{"id":11018,"date":"2021-12-20T08:00:22","date_gmt":"2021-12-20T07:00:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.katzen.de\/magazin\/?p=11018"},"modified":"2021-12-22T14:51:55","modified_gmt":"2021-12-22T13:51:55","slug":"im-haushalt-lauern-gefahren-fuer-hund-und-katze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/im-haushalt-lauern-gefahren-fuer-hund-und-katze\/","title":{"rendered":"Im Haushalt lauern Gefahren f\u00fcr Hund und Katze"},"content":{"rendered":"<p><strong>Kleine Unachtsamkeiten im Haushalt k\u00f6nnen gro\u00dfe Sch\u00e4den verursachen. Mit kluger Planung aber sch\u00fctzt man Hund und Katze vor unn\u00f6tigen Unf\u00e4llen. Und Achtung: Liebe geht nicht durch den Magen.<\/strong><\/p>\n<p>Die meisten Unf\u00e4lle passieren zu Hause. Laut Robert Koch-Institut erleiden 2,8 Millionen Bundesb\u00fcrger im Jahr einen Unfall im Haushalt, mal schlimm, mal weniger schlimm. Aber auch auf Hund und Katze lauern in den eigenen vier W\u00e4nden einige Gefahren. Darin unterscheiden sie sich nicht von den zweibeinigen Familienmitgliedern. Nicht immer ziehen Unf\u00e4lle dramatische Folgen nach sich. Aber sie sorgen doch f\u00fcr Unruhe und k\u00f6nnen Schmerzen verursachen. Manchmal enden sie aber auch t\u00f6dlich.<\/p>\n<p>Die meisten Gefahrenquellen lassen sich mit ein wenig Nachdenken und kleinen Handgriffen beseitigen. F\u00fcr andere gibt es inzwischen sinnvolle Hilfsmittel. So sind beispielsweise gekippte Fenster f\u00fcr Katzen oftmals eine b\u00f6se Falle. Tier\u00e4rzte sprechen sogar von einem \u201eKippfenstersyndrom\u201c. Der Instinkt sagt den Katzen \u201ewo mein Kopf durchgeht, passe ich auch komplett durch\u201c. Bei Kippfenstern tr\u00fcgt dieser Instinkt. Verliert die Katze den Halt, rutscht sie nach unten und klemmt sich ein. Schwere Verletzungen der Wirbels\u00e4ule k\u00f6nnen die Folge von Befreiungsversuchen sein. Abhilfe schaffen spezielle Kippfenstersicherungen.<\/p>\n<p>No-Gos sind auch offen herumliegende Stromkabel, auf denen besonders Jungtiere gerne herumkauen. Sicherer sind Kabelkan\u00e4le und Steckdosensicherungen. Waschmaschine und Trockner sollte man stets geschlossen halten, die versehentlich gewaschene Katze ist leider kein schlechter Witz. Scherben lassen sich nicht immer vermeiden, sollten aber sorgf\u00e4ltig und unverz\u00fcglich zusammengekehrt werden. Ebenso haben spitze Gegenst\u00e4nde aller Art das Potenzial f\u00fcr Verletzungen. An hei\u00dfen Speisen und Getr\u00e4nken k\u00f6nnen sich die Tiere ihre empfindlichen Nasen verbrennen, noch gef\u00e4hrlicher sind hei\u00dfe Herdplatten, der noch nicht ausgek\u00fchlte Grill oder offenes Kaminfeuer.<\/p>\n<p>Die gr\u00f6\u00dfte Gefahr f\u00fcr die vierbeinigen Familienmitglieder aber geht von Giftstoffen aller Art aus. Viele Produkte im Haushalt enthalten f\u00fcr Hunde und Katzen giftige Bestandteile. Dies gilt vor allem f\u00fcr Haushaltsreiniger und Sch\u00e4dlingsbek\u00e4mpfungsmittel. Auch Frostschutzmittel f\u00fcr das Auto geh\u00f6ren dazu. Ebenso sollten Medikamente niemals offen herumliegen.<\/p>\n<p>Am gef\u00e4hrlichsten aber sind Gifte, die dort schlummern, wo man sie am wenigsten vermutet. Besonders in der Weihnachtszeit kommt es immer wieder zu Zwischenf\u00e4llen. N\u00e4mlich dann, wenn Leckereien aus Schokolade frei zug\u00e4nglich auf dem Tisch stehen. Schokolade enth\u00e4lt Kakao und dieser den Stoff Theobromin, der f\u00fcr Menschen zwar v\u00f6llig ungef\u00e4hrlich, f\u00fcr Hunde aber t\u00f6dlich sein kann. Bei Hunden ist eine Dosis von 20 mg Theobromin je Kilo K\u00f6rpergewicht bereits gesundheitsgef\u00e4hrdend, ab einer Aufnahme von 60 mg je Kilo k\u00f6nnen lebensbedrohliche Symptome auftreten. Je kleiner der Hund, desto fr\u00fcher ist die t\u00f6dliche Dosis erreicht. Eine Tafel Vollmilchschokolade enth\u00e4lt bereits so viel Theobromin, dass sich ein gut 5 Kilogramm schwerer Hund daran schwerwiegend vergiften kann. Kleinere Hunderassen sowie Welpen und Junghunde sind also besonders gef\u00e4hrdet. Deutlich schneller ist eine gef\u00e4hrliche Dosis bei Bitterschokolade erreicht.<\/p>\n<p>Auch die wiederholte F\u00fctterung kleinerer Mengen ist problematisch. Damit tut man dem kleinen Liebling keinen Gefallen. Theobromin baut sich im K\u00f6rper nur sehr langsam ab, so dass es zu Anreicherungen im Blut kommen kann.<\/p>\n<p>Auch Zimmerpflanzen k\u00f6nnen Giftquellen sein. Der beliebte Weihnachtsstern ist eine davon. Man sieht also, die Gefahren liegen im Detail. Im Fall des Falles ist schnelle Hilfe gefragt. Bei Verdacht auf Vergiftung ist der Tierarzt schnell aufzusuchen. Je fr\u00fcher Gegenma\u00dfnahmen eingeleitet werden, umso besser die Heilungschancen. Am besten ist es aber, es gar nicht dazu kommen zu lassen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Pressekontakt:<\/strong><br \/>\nBundesverband f\u00fcr Tiergesundheit e.V., Dr. Sabine Sch\u00fcller, Schwertberger Stra\u00dfe 14, 53177 Bonn, Tel. 0228\/31 82 96, E-Mail: bft@bft-online.de<br \/>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bft-online.de\/kleintiergesundheit\/im-haushalt-lauern-gefahren-fuer-hund-und-katze\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">BfT &#8211; Bundesverband f\u00fcr Tiergesundheit e.V.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kleine Unachtsamkeiten im Haushalt k\u00f6nnen gro\u00dfe Sch\u00e4den verursachen. Mit kluger Planung aber sch\u00fctzt man Hund und Katze vor unn\u00f6tigen Unf\u00e4llen. Und Achtung: Liebe geht nicht durch den Magen. Die meisten Unf\u00e4lle passieren zu Hause. Laut Robert Koch-Institut erleiden 2,8 Millionen Bundesb\u00fcrger im Jahr einen Unfall im Haushalt, mal schlimm, mal weniger schlimm. 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