{"id":11049,"date":"2022-01-10T08:00:33","date_gmt":"2022-01-10T07:00:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.katzen.de\/magazin\/?p=11049"},"modified":"2022-01-14T13:39:19","modified_gmt":"2022-01-14T12:39:19","slug":"maus-gefressen-wurmkur-vergessen-weshalb-haben-katzen-mit-freilauf-ein-hohes-parasitenrisiko","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/maus-gefressen-wurmkur-vergessen-weshalb-haben-katzen-mit-freilauf-ein-hohes-parasitenrisiko\/","title":{"rendered":"Maus gefressen, Wurmkur vergessen &#8211; Weshalb haben Katzen mit Freilauf ein hohes Parasitenrisiko?"},"content":{"rendered":"<section class=\"post-intro\">\n<div class=\"post-intro_inner container-width\">\n<p>In der freien Natur wird Ihre Schmusekatze schnell zum effizienten J\u00e4ger: Sie pirscht sich an, springt und holt sich ihre Beute. Die Maus dient dann entweder als leckere Mahlzeit oder landet als Liebesbeweis auf Ihrer Fu\u00dfmatte. Doch Achtung: <strong>Beutetiere<\/strong>\u00a0von Katzen tragen h\u00e4ufig\u00a0<strong>Parasiten in sich<\/strong>!<\/p>\n<p>Deshalb besteht f\u00fcr Freig\u00e4ngerkatzen ein hohes Risiko, sich mit Band- und Rundw\u00fcrmern zu infizieren. Auch Fl\u00f6he, Milben und Zecken k\u00f6nnen Katzen jederzeit befallen. <a href=\"https:\/\/www.esccap.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Die Expertenorganisation ESCCAP empfiehlt daher f\u00fcr Haustiere einen ad\u00e4quaten Schutz gegen innere und \u00e4u\u00dfere Parasiten<\/a>.<\/p>\n<section id=\"\" class=\"text_full_widget\">\n<div class=\"text_full_widget_inner container-width\">\n<p class=\"text_full_widget_heading heading no-border\"><strong>So kleine M\u00e4use, so viele W\u00fcrmer<\/strong><\/p>\n<div class=\"text_full_widget_editor_wrap\">\n<div class=\"text_full_widget_editor\">\n<p><a href=\"https:\/\/parasitenportal.de\/wuermer-bei-der-katze\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Freig\u00e4ngerkatzen stecken sich oft mit W\u00fcrmern an<\/a>, wenn sie M\u00e4use oder andere Beutetiere fressen. M\u00e4use sind h\u00e4ufige Zwischen- oder Stapelwirte f\u00fcr Wurmarten wie den Katzenbandwurm (<em>Taenia taeniaeformis<\/em>), den Katzenspulwurm (<em>Toxocara cati)<\/em>\u00a0oder den Katzenlungenwurm (<em>Aelurostrongylus abstrusus<\/em>). Auch bei der \u00dcbertragung des f\u00fcr Menschen gef\u00e4hrlichen\u00a0<strong>Fuchsbandwurms<\/strong>\u00a0(<em>Echinococcus multilocularis<\/em>) spielen M\u00e4use eine entscheidende Rolle. Je nach Wurmart kann der Befall gesundheitliche Folgen f\u00fcr die Katze haben: Es kann zum Beispiel zu\u00a0<strong>Durchfall, Erbrechen<\/strong>\u00a0und\u00a0<strong>Abmagerung<\/strong>\u00a0kommen. Bei einem Befall mit den Katzenlungenwurm k\u00f6nnen\u00a0<strong>Nie\u00dfen, Husten<\/strong>\u00a0und\u00a0<strong>Atemnot<\/strong>\u00a0auftreten. Anderen Katzen sieht man den Wurmbefall dagegen \u00fcberhaupt nicht an \u2013 sie k\u00f6nnen aber trotzdem ansteckend f\u00fcr andere Tiere im Haushalt und sogar f\u00fcr ihre menschliche Familie sein.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section id=\"\" class=\"text_full_widget\">\n<div class=\"text_full_widget_inner container-width\">\n<p class=\"text_full_widget_heading heading no-border\"><strong>Da steckt der Wurm drin: Wie viele M\u00e4use sind infiziert?