{"id":6418,"date":"2018-02-09T08:00:35","date_gmt":"2018-02-09T07:00:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.katzen.de\/magazin\/?p=6418"},"modified":"2018-02-09T10:04:11","modified_gmt":"2018-02-09T09:04:11","slug":"erste-millionenstadt-beschliesst-katzenschutzverordnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/erste-millionenstadt-beschliesst-katzenschutzverordnung\/","title":{"rendered":"Erste Millionenstadt beschlie\u00dft Katzenschutzverordnung"},"content":{"rendered":"<p><i>Mit der Stadt K\u00f6ln hat in dieser Woche die erste deutsche Millionenstadt eine Verordnung zum Schutz freilebender Katzen beschlossen. F\u00fcr die Tierschutzorganisation TASSO e.V., die sich seit Jahren daf\u00fcr einsetzt, dass Kommunen mit Streunerkatzenproblematik entsprechende Regelungen treffen, ist dies ein Grund zur Freude. <\/i><\/p>\n<p>In Deutschland leben etwa zwei Millionen Streunerkatzen, weil sie entweder bereits auf der Stra\u00dfe geboren wurden, entlaufen sind oder ausgesetzt beziehungsweise zur\u00fcckgelassen wurden. \u201eOhne Hilfe durch den Menschen k\u00f6nnen diese freilebenden verwilderten Hauskatzen kaum \u00fcberleben und leiden erheblich unter Hunger, Krankheiten und Verletzungen\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Cristeta Brause, Tier\u00e4rztin und Projektmanagerin Streunerkatzen bei TASSO.<\/p>\n<p>Da die unkontrollierte Vermehrung der Tiere dieses Elend fortw\u00e4hrend verschlimmert, sind Tiersch\u00fctzer auch in K\u00f6ln bereits seit Jahren damit besch\u00e4ftigt, Streunerkatzen einzufangen und zu kastrieren. Mehrere tausend Tiere wurden allein seit 2013 kastriert. Derzeit versorgen die Tiersch\u00fctzer in K\u00f6ln etwa 700 Tiere an rund 55 Futterstellen mit dem Notwendigsten. \u201eDoch das alleine ist nicht ausreichend, solange unkastrierte Hauskatzen mit Freigang immer wieder durch die Paarung mit Streunerkatzen zu einer Versch\u00e4rfung des Problems beitragen\u201c, f\u00fchrt Dr. Cristeta Brause aus.<\/p>\n<p>Daher hat der Rat der Stadt K\u00f6ln in dieser Woche beschlossen, dass in Zukunft alle K\u00f6lner Hausatzen mit Freigang kastriert, mit einer T\u00e4towierung oder einem Mikrochip gekennzeichnet und beispielsweise beim Haustierregister von TASSO e.V. registriert werden m\u00fcssen. \u201eDiese Registrierung hat f\u00fcr den Halter den Vorteil, dass er ein entlaufenes und aufgegriffenes Tier m\u00f6glichst schnell zur\u00fcckbekommt\u201c, hei\u00dft es in der Beschlussvorlage.<\/p>\n<p>Die Situation der Streunerkatzen in K\u00f6ln d\u00fcrfte sich durch die neue Verordnung langfristig bessern, ist Dr. Cristeta Brause \u00fcberzeugt. Grundlage der Regelung ist Paragraph \u00a7 13b Tierschutzgesetz. Dieser erm\u00e4chtigt die Landesregierungen durch Rechtsverordnungen zum Schutz freilebender Katzen Gebiete festzulegen, in denen gro\u00dfe Populationen mit erheblich leidenden Katzen leben. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen Ma\u00dfnahmen zur Verminderung der Anzahl dieser Katzen angeordnet werden. Nordrhein-Westfalen hat diese Erm\u00e4chtigung an die Kreisordnungsbeh\u00f6rden \u00fcbertragen, so dass neben K\u00f6ln auch bereits St\u00e4dte wie Bochum, D\u00fcsseldorf und Essen entsprechende Verordnungen eingef\u00fchrt haben. Eine Liste mit St\u00e4dten und Gemeinden, in denen Katzenschutzverordnungen gelten, ist auf der <a href=\"https:\/\/www.tasso.net\/Tierschutz\/Tierschutz-Inland\/Kastration-von-Katzen\/Katzenschutzverordnungen\/Staedte-und-Gemeinden\" target=\"_blank\"> TASSO-Homepage<\/a> zu finden.<\/p>\n<p>\u201eWir freuen uns, dass immer mehr Gemeinden Verordnungen zum Schutz freilebender Katzen erlassen\u201c, sagt Dr. Cristeta Brause und f\u00fcgt abschlie\u00dfend hinzu: \u201eHoffentlich hat der K\u00f6lner Beschluss eine weitere Signalwirkung f\u00fcr andere St\u00e4dte und Gemeinden, in denen noch immer Streunerkatzen leiden und t\u00e4glich ums \u00dcberleben k\u00e4mpfen m\u00fcssen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>\u00dcber TASSO e.V.:<\/b><\/p>\n<p>Die in Sulzbach bei Frankfurt ans\u00e4ssige Tierschutzorganisation TASSO e.V. betreibt Europas gr\u00f6\u00dftes Haustierregister. Mittlerweile vertrauen rund 6,3 Millionen Menschen dem seit 35 Jahren erfolgreich arbeitenden Verein. Derzeit sind mehr als 8,7 Millionen Tiere bei TASSO registriert und somit im Verlustfall vor dem endg\u00fcltigen Verschwinden gesch\u00fctzt. Durchschnittlich alle zehn Minuten vermittelt TASSO ein entlaufenes Tier an seinen gl\u00fccklichen Halter zur\u00fcck, dies sind im Jahr knapp 70.500 Erfolge. Die Registrierung und alle anderen Leistungen von TASSO wie die 24-Stunden-Notrufzentrale, Suchplakate, TASSO-Plakette und der Suchservice sind kostenlos. Der Verein finanziert sich aus Spenden gro\u00dfz\u00fcgiger Tierfreunde. Neben der R\u00fcckvermittlung von Haustieren ist TASSO im Tierschutz im In- und Ausland aktiv und sieht seinen zus\u00e4tzlichen Schwerpunkt in der Aufkl\u00e4rung und der politischen Arbeit innerhalb des Tierschutzes. TASSO arbeitet mit den meisten Tierschutzvereinen und -organisationen sowie mit nahezu allen deutschen Tier\u00e4rzten zusammen und unterst\u00fctzt regelm\u00e4\u00dfig Tierheime unter anderem bei kostenaufw\u00e4ndigen Projekten. Mit dem Online-Tierheim<i>\u00a0shelta<\/i>\u00a0bietet TASSO zudem Tiersuchenden eine Plattform in der virtuellen Welt. F\u00fcr die Tierhalter ist TASSO ein kompetenter Ansprechpartner f\u00fcr alle Belange des Tierschutzes.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit der Stadt K\u00f6ln hat in dieser Woche die erste deutsche Millionenstadt eine Verordnung zum Schutz freilebender Katzen beschlossen. F\u00fcr die Tierschutzorganisation TASSO e.V., die sich seit Jahren daf\u00fcr einsetzt, dass Kommunen mit Streunerkatzenproblematik entsprechende Regelungen treffen, ist dies ein Grund zur Freude. In Deutschland leben etwa zwei Millionen Streunerkatzen, weil sie entweder bereits auf&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":6421,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[451,450],"tags":[609,521,715,464,409,459],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6418"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6418"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6418\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6419,"href":"https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6418\/revisions\/6419"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6421"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6418"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6418"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6418"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}