{"id":6428,"date":"2018-03-12T08:00:32","date_gmt":"2018-03-12T07:00:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.katzen.de\/magazin\/?p=6428"},"modified":"2018-03-12T09:58:03","modified_gmt":"2018-03-12T08:58:03","slug":"zecken-suchen-jetzt-die-erste-blutmahlzeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/zecken-suchen-jetzt-die-erste-blutmahlzeit\/","title":{"rendered":"Zecken suchen jetzt die erste Blutmahlzeit"},"content":{"rendered":"<p><strong>Von M\u00e4rz bis Oktober haben die kleinen Blutsauger Hochsaison. Sie f\u00fchren gef\u00e4hrliche Krankheiten mit im Gep\u00e4ck.<\/strong><\/p>\n<p>Eine Temperatur von sieben Grad Celsius empfinden wir nicht gerade als kuschelig warm. F\u00fcr Zecken aber beginnen hier schon ideale Bedingungen. Dann erwachen die Lebensgeister der unangenehmen Spinnentiere und sie machen sich nach einem langen Winter auf die Jagd nach ihrer ersten Blutmahlzeit. Beliebte Wirtstiere sind Hunde und Katzen. In der Regel ist der direkte Schaden nach einem Zeckenstich durch einen Blutverlust gering einzusch\u00e4tzen. Zecken k\u00f6nnen jedoch schwere Krankheiten auf Mensch und Tier \u00fcbertragen. Eine sehr bekannte ist die Borreliose. Die Erreger breiten sich nach dem Zeckenstich im K\u00f6rper des Tieres aus und k\u00f6nnen Organe, Gelenke und das Nervensystem befallen. Eine Impfung f\u00fcr den Hund gegen die Borreliose ist m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Die Babesiose, umgangssprachlich bisweilen auch als \u201eHundemalaria\u201c bezeichnet, ist eine potentiell lebensgef\u00e4hrliche Erkrankung, bei der die roten Blutk\u00f6rperchen durch Einzeller befallen und zerst\u00f6rt werden. Der Verlauf ist h\u00e4ufig akut, m\u00f6gliche Symptome sind hohes Fieber, starker Durst, Appetitlosigkeit, Mattigkeit und schneller Konditions- und Gewichtsverlust. Sp\u00e4ter kommt es zu Blutarmut und m\u00f6glicherweise Gelbsucht. Die Haut, Schleimh\u00e4ute und das zentrale Nervensystem k\u00f6nnen betroffen sein. Auch Bewegungsst\u00f6rungen sowie epileptische Anf\u00e4lle sind m\u00f6glich. Die Fr\u00fchsommer-Meningoenzephalitis (FSME) kommt beim Hund zwar nur sehr selten vor, kann jedoch fatale Folgen haben. Beim Menschen ist sie eine gef\u00fcrchtete Krankheit.<\/p>\n<p>Von den zahlreichen Zeckenarten sind es in unseren Breiten vor allem zwei, die f\u00fcr Hunde- und Katzenhalter eine Rolle spielen: der Gemeine Holzbock und die Auwaldzecke. Die Braune Hundezecke ist im Mittelmeerraum beheimatet und kommt als Freilandzecke in unseren Breiten nicht vor. Nach jedem Spaziergang sollte man auf Zeckensuche beim Tier gehen. Die Zecken k\u00f6nnen sich \u00fcberall aufhalten, besonders betroffen sind jedoch wenig behaarte K\u00f6rperpartien mit d\u00fcnner Haut an Kopf, Ohren, Achseln und Innenschenkeln. Wird ein Tier von einer Zecke gestochen, sollte man die Stelle genau beobachten. R\u00f6tet sich die Einstichstelle, wird hei\u00df oder schwillt an, ist der Besuch beim Tierarzt ratsam. Ob eine Erreger\u00fcbertragung durch den Stich erfolgt ist oder nicht, kann jedoch nicht auf diese Weise ausgeschlossen werden.<\/p>\n<p>Zecken sollten zudem nur mit geeigneten Instrumenten wie beispielsweise Zeckenzangen nahe am Kopfbereich gefasst und unter konstantem Zug vorsichtig entfernt werden. So verhindert man, dass die Zecke am Hinterleib gequetscht wird und dadurch Krankheitserreger in den Stichkanal gedr\u00fcckt werden. \u00d6l, Alkohol, Klebstoff oder \u00c4ther sollten nicht zum Einsatz kommen. Fr\u00fche Entwicklungsstadien wie Larven und Nymphen sind allerdings mit blo\u00dfem Auge kaum zu erkennen, doch auch diese stechen schon zu, da sie f\u00fcr jeden Entwicklungsschritt eine Blutmahlzeit ben\u00f6tigen.<\/p>\n<p>Sicherer ist es, sein Tier \u00fcber die gesamte Zeckensaison mit einem daf\u00fcr zugelassenen Tierarzneimittel vorbeugend vor Zecken zu sch\u00fctzen. Inzwischen steht eine Vielzahl von Pr\u00e4paraten in den unterschiedlichsten Darreichungsformen zur Verf\u00fcgung. Gemeinsam mit dem Tierarzt l\u00e4sst sich das geeignete Mittel f\u00fcr jedes Tier finden. Egal, f\u00fcr welche Ma\u00dfnahme man sich entscheidet, auf die Anwendungsvorgaben der Hersteller ist genau zu achten. Nur dann entfaltet sich der optimale Schutz gegen den l\u00e4stigen Zeckenbefall.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.kleintiergesundheit.info\/zecken-suchen-jetzt-die-erste-blutmahlzeit\/hintergrundinformationen-zecken\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Weitere Informationen zum Thema<\/a>.<\/p>\n<pre><strong>Pressekontakt:<\/strong>\r\nBundesverband f\u00fcr Tiergesundheit e.V., Dr. Sabine Sch\u00fcller\r\nSchwertberger Stra\u00dfe 14, 53177 Bonn, Tel. 0228\/31 82 96, E-Mail: bft@bft-online.de<\/pre>\n<p>Quelle:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.kleintiergesundheit.info\/zecken-suchen-jetzt-die-erste-blutmahlzeit\/kurzmeldung-zecken-suchen-jetzt-die-erste-blutmahlzeit\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">BfT &#8211; Bundesverband f\u00fcr Tiergesundheit e.V.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von M\u00e4rz bis Oktober haben die kleinen Blutsauger Hochsaison. Sie f\u00fchren gef\u00e4hrliche Krankheiten mit im Gep\u00e4ck. 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