beute (wie z.B. M\u00e4use oder V\u00f6gel) jagen und fressen ist eher selten \u2013 Katzen mit Freigang jedoch sind in aller Regel erfolgreiche J\u00e4ger.<\/p>\n<p>Eine Umfrage des Verbands f\u00fcr das Deutsche Hundewesen (VDH) e.V. unter \u00fcber 6.000 Hundehaltern hat allerdings ergeben, dass zwar in 30 Prozent der Haushalte mit Hund auch Kinder leben, aber lediglich zwei Prozent ihren Vierbeiner monatlich entwurmen. Dies kann unter Umst\u00e4nden zu wenig sein und sollte mit dem Tierarzt besprochen werden, denn bei vielen W\u00fcrmern kann nur dann ein Befall sinnvoll bek\u00e4mpft werden, wenn man ihren Lebenszyklus monatlich unterbricht.<sup>1<\/sup> Nur so k\u00f6nnen unsere Vierbeiner effektiv vor den Folgen bestimmter Wurminfektionen gesch\u00fctzt werden.<\/p>\n<p>Wichtig zu wissen ist jedoch, dass die Wirkstoffe gegen W\u00fcrmer nur zum Zeitpunkt der Gabe wirken. Eine Neu-Infektion ist somit direkt nach Verabreichung wieder m\u00f6glich. Ziel einer jeden Entwurmung ist es also, den Lebenszyklus der W\u00fcrmer regelm\u00e4\u00dfig zu unterbrechen, sodass die Ausscheidung infekti\u00f6ser Wurmstadien, die andere Tiere und Menschen infizieren k\u00f6nnen, vermieden und vor der Auspr\u00e4gung wurmbedingter Erkrankungen gesch\u00fctzt wird.<\/p>\n<p>Wie schnell eine Ansteckungsgefahr und gesundheitliche Folgen f\u00fcr das Tier entstehen, h\u00e4ngt vom Lebenszyklus der einzelnen Parasiten ab. Bei Spulw\u00fcrmern etwa, die auch den Menschen infizieren und schwerwiegende Krankheitsbilder ausl\u00f6sen k\u00f6nnen, kann zum Beispiel nur dann eine Ausscheidung infekti\u00f6ser Wurmstadien sicher ausgeschlossen werden, wenn man monatlich entwurmt. Das liegt daran, dass die Entwicklung von der Aufnahme infekti\u00f6ser Eier bis zur Entstehung erwachsener W\u00fcrmer und Ausscheidung von Wurmeiern ca. f\u00fcnf Wochen braucht.<sup>1<\/sup><\/p>\n<p>Beim gef\u00e4hrlichen Hundelungenwurm kann ebenfalls nur die monatliche Behandlung mit einem geeigneten Entwurmungspr\u00e4parat den Hund vor der Auspr\u00e4gung dieser folgenschweren Parasitenerkrankung sch\u00fctzen.<sup>1<\/sup> Eine Infektion mit dem Hundelungenwurm kann unbehandelt t\u00f6dlich verlaufen und geh\u00f6rt zu den schwerwiegendsten Parasiteninfektionen des Hundes.<\/p>\n<p><strong>Jeder Monat ist ein Parasitenmonat<\/strong><\/p>\n<p>Aktive Hunde und Katzen k\u00f6nnen sich jederzeit mit W\u00fcrmern infizieren. Anders als bei den \u00e4u\u00dferlich sichtbaren Zecken gibt es daf\u00fcr keine Saison. Beim Spielen im Freien oder Kontakt mit Artgenossen lauern Wurmeier- und Larven, die sich dann im K\u00f6rperinnern zu erwachsenen W\u00fcrmern weiterentwickeln. Tiere, die unbeaufsichtigten Auslauf haben, Nagetiere oder Aas fressen, tragen das gr\u00f6\u00dfte Infektionsrisiko. Doch selbst Wohnungskatzen k\u00f6nnen sich beispielsweise Spulw\u00fcrmer einfangen, deren Eier \u00fcber die Schuhsohlen ihrer Besitzer in die Wohnung gelangen. Laut einer Untersuchung der Tier\u00e4rztlichen Hochschule Hannover sind ein F\u00fcnftel aller Katzen mit Spulwurmbefall reine Wohnungskatzen.<sup>2<\/sup><\/p>\n<p>Ob Katze und Hund W\u00fcrmer haben, ist f\u00fcr Halter schwer zu beurteilen. Viele erwachsene, ansonsten gesunde Tiere zeigen keine eindeutigen Symptome, verbreiten aber infekti\u00f6se Eier und stecken damit andere Vierbeiner oder den Menschen an. Ihr Tierarzt kann sie beraten, welche Symptome auf einen Wurmbefall hinweisen k\u00f6nnen und welche W\u00fcrmer erst dann Symptome ausl\u00f6sen, wenn sich schon schwere gesundheitliche Sch\u00e4den entwickelt haben k\u00f6nnen (wie z. B. beim Hundelungenwurm).