{"id":1323,"date":"2014-12-02T11:15:46","date_gmt":"2014-12-02T10:15:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.katzen.de\/blog\/?p=1122"},"modified":"2014-12-05T13:29:01","modified_gmt":"2014-12-05T12:29:01","slug":"interview-mit-heike-lange-autorin-von-kater-brummel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/interview-mit-heike-lange-autorin-von-kater-brummel\/","title":{"rendered":"Interview mit Heike Lange \u2013 Autorin von \u201eKater Brummel\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/static.katzen.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/heike_lange-530x707.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1332\" src=\"http:\/\/static.katzen.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/heike_lange-530x707-299x400.jpg\" alt=\"Autorin Heike Lange\" width=\"299\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/heike_lange-530x707-299x400.jpg 299w, https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/heike_lange-530x707.jpg 530w\" sizes=\"(max-width: 299px) 100vw, 299px\" \/><\/a><em>Heike Lange wurde 1965 in Sta\u00dffurt geboren. Nach dem Studium der\u00a0Betriebswirtschaft arbeitet sie hauptberuflich ich als Angestellte einer Sparkasse.<\/em><br \/>\n<em>Seit einigen Jahren lebt sie mit ihrer Familie, einem kleinen Hund und\u00a0zwei Katzen im Harz. Dort unternimmt sie gern Waldspazierg\u00e4nge und l\u00e4sst\u00a0<\/em><em>sich zu fantasievollen, zugleich unheimlichen Geschichten inspirieren, die\u00a0ihre Liebe zur Natur und den Tieren widerspiegeln. <\/em><br \/>\n<em>Ihr Katzenkrimi &#8222;Kater Brummel&#8220; ist eine ebenso humorige wie packende Geschichte, die ganz aus Katzenperspektive geschrieben ist.\u00a0<\/em><em>Katzen.de hat nachgefragt.<\/em><\/p>\n<p><span style=\"color: #6eb9f2;\"><strong>Mit \u201eKater Brummel\u201c haben Sie Ihren ersten Roman ver\u00f6ffentlicht. Wann hatten Sie zum ersten Mal die Idee, eine Katze zur Hauptfigur in Ihrem Roman zu machen?<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Ausl\u00f6ser war eine Fernsehsendung, die ich vor einigen Jahren gesehen hatte. Dort wurde \u00fcber ein Dorf irgendwo in Bayern berichtet, in dem immer wieder Katzen scheinbar \u00fcberfahren an der Stra\u00dfe lagen. Tats\u00e4chlich stellte sich aber heraus, dass die Katzen erschossen wurden. Ein ortsans\u00e4ssiger J\u00e4ger hatte es auf die Samtpfoten abgesehen. Er \u201eentsorgte\u201c die Tiere an der Stra\u00dfe, in der Hoffnung, dass man es f\u00fcr einen Unfall halten w\u00fcrde. Ich wei\u00df noch, dass ich damals dachte, wie gut es doch w\u00e4re, wenn die Katzen mal zur\u00fcckschlagen k\u00f6nnten. In meinem Katzenkrimi bekommen sie nun die Gelegenheit, sich zu r\u00e4chen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #6eb9f2;\"><strong>Der Katzenkrimi erfreut sich gro\u00dfer Beliebtheit bei den Lesern. Ist eine Fortsetzung mit Cleo und Co. geplant?<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Ja, Teil zwei ist bereits in Arbeit. Es wird eine eigenst\u00e4ndige Geschichte. Man muss also nicht \u201eKater Brummel\u201c gelesen haben, um sich zurechtzufinden. Es spielt jedoch in demselben Katzenrevier und man trifft auf vertraute Gestalten. Im zweiten Teil wird Cleo versuchen, einen Serienm\u00f6rder zu entlarven.<\/p>\n<p><span style=\"color: #6eb9f2;\"><strong>Sie haben selbst zwei Katzen: Lucie und Oskar. Sind die beiden Vorbilder f\u00fcr Ihre Romanfigur Cleo gewesen?