{"id":3435,"date":"2016-01-29T08:00:20","date_gmt":"2016-01-29T07:00:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.katzen.de\/magazin\/?p=3435"},"modified":"2016-01-29T09:09:38","modified_gmt":"2016-01-29T08:09:38","slug":"keinen-einlauf-fuer-die-katze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/keinen-einlauf-fuer-die-katze\/","title":{"rendered":"Keinen Einlauf f\u00fcr die Katze"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ein schlimmes Bild, die Katze rennt wieder und wieder auf die Toilette, doch es kommt nix. Der Besitzer leidet mit und m\u00f6chte seinem Tier helfen. Doch dabei kann viel schiefgehen. Nicht selten enden Versuche zu unterst\u00fctzen t\u00f6dlich.<\/strong><\/p>\n<p>\u201eDer Katzenbesitzer schaut in seine eigene Hausapotheke und findet dort wom\u00f6glich ein Pr\u00e4parat, das Menschen bei Verstopfung benutzen. Manche Mittel vertragen aber Katzen nicht\u201c, warnt Frau Dr. Tina H\u00f6lscher, Tier\u00e4rztin von aktion tier e.V. Vor allem, wenn es sich um stark phosphathaltige Einl\u00e4ufe handelt, droht Lebensgefahr. Auch das Einf\u00fchren kann Verletzungen mit sich bringen. Etwa eine halbe bis eine Stunde nach Verabreichung zeigt die Katze Kr\u00e4mpfe, Herzrasen, Schw\u00e4cheanf\u00e4lle oder versteifte Muskeln. Es kommen Erbrechen und blutige Durchf\u00e4lle hinzu. Wird der Einlauf nicht in den Enddarm sondern wom\u00f6glich ins Maul gegeben, verschlimmert das den Zustand der Katze zus\u00e4tzlich.<\/p>\n<p>\u201eDiese Situation jetzt noch in den Griff zu bekommen, ist sehr schwierig\u201c, erkl\u00e4rt die Tier\u00e4rztin. Die Gabe von Phosphatbindern ist ein Baustein der Therapie. Au\u00dferdem wird mit Infusionen den Turbulenzen im Blut entgegensteuert. Auf keinen Fall d\u00fcrfen der Katze jetzt noch Kohlekompretten eingegeben werden. Das verschlechtert den Krankheitsverlauf nur noch.<\/p>\n<p>Besser es kommt erst gar nicht so weit. \u201eKatzen leiden h\u00e4ufig an Obstipation, also sprich an Verstopfung\u201c, berichtet Dr. H\u00f6lscher. \u201eDer Besitzer sollte nicht warten, sondern baldm\u00f6glichst einen Tierarzt aufsuchen\u201c, r\u00e4t sie. Hintergrund f\u00fcr diese Empfehlung ist, dass bei l\u00e4ngerer Kotanschoppung im Enddarm dieser ausleiert und sich ein Sack bildet. Dies wiederum birgt die Gefahr in sich, dass die Verstopfung wieder und wieder auftritt, weil sich hierin der Kot ansammelt. Vom Tierarzt bekommt der Besitzer erkl\u00e4rt, wie und womit er seiner Katze helfen kann ohne ihr zu schaden. Damit sind Vierbeiner und Halter auf der sicheren Seite.<\/p>\n<p><strong>Weitere Informationen bei:<\/strong><br \/>\nDr. med. vet. Tina H\u00f6lscher<br \/>\nMobil: +49 177 2451198<br \/>\nE-Mail: tierarzt@aktiontier.org<\/p>\n<p><strong>aktion tier \u2013 menschen f\u00fcr tiere e.V.<\/strong><br \/>\nist deutschlandweit eine der mitgliederst\u00e4rksten Tierschutzorganisationen. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Bev\u00f6lkerung durch Kampagnen und Informationsveranstaltungen auf Missst\u00e4nde im Tierschutz aufmerksam zu machen und L\u00f6sungen aufzuzeigen, wie diesen nachhaltig begegnet werden kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein schlimmes Bild, die Katze rennt wieder und wieder auf die Toilette, doch es kommt nix. Der Besitzer leidet mit und m\u00f6chte seinem Tier helfen. Doch dabei kann viel schiefgehen. 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