<\/p>\n<p><strong>Kotuntersuchung oder Entwurmung?<\/strong><\/p>\n<p>Alternativ ist bei aktiven Tieren eine monatliche Kotuntersuchung m\u00f6glich. Es gibt jedoch hier Nachteile gegen\u00fcber regelm\u00e4\u00dfigen Behandlungen, die beachtet werden m\u00fcssen. Dazu schreibt das europ\u00e4ische <a href=\"http:\/\/www.esccap.de\/news\/neuigkeiten\/kotuntersuchung-oder-entwurmen\/\">Expertengremium ESCCAP auf seiner Internetseite<\/a>: \u201eSind keine Eier in der Probe, schlie\u00dft dies einen Befall mit W\u00fcrmern jedoch nicht aus und es kann sein, dass Hund oder Katze bereits am Tag danach Wurmeier ausscheiden. Durch eine Wurmkur werden dagegen grunds\u00e4tzlich alle W\u00fcrmer im Darm abget\u00f6tet.\u201c<\/p>\n<p>Hinzu kommt, dass durch die Standard-Kotuntersuchung nicht alle Wurmarten erfasst werden k\u00f6nnen. Dazu z\u00e4hlen z.B. Lungenw\u00fcrmer, deren Verbreitung in Deutschland stetig zunimmt. Hingegen ist man mit geeigneten Pr\u00e4paraten vom Tierarzt, die gleichzeitig gegen zahlreiche Wurmarten einschlie\u00dflich Lungenw\u00fcrmern und \u00e4u\u00dferen Parasiten wie Zecken und Fl\u00f6he wirken, vor eine Vielzahl von Parasiten gesch\u00fctzt.<\/p>\n<p><strong>Weitere Tipps zum Schutz vor W\u00fcrmern<\/strong><\/p>\n<p>Die meisten Wurmarten werden \u00fcber den Kot befallener Tiere verbreitet. Manche Eier, darunter Spulwurmeier, sind allerdings auch dann noch infekti\u00f6s, wenn der Kothaufen als solcher nicht mehr zu erkennen ist. Deshalb gibt es weitere Tipps, wie Sie Verbreitung von W\u00fcrmern und eine Ansteckung vermeiden k\u00f6nnen:<\/p>\n<ul>\n<li>Entfernen Sie stets Hunde- und Katzenkot aus G\u00e4rten, Parks und Gr\u00fcnanlagen und entsorgen ihn im M\u00fcll.<\/li>\n<li>Achten Sie bei sich und Ihren Kindern darauf, vor dem Essen die H\u00e4nde zu waschen. Das gilt besonders nach Gartenarbeit oder Spielen im Sand.<\/li>\n<li>Waschen Sie rohes Gem\u00fcse und Fr\u00fcchte vor dem Verzehr gr\u00fcndlich ab.<\/li>\n<li>Halten Sie Kinder aus einer Umgebung fern, die h\u00f6chstwahrscheinlich mit Wurmeiern kontaminiert ist.<\/li>\n<li>Decken Sie Sandk\u00e4sten \u00fcber Nacht m\u00f6glichst mit einer Plane ab.<\/li>\n<li>F\u00fcttern Sie Ihr Tier ausschlie\u00dflich mit ausreichend erhitztem bzw. tiefgefrorenem Futter.<\/li>\n<li>Denken Sie an die n\u00e4chste Entwurmung Ihrer Vierbeiner. Auf <a href=\"http:\/\/www.hund-katze-wuermer.de\/parasiten\/wuermer\/start\/\" target=\"_blank\">www.hund-katze-wuermer.de<\/a> finden Sie daf\u00fcr eine Erinnerungsfunktion<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Literatur<\/strong><\/p>\n<p>1. ESCCAP Modul-Leitfaden, Bek\u00e4mpfung von W\u00fcrmern bei Hunden und Katzen, Adaption der ESCCAP-Empfehlung Nr. 1 Edition 2 \u2013 September 2010 \u00a9 ESCCAP 2017<br \/>\n2. Coati et al. Parasitol Res 2003; 90: 146<\/p>\n<p><em>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.parasitenportal.de\/wie-oft-im-jahr-ist-eine-entwurmung-fuer-meinen-hund-oder-meine-katze-sinnvoll\/\" target=\"_blank\">Parasitenportal.de<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00fcrmer \u2013 ein gro\u00dfes Mysterium in den Organen unserer Haustiere. Zun\u00e4chst sieht man sie nicht, da sie im Inneren unserer Tiere ihr Unwesen treiben. Wenn man sie sieht, ist der Befall meist schon stark fortgeschritten, es k\u00f6nnen bereits gesundheitliche Sch\u00e4den entstanden sein und der Ekelfaktor gro\u00df. 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