<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Die Detektivkatze Cleo ist eine Mischung aus meinen beiden Katzen. Vom Aussehen her ist es meine Katze Lucie, nur ist bei ihr das rechte Hinterbein rot (im Buch ist es das linke). Den Charakter \u2013 vor allem die Neugier \u2013 hat sie von unserem Kater Oskar, der seine Nase \u00fcberall hineinstecken muss. Jetzt zu Weihnachten ist es schon schwierig, ein P\u00e4ckchen zu packen, ohne seine Barthaare in der Schleife zu verknoten. \u00dcbrigens, der \u00bbbl\u00f6de Kl\u00e4ffer\u00ab, der im Buch vorkommt, entspricht zu hundert Prozent unserem Bobby.<\/p>\n<p><span style=\"color: #6eb9f2;\"><strong>Wo schreiben Sie am liebsten? <\/strong><\/span><\/p>\n<p>Im Sommer genie\u00dfe ich es, auf unserer Terrasse unter dem Sonnenschirm zu schreiben, eine kalte Limonade in Reichweite. Aber ich streife auch gern mit unserem Hund durch die W\u00e4lder und habe dann immer ein kleines Notizbuch dabei.<\/p>\n<p><span style=\"color: #6eb9f2;\"><strong>Wie lange haben Sie an Ihrem Roman \u201eKater Brummel\u201c geschrieben?<\/strong><\/span><\/p>\n<p>F\u00fcr das Schreiben habe ich etwa ein Jahr gebraucht. Wahrscheinlich h\u00e4tte ich es in k\u00fcrzerer Zeit schaffen k\u00f6nnen, aber da ich nach der Arbeit nur abends und an den Wochenenden Zeit zum Schreiben finde, hat es doch etwas gedauert, bis das Manuskript fertig war. Dann habe ich mir einige Monate Zeit gelassen und hab \u00fcberlegt, was ich mit dem Manuskript anfange. Es war gut, dass ich zu dem Zeitpunkt noch keine Ahnung davon hatte, wie viel Arbeit noch auf mich zukommen w\u00fcrde. Mehrmals alles \u00fcberarbeiten, formatieren, Cover entwerfen, Klappentext, Expos\u00e9 usw., am Ende waren es drei Jahre, bis das Buch \u00fcberall erh\u00e4ltlich war.<\/p>\n<p><span style=\"color: #6eb9f2;\"><strong>Was inspiriert Sie? Und welche B\u00fccher lesen Sie selbst gerne?<\/strong><\/span><br \/>\nMeine Tiere inspirieren mich immer wieder. Es ist sch\u00f6n, sie beim Spielen und Toben zu beobachten und zu erleben, was sie sonst noch so anstellen. Viele Katzenbesitzer kennen es bestimmt, wenn sie nach Hause kommen und die Klorolle ist komplett abgewickelt und die Papierfetzen sind in der ganzen Wohnung verteilt. Oder der Vorratsschrank wurde gepl\u00fcndert. So, wie im Buch beschrieben, habe ich jetzt den Vorratsschrank mit einem Gummiband gesichert. Auch in Teil zwei lasse ich mich wieder von meinen Katzen inspirieren. Bei Cleos Versuchen, ihr Frauchen aus dem Bett zu kriegen, werden bestimmt viele Katzenbesitzer an ihre eigenen kleinen pelzigen Wecker denken. Und dann ist es immer wieder die Natur, von der ich mich inspirieren lasse. Zum Beispiel von winzigen Tautr\u00f6pfchen, die in einem Spinnennetz wie Diamanten glitzern; von einer dicken Hummel, die sich nicht entscheiden kann, auf welcher Bl\u00fcte sie landen soll; von zwei Spatzen, die sich um ein St\u00fcck Brot streiten oder wie die Nebelschwaden in den B\u00e4umen h\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Zu der Frage, was ich gern lese, kann ich Ihnen verraten, dass ich die Krimis von Colin Cotterill mag, besonders seine Doktor-Siri-Romane. Ich liebe seinen lockeren, humorvollen Schreibstil.<\/p>\n<p><span style=\"color: #6eb9f2;\"><strong>Verraten Sie uns, wie Ihr aktuelles Buch, das Sie gerade lesen, hei\u00dft?<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Aktuell habe ich das neue Buch einer Autorenkollegin gelesen: \u201eStumme laute Schreie\u201c von Marion Schreiner.