{"id":5805,"date":"2017-09-25T08:00:25","date_gmt":"2017-09-25T06:00:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.katzen.de\/magazin\/?p=5805"},"modified":"2017-09-26T11:04:10","modified_gmt":"2017-09-26T09:04:10","slug":"haustier-mit-demenz-was-halter-nun-beachten-sollten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/haustier-mit-demenz-was-halter-nun-beachten-sollten\/","title":{"rendered":"Haustier mit Demenz: Was Halter nun beachten sollten"},"content":{"rendered":"<p><i>Gute medizinische Versorgung, Pflege und hochwertiges Futter lassen unsere Haustiere immer \u00e4lter werden. Mit diesem erh\u00f6hten Alter gehen jedoch auch daf\u00fcr typische Erkrankungen einher. Die Demenz ist eine dieser Krankheiten und tritt mittlerweile regelm\u00e4\u00dfig bei Haustieren auf. Die Tierschutzorganisation TASSO e.V., die Europas gr\u00f6\u00dftes Haustierregister betreibt, informiert \u00fcber Symptome und gibt Tipps f\u00fcr den Umgang mit dieser Krankheit.<\/i><\/p>\n<p>\u201eDemenz wird in der Tiermedizin auch als kognitive Dysfunktion bezeichnet\u201c, erl\u00e4utert die f\u00fcr TASSO t\u00e4tige Tier\u00e4rztin Dr. Anette Fach.\u00a0Die kognitiven F\u00e4higkeiten der Tiere lassen also nach und entsprechend \u00e4ndert sich das Verhalten. \u201eBei dem Krankheitsverlauf spielen mit Plaque-Ablagerungen im Gehirn \u00e4hnliche Ver\u00e4nderungen wie bei Alzheimerpatienten eine Rolle\u201c, beschreibt Dr. Anette Fach die Auspr\u00e4gung der Krankheit.<\/p>\n<p>Die Demenz bei Tieren ist ebenso wie beim Menschen nicht heilbar, l\u00e4sst sich jedoch mit Medikamenten in einem gewissen Rahmen behandeln. Diese Behandlung sollte genauestens mit dem Tierarzt abgesprochen werden. Doch zuvor muss der Mensch nat\u00fcrlich zun\u00e4chst bemerken, dass mit seinem Tier etwas nicht stimmt. Gerade bei Katzen, die von Natur aus zur\u00fcckhaltender sind als Hunde, f\u00e4llt eine Ver\u00e4nderung h\u00e4ufig nicht sofort auf. Ein Tierhalter sollte seinen Vierbeiner daher genau im Blick behalten und auf die ersten Anzeichen achten. \u201eVerwirrtheit, desorientiertes Verhalten, ver\u00e4ndertes Wesen, pl\u00f6tzliche Probleme mit Artgenossen oder Unsauberkeit sind einige Symptome f\u00fcr Demenz\u201c, beschreibt Dr. Fach. Auch neue \u00c4ngste, ein ver\u00e4nderter Schlafrhythmus oder bei Katzen auch n\u00e4chtliches grundloses Schreien k\u00f6nnen erste Anzeichen sein.<\/p>\n<p>Ist die Diagnose erst gestellt und erh\u00e4lt das Tier die passenden Medikamente, kann auch der Tierhalter selbst aktiv werden, um seinem tierischen Freund das Leben zu erleichtern. Sicherheit geht nun vor. Das bedeutet, dass Hunde besser an der Leine laufen sollten. Sie finden sonst vielleicht nicht zu ihrem Halter zur\u00fcck oder reagieren nicht auf dessen Rufe, weil sie sie nicht zuordnen k\u00f6nnen. Freig\u00e4ngerkatzen sind nun besser in der Wohnung aufgehoben. Die fr\u00fchere Freiheit birgt zu gro\u00dfe Gefahren, die verwirrte Tiere nicht mehr einsch\u00e4tzen k\u00f6nnen. Auch hier ist das Risiko gro\u00df, dass ein Stubentiger nicht wieder nach Hause findet.