<\/strong><\/p>\n<div class=\"text_full_widget_editor_wrap\">\n<div class=\"text_full_widget_editor\">\n<p>Forscher*innen sind vermutlich weniger effiziente M\u00e4usej\u00e4ger als Katzen. Trotzdem gibt es wichtige Erkenntnisse: Beispielsweise fand eine Untersuchung bei\u00a0<strong>jeder 7. Maus in Deutschland<\/strong>\u00a0Hinweise auf eine\u00a0<strong>Spulwurm-Infektion<\/strong>. Bei einer anderen Untersuchung wurden in jeder 3. Maus\u00a0<strong>Fadenw\u00fcrmer<\/strong>\u00a0und in jeder 4. Maus\u00a0<strong>Bandw\u00fcrmer<\/strong> gefunden. Wildlebende Katzen fangen zum Beispiel t\u00e4glich etwa acht bis zw\u00f6lf kleine Beutetiere, um ihren Hunger zu stillen. Eine Katze, auf die zuhause ein voller Futternapf wartet, erlegt sicher weniger Beute, trotzdem steigt mit jeder erfolgreichen Jagd ihr Risiko f\u00fcr einen Wurmbefall.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section id=\"\" class=\"image_full\">\n<div class=\"image_full_inner container-width\">\n<div class=\"image_full_image_wrap\">\n<section id=\"\" class=\"text_full_widget\">\n<div class=\"text_full_widget_inner container-width\">\n<p class=\"text_full_widget_heading heading no-border\"><strong>Besteht f\u00fcr Wohnungskatzen kein Wurm-Risiko?<\/strong><\/p>\n<div class=\"text_full_widget_editor_wrap\">\n<div class=\"text_full_widget_editor\">\n<p>Reine Wohnungskatzen haben kaum Kontakt zu Beutetieren. Viele Katzenhalter*innen gehen deshalb davon aus, dass sie vor einem Wurmbefall sicher sind. Doch das stimmt nicht: ausgeschiedene Wurmeier bleiben h\u00e4ufig lange in der Umwelt ansteckend. Sie gelangen zum Beispiel an den Schuhsohlen in die Wohnung. Zudem kann ein Kontakt zu Wildtieren auch auf dem Balkon stattfinden, der f\u00fcr Wohnungskatzen h\u00e4ufig einen kleinen Freilauf darstellt. Manche Wurmlarven wandern au\u00dferdem bereits \u00fcber die Muttermilch von infizierten Katzen in ihre Welpen. Eine Untersuchung der Tier\u00e4rztlichen Hochschule Hannover\u00a0zeigte zudem, dass jede\u00a0<strong>5. Katze mit Spulwurmbefall<\/strong>\u00a0laut Angaben der Besitzer*innen eine\u00a0<strong>reine Wohnungskatze\u00a0<\/strong>ist. Auch Fl\u00f6he k\u00f6nnen eine Ursache f\u00fcr eine Bandwurminfektion sein: Der \u201eGurkenkernbandwurm\u201c wird \u00fcbertragen, wenn Fl\u00f6he bei der Fellpflege von Katzen abgeschluckt werden. Deshalb sollte eine ad\u00e4quate Parasitenkontrolle auch bei Katzen, die nur in der Wohnung gehalten werden, nicht vergessen werden.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section id=\"\" class=\"text_full_widget\">\n<div class=\"text_full_widget_inner container-width\">\n<p class=\"text_full_widget_heading heading no-border\"><strong>Auf Streifz\u00fcgen lauern auch Fl\u00f6he, Milben und Zecken!<\/strong><\/p>\n<div class=\"text_full_widget_editor_wrap\">\n<div class=\"text_full_widget_editor\">\n<p>Neben der Wurmgefahr besteht f\u00fcr Freig\u00e4ngerkatzen auch ein hohes Risiko, sich mit \u00e4u\u00dferen Parasiten wie\u00a0<a href=\"https:\/\/parasitenportal.de\/floehe-bei-der-katze\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Fl\u00f6hen<\/a>,\u00a0<a href=\"https:\/\/parasitenportal.de\/milben-bei-der-katze\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Milben<\/a>\u00a0oder\u00a0<a href=\"https:\/\/parasitenportal.de\/zecken-bei-der-katze\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Zecken<\/a>\u00a0zu infizieren. Besonders M\u00e4use haben neben W\u00fcrmern noch andere unerw\u00fcnschte \u201eUntermieter\u201c. Das zeigt eine Untersuchung, in der mehr als\u00a0<strong>250 M\u00e4use<\/strong>\u00a0rund um Berlin nach Parasiten abgesucht wurden:\u00a0<strong>99 %<\/strong>\u00a0der Tiere hatten einen Befall mit \u00e4u\u00dferen Parasiten. Insgesamt fanden die Forscher*innen\u00a0<strong>5.429 Parasiten<\/strong>\u00a0aus 63 verschiedenen Spezies. Besonders h\u00e4ufig kam dabei die Zeckenart Gemeiner Holzbock (<em>Ixodes ricinus<\/em>) vor. Auch Fl\u00f6he waren sehr verbreitet. Neben M\u00e4usen haben auch V\u00f6gel