{"id":6300,"date":"2017-12-25T08:00:42","date_gmt":"2017-12-25T07:00:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.katzen.de\/magazin\/?p=6300"},"modified":"2017-12-19T16:11:17","modified_gmt":"2017-12-19T15:11:17","slug":"bei-diabetes-ist-naschen-verboten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/bei-diabetes-ist-naschen-verboten\/","title":{"rendered":"Bei Diabetes ist naschen verboten"},"content":{"rendered":"<p><i>Diabetes ist eine Volkskrankheit. Betroffen sind jedoch nicht nur Menschen, sondern auch Hunde und Katzen.<\/i><\/p>\n<p>An den Weihnachtsfeiertagen wollen wir es uns alle richtig gut gehen lassen. Die ein oder andere s\u00fc\u00dfe S\u00fcnde darf dann ja wohl erlaubt sein. Mieze und Bello schlie\u00dfen wir nat\u00fcrlich nicht aus. Mieze hat zwar jetzt schon ein paar Gramm zu viel auf den Rippen. Im neuen Jahr sollte sie wirklich etwas abnehmen. Bello aber wird trotz unstillbarem Hei\u00dfhunger immer d\u00fcnner, er kann also gut noch einen Happen vertragen.<\/p>\n<p>Zu dick, zu d\u00fcnn? Da sollte jeder Tierhalter hellh\u00f6rig werden. Hinter auff\u00e4lligen Gewichtsver\u00e4nderungen k\u00f6nnen auch ernsthafte Stoffwechselerkrankungen stecken. Das ist bei Hund und Katze nicht anders als beim Menschen. Der Diabetes ist solch eine Krankheit. Sch\u00e4tzungsweise sind rund sechs Millionen Menschen betroffen. Diabetes mellitus ist aber auch eine der h\u00e4ufigsten endokrinen (hormonell bedingten) Erkrankungen bei Hund und Katze. Etwa ein Prozent der Hunde und Katzen in Deutschland sind zuckerkrank \u2013 Tendenz steigend.<\/p>\n<p>Es gibt verschiedene Diabetesformen, auch hier \u00e4hneln sich Mensch und Tier. Ursache der Zuckerkrankheit ist eine Fehlfunktion der Bauchspeicheldr\u00fcse, die den lebenswichtigen Transport von Glukose in die K\u00f6rperzellen st\u00f6rt. Die Glukose reichert sich im Blut an und der Blutzuckerspiegel steigt.<\/p>\n<p>Beim Hund entsteht die Erkrankung \u00e4hnlich wie der Typ 1-Diabetes des Menschen vor allem durch die Zerst\u00f6rung der f\u00fcr die Insulinbildung verantwortlichen Zellen. Erkrankte Hunde leiden also unter einem absoluten Insulinmangel. Einige Hunderassen scheinen hierbei ein erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr Diabetes mellitus zu besitzen, wie z.B. Beagle, Chow Chow, Dackel, Pudel oder Retriever.<\/p>\n<p>Bei der Katze \u00fcberwiegt der dem humanen Typ-2 \u00e4hnliche Diabetes. Die Bauchspeicheldr\u00fcse produziert zwar Insulin, jedoch nicht in ausreichender Menge. Oder die Wirkung des Insulins ist aus verschiedenen Gr\u00fcnden beeintr\u00e4chtigt. Betroffen sind vor allem m\u00e4nnliche Tiere mittleren Alters sowie \u00fcbergewichtige Katzen. Etwa 70-80 Prozent der diabetischen Katzen sind adip\u00f6s. Ein erh\u00f6htes Diabetes-Risiko scheinen Burma-Katzen zu haben.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Symptome, die auf eine Erkrankung hinweisen k\u00f6nnen, spielt die Diabetesform keine Rolle. Sowohl Hund als auch Katze trinken \u00fcberm\u00e4\u00dfig viel und m\u00fcssen entsprechend h\u00e4ufig Wasser lassen. Gleichzeitig &#8222;hungern&#8220; die K\u00f6rperzellen nach Glukose und versuchen, den Mangel aus anderen N\u00e4hrstoffen zu decken. Deshalb frisst ein diabetisches Tier auch sehr viel mehr als ein gesundes.<\/p>\n<p>Fr\u00fchzeitig erkannt, l\u00e4sst sich der Diabetes gut behandeln. Ohne Therapie kann es hingegen schnell zu schwerwiegenden Folgen und bei einer v\u00f6lligen Stoffwechselentgleisung sogar zum Tod des Tieres kommen. Bei Verdacht auf Diabetes wird der Tierarzt zun\u00e4chst den Blutzuckergehalt messen und die erforderliche Insulin-Dosis festlegen, die ein Patient t\u00e4glich ben\u00f6tigt. Die Insulingabe und die regelm\u00e4\u00dfige \u00dcberpr\u00fcfung des Glukosegehaltes im Urin oder Blut kann der Tierhalter nach entsprechender Einweisung zu Hause selber durchf\u00fchren. Dieses Heimmonitoring ersetzt aber nicht die viertel- oder halbj\u00e4hrlichen Tierarztbesuche.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich zur Injektion von Insulin ist eine angepasste Ern\u00e4hrung sehr wichtig f\u00fcr die erfolgreiche Behandlung von Diabetes. Deshalb sollten die Leckerlis vom Weihnachtsteller f\u00fcr Hund und Katze in jedem Fall tabu bleiben.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.kleintiergesundheit.info\/bei-diabetes-ist-naschen-verboten\/hintergrundinformationen-gesund-und-gut-leben-trotz-diabetes-mellitus\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Weitere Informationen zum Thema<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<pre><strong>Pressekontakt:<\/strong>\r\nBundesverband f\u00fcr Tiergesundheit e.V., Dr. Sabine Sch\u00fcller\r\nSchwertberger Stra\u00dfe 14, 53177 Bonn, Tel. 0228\/31 82 96, E-Mail: bft@bft-online.de<\/pre>\n<p>Quelle:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.kleintiergesundheit.info\/bei-diabetes-ist-naschen-verboten\/kurzmeldung-bei-diabetes-ist-naschen-verboten\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">BfT &#8211; Bundesverband f\u00fcr Tiergesundheit e.V.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diabetes ist eine Volkskrankheit. Betroffen sind jedoch nicht nur Menschen, sondern auch Hunde und Katzen. 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