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich helfen feste Abl\u00e4ufe den Tieren, im Alltag zurecht zu kommen. Best\u00e4ndigkeit und Ruhe sind wichtig, Stress gilt es zu vermeiden. Zus\u00e4tzliche Futter- und Wassern\u00e4pfe erinnern demente Hunde und Katzen daran, zu essen und zu trinken. Katzen f\u00e4llt es leichter, sich an den geeigneten Orten zu erleichtern, wenn weitere Katzentoiletten zur Verf\u00fcgung gestellt werden. Hunde ben\u00f6tigen manchmal spezielle Windeln, wenn sie nicht mehr stubenrein sind.<\/p>\n<p>Trotz Krankheit: Ein dementes Tier geh\u00f6rt noch lange nicht zum alten Eisen. Die Vierbeiner m\u00f6chten trotzdem etwas erleben und haben Spa\u00df an Spielen. Wer fr\u00fcher zum Beispiel Clickertraining mit seinem Tier gemacht hat, kann dies ruhig mit leichten \u00dcbungen fortsetzen. Spiele, die die grauen Zellen etwas anstrengen, k\u00f6nnen hilfreich sein und das Fortschreiten der Krankheit im Idealfall sogar verlangsamen. Au\u00dferdem macht die Besch\u00e4ftigung mit ihrem Menschen den Tieren Spa\u00df und st\u00e4rkt die Bindung. Ein positiver Nebeneffekt, der gerade bei einer Krankheit wie der Demenz nicht zu vernachl\u00e4ssigen ist.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 80%;\"><strong>\u00dcber TASSO e.V.<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 80%;\">Die in Sulzbach bei Frankfurt ans\u00e4ssige Tierschutzorganisation TASSO e.V. betreibt Europas gr\u00f6\u00dftes Haustierzentralregister. Mittlerweile vertrauen \u00fcber 6 Millionen Menschen dem seit 35 Jahren erfolgreich arbeitenden Verein. Derzeit sind rund 8,4 Millionen Tiere bei TASSO registriert und somit im Verlustfall vor dem endg\u00fcltigen Verschwinden gesch\u00fctzt. Durchschnittlich alle zehn Minuten vermittelt TASSO ein entlaufenes Tier an seinen gl\u00fccklichen Halter zur\u00fcck, dies sind im Jahr rund 62.500 Erfolge. Die Registrierung und alle anderen Leistungen von TASSO wie die 24-Stunden-Notrufzentrale, Suchplakate, TASSO-Plakette und der Suchservice sind kostenlos. Der Verein finanziert sich aus Spenden gro\u00dfz\u00fcgiger Tierfreunde. Neben der R\u00fcckvermittlung von Haustieren ist TASSO im Tierschutz im In- und Ausland aktiv und sieht seinen zus\u00e4tzlichen Schwerpunkt in der Aufkl\u00e4rung und der politischen Arbeit innerhalb des Tierschutzes. TASSO arbeitet mit den meisten Tierschutzvereinen und -organisationen sowie mit nahezu allen deutschen Tier\u00e4rzten zusammen und unterst\u00fctzt regelm\u00e4\u00dfig Tierheime unter anderem bei kostenaufw\u00e4ndigen Projekten. Mit dem Online-Tierheim shelta bietet TASSO zudem Tiersuchenden eine Plattform in der virtuellen Welt. F\u00fcr die Tierhalter ist TASSO ein kompetenter Ansprechpartner f\u00fcr alle Belange des Tierschutzes.<\/span><\/p>\n<pre>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.tasso.net\/Presse\/Pressemitteilungen\/2017\/Haustier-mit-Demenz\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">TASSO e.v.<\/a><\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gute medizinische Versorgung, Pflege und hochwertiges Futter lassen unsere Haustiere immer \u00e4lter werden. Mit diesem erh\u00f6hten Alter gehen jedoch auch daf\u00fcr typische Erkrankungen einher. Die Demenz ist eine dieser Krankheiten und tritt mittlerweile regelm\u00e4\u00dfig bei Haustieren auf. 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