{"id":4014,"date":"2016-05-09T10:00:50","date_gmt":"2016-05-09T08:00:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.katzen.de\/magazin\/?p=4014"},"modified":"2016-05-11T10:11:49","modified_gmt":"2016-05-11T08:11:49","slug":"katzenschwemme-nicht-nur-maikaetzchen-sind-ein-problem","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/katzenschwemme-nicht-nur-maikaetzchen-sind-ein-problem\/","title":{"rendered":"TASSO e.V. fordert Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht f\u00fcr Hauskatzen mit Freigang"},"content":{"rendered":"<p><em>Der Mai ist da, und damit lassen auch die Maik\u00e4tzchen nicht mehr lange auf sich warten. Was niedlich klingt, ist f\u00fcr Tierheime und Tierschutzorganisationen ein gro\u00dfes Problem, da sie der vielen abgegebenen K\u00e4tzchen nicht mehr Herr werden. Jedes Fr\u00fchjahr bringen deutschlandweit Streunerkatzen tausende Junge zur Welt, und mittlerweile beschr\u00e4nkt sich das nicht mehr auf den Mai oder Herbst. Wenn die K\u00e4tzchen nicht von Menschen versorgt werden, haben sie kaum eine \u00dcberlebenschance. Um das Leid der Tiere einzud\u00e4mmen, setzt die Tierschutzorganisation TASSO e.V. sich daf\u00fcr ein, dass noch mehr Gemeinden Katzenschutzverordnungen erlassen.<\/em><\/p>\n<p>Jetzt im Mai, wenn der Winter vorbei ist und es wieder w\u00e4rmer wird, werden wieder zahlreiche Babykatzen geboren. Viele der sogenannten Maik\u00e4tzchen stammen vielfach von streunenden Katzen ab, die sich nicht ausreichend um die Jungen k\u00fcmmern k\u00f6nnen. Das f\u00fchrt dazu, dass die Tiere im Tierheim versorgt werden m\u00fcssen. Zwar sind sie gut vermittelbar, doch die Katzenschwemme sorgt daf\u00fcr, dass viele Tierheime regelm\u00e4\u00dfig im Fr\u00fchjahr wegen \u00dcberf\u00fcllung keine Tiere mehr aufnehmen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Deswegen setzt sich TASSO seit Jahren f\u00fcr eine Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht von Hauskatzen mit Freigang ein. \u201eNur so kann das immense Katzenelend langfristig gemindert werden\u201c, sagt TASSO-Leiter Philip McCreight. Bislang haben zwar einige deutsche St\u00e4dte und Gemeinden bereits Katzenschutzverordnungen erlassen, die \u00fcberwiegende Mehrheit fehlt allerdings noch, und nicht \u00fcberall geht die Regelung aus Sicht von TASSO weit genug. Nur eine bundesweite gesetzliche Vorschrift kann hier nachhaltig greifen. \u201eDoch das Thema ist auf der politischen Agenda angekommen\u201c, wei\u00df Philip McCreight. Seit April gilt beispielsweise in Essen die neue Katzenschutzverordnung, die vorschreibt, dass Katzen mit Freigang kastriert, gekennzeichnet und bei TASSO oder einem anderen Register angemeldet werden m\u00fcssen. Besonders auf die \u00fcber 30-j\u00e4hrige Erfahrung von TASSO vertraut zum Beispiel die Stadt Darmstadt. Sie hat bereits 2015 eine weitreichende Katzenschutzverordnung eingef\u00fchrt, die f\u00fcr die Registrierung TASSO als alleiniges Register nennt.<\/p>\n<p>TASSO unterst\u00fctzt kommunale Regelungen zum Katzenschutz ausdr\u00fccklich, empfiehlt den Kommunen jedoch, kein eigenes Register einzurichten, sondern mit TASSO zusammenzuarbeiten: \u201eDas bedeutet weniger Verwaltungsaufwand und Kosten f\u00fcr die Kommunen und hat viele Vorteile f\u00fcr die Halter\u201c, sagt Philip McCreight. \u201eImmerhin sind wir mit 7,7 Millionen registrieren Tieren Europas gr\u00f6\u00dftes Haustierregister. Und unsere Hilfe ist kostenlos. Wenn ein Tier verloren gegangenen ist oder gefunden wurde, sind wir f\u00fcr die Tierhalter da, und unsere Notrufzentrale ist t\u00e4glich 24 Stunden durchgehend besetzt. Das ist ein Service, den kein kommunales Register leisten kann.\u201c Im Gegenteil: Durch die Registrierung im kommunalen Register w\u00e4hnen sich die Halter in falscher Sicherheit. Dass dort keine Hilfe bei der Suche und der R\u00fcckvermittlung geleistet werden kann, erkennen sie im\u00a0Vermisstenfall erst zu sp\u00e4t.<\/p>\n<p>Mittlerweile betrifft das Problem der Katzenschwemme l\u00e4ngst nicht mehr nur den Monat Mai. Fast das ganze Jahr \u00fcber geb\u00e4ren Streunerkatzen Junge, die wiederum wenige Monate sp\u00e4ter selbst geschlechtsreif sind und ebenfalls wieder Nachwuchs zeugen oder bekommen k\u00f6nnen. Das f\u00fchrt in vielen St\u00e4dten und Gemeinden zu gro\u00dfem Katzenelend. Denn anders als Wildkatzen k\u00f6nnen sich Hauskatzen nur bedingt in der Freiheit zurechtfinden und ern\u00e4hren. Sie sind h\u00e4ufig krank, unterern\u00e4hrt und von Parasiten befallen. Verschlimmert wird das Problem dadurch, dass viele Halter ihre Freig\u00e4ngerkatzen nicht kastrieren lassen, die sich dann mit den Streunerkatzen paaren. In Deutschland leben rund zwei Millionen Katzen auf der Stra\u00dfe.<\/p>\n<p>TASSO r\u00e4t Katzenhaltern daher, ihre Freig\u00e4nger auch unabh\u00e4ngig von kommunalen Katzenschutzverordnungen kastrieren, chippen und registrieren zu lassen. Auch reine Wohnungskatzen sollten bei TASSO registriert werden, denn auch sie k\u00f6nnen schneller entwischen, als die Halter meinen.<\/p>\n<p>Weitere Informationen sowie eine Liste der St\u00e4dte und Gemeinden mit Katzenschutzverordnung unter:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.tasso.net\/Tierschutz\/Inlandstierschutz\/Kastration-von-Katzen\">www.tasso.net\/Tierschutz\/Inlandstierschutz\/Kastration-von-Katzen<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Mai ist da, und damit lassen auch die Maik\u00e4tzchen nicht mehr lange auf sich warten. Was niedlich klingt, ist f\u00fcr Tierheime und Tierschutzorganisationen ein gro\u00dfes Problem, da sie der vielen abgegebenen K\u00e4tzchen nicht mehr Herr werden. 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