und Igel h\u00e4ufig Ektoparasiten, die beim Kontakt mit dem Tier selbst oder dessen Nester und Bauten auf Katzen \u00fcbertragen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"text_full_widget_heading heading no-border\"><strong>Wie Sie Ihren M\u00e4usej\u00e4ger vor Parasiten sch\u00fctzen<\/strong><\/p>\n<div class=\"text_full_widget_editor_wrap\">\n<div class=\"text_full_widget_editor\">\n<p>Das Expertengremium ESCCAP empfiehlt Halter*innen von Freig\u00e4ngerkatzen, die Beute fangen und verzehren und damit ein hohes Risiko f\u00fcr Parasiten haben, eine\u00a0<strong>monatliche Entwurmung\u00a0<\/strong>(oder Kotuntersuchung)\u00a0<strong>gegen Rund- und Bandw\u00fcrmer<\/strong>. F\u00fcr Katzen mit geringerem Parasitenrisiko sollte die Behandlungsfrequenz entsprechend angepasst werden. Wie hoch das\u00a0<strong>Risiko f\u00fcr Ihre Katze<\/strong>\u00a0ist und wie h\u00e4ufig sie behandelt werden sollte, besprechen Sie am besten mit Ihrem\u00a0<strong>Tierarzt-Team<\/strong>. Vom Expertengremium\u00a0<strong>ESCCAP<\/strong>\u00a0gibt es zudem einen einfachen\u00a0<strong>Online-Test\u00a0<\/strong>f\u00fcr die Ermittlung des Parasitenrisikos (<a href=\"https:\/\/www.esccap.de\/entwurmungstest\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Entwurmungstest | ESCCAP DEUTSCHLAND<\/a>). Zu Kotuntersuchungen als Alternative zur Behandlung ist wichtig zu wissen: Auch bei akutem Befall sind nicht immer Wurmeier im Kot nachweisbar! Das hei\u00dft, werden keine Eier in der Probe gefunden, kann das Tier trotzdem unter einem Wurmbefall leiden! Neben der Entwurmung sollte auch der Schutz gegen \u00e4u\u00dfere Parasiten wie Zecken, Fl\u00f6he und Milben nicht vernachl\u00e4ssigt werden. Kombipr\u00e4paraten, die gleichzeitig gegen \u00e4u\u00dfere und innere Parasiten wirken, k\u00f6nnen die Behandlung f\u00fcr Sie und Ihre Katze erleichtern. Spot-ons sind dabei auch dann einfach in der Handhabung, wenn Ihre Katze ungern Tabletten einnimmt. Fragen Sie am besten Ihr Tierarzt-Team nach der f\u00fcr Ihre Katze optimalen Parasitenbehandlung. Damit sowohl Abenteurer als auch Schmusetiger gesund bleiben!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/parasitenportal.de\/maus-gefressen-wurmkur-vergessen-weshalb-haben-katzen-mit-freilauf-ein-hohes-parasitenrisiko\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Parasitenportal.de<\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<\/div>\n<\/section>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der freien Natur wird Ihre Schmusekatze schnell zum effizienten J\u00e4ger: Sie pirscht sich an, springt und holt sich ihre Beute. Die Maus dient dann entweder als leckere Mahlzeit oder landet als Liebesbeweis auf Ihrer Fu\u00dfmatte. Doch Achtung: Beutetiere\u00a0von Katzen tragen h\u00e4ufig\u00a0Parasiten in sich! Deshalb besteht f\u00fcr Freig\u00e4ngerkatzen ein hohes Risiko, sich mit Band- und&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":11053,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[451,449,450],"tags":[497,94,608,97,734,735,736,656],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11049"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11049"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11049\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11052,"href":"https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11049\/revisions\/11052"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/11053"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11049"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11049"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11049"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}