<\/p>\n<p><span style=\"color: #6eb9f2;\"><strong>Sie schreiben auch Gedichte und Kurzgeschichten. Wie entscheiden Sie, welche Idee sich f\u00fcr eine Kurzgeschichte und welche sich f\u00fcr einen Roman eignet?<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Das kann ich nicht so pauschal beantworten. Wenn die Idee erst mal da ist, k\u00f6nnte man daraus sowohl einen Roman als auch eine Kurzgeschichte entwickeln. Das Sch\u00f6ne am Roman ist, dass man viel Platz hat, um mit Worten zu malen, Personen und Landschaften entstehen zu lassen und den Leser in fremde Welten zu entf\u00fchren.<br \/>\nBei einer Kurzgeschichte besteht die Schwierigkeit darin, sich kurzzufassen, ohne dass Handlung oder Figuren darunter leiden. Das ist oft schwieriger als es aussieht, besonders wenn die Anzahl der Seiten vorgegeben wird, die die Geschichte maximal haben darf.<\/p>\n<p><span style=\"color: #6eb9f2;\"><strong>Sind Lesungen geplant oder gibt es andere Termine, bei denen Ihre Leser Sie treffen k\u00f6nnen?<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Momentan ist nur eine Lesung im Dezember geplant: Am Montag, den 08. Dezember 2014 lese ich in der Stadtbibliothek Falkenstein\/Harz in Ermsleben aus meinem Katzenkrimi \u00bbKater Brummel\u00ab.<br \/>\nAnsonsten m\u00f6chte ich die langen dunklen Winterabende zum Schreiben nutzen.<br \/>\nMein Verlag hat mich f\u00fcr eine Lesung w\u00e4hrend der Leipziger Buchmesse 2015 angemeldet. Ob ich tats\u00e4chlich auf der Buchmesse lesen werde, h\u00e4ngt jetzt vom Veranstalter \u201eLeipzig liest\u201c ab, der letztendlich die Auswahl trifft.<br \/>\nDr\u00fccken Sie mir schon mal die Daumen, dann sehen wir uns vielleicht in Leipzig.<br \/>\nAktuelle Termine und Neuigkeiten k\u00f6nnen Sie jederzeit auf meiner Homepage <a href=\"http:\/\/www.autorin-heike-lange.de\" target=\"_blank\">www.autorin-heike-lange.de<\/a> einsehen. Dort finden Sie auch ein paar Fotos von unseren Vierbeinern. Wenn Sie m\u00f6gen, k\u00f6nnen Sie mir Fotos von Ihren kleinen Stubentigern da lassen (einfach an der Pinnwand anpinnen). Ich w\u00fcrde mich freuen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #6eb9f2;\"><strong>Und eine Frage zum Schluss: Haben Sie Ratschl\u00e4ge f\u00fcr andere junge Autoren, die gerne ein Buch schreiben m\u00f6chten?<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Der wichtigste Rat, den man geben kann, ist vielleicht: Bleiben Sie dran! Versuchen Sie, jeden Tag ein paar Seiten zu schreiben. Wenn es einmal nicht so l\u00e4uft, dann starren Sie nicht auf den leeren Bildschirm, sondern lesen oder \u00fcberarbeiten Sie das, was Sie bereits geschrieben haben. Dabei vertieft man sich in den Text und findet so wieder den Einstieg. Lassen Sie sich nicht entmutigen. \u00bbDer beste Freund des Autors ist der Papierkorb\u00ab, das stellte schon Hemingway fest. Falls angehende Autoren konkrete Fragen haben, k\u00f6nnen Sie sich gern direkt an mich wenden (\u00fcber das Kontaktformular auf meiner Homepage). Sie finden mich auch bei facebook.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heike Lange wurde 1965 in Sta\u00dffurt geboren. Nach dem Studium der\u00a0Betriebswirtschaft arbeitet sie hauptberuflich ich als Angestellte einer Sparkasse. Seit einigen Jahren lebt sie mit ihrer Familie, einem kleinen Hund und\u00a0zwei Katzen im Harz. 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