{"id":10707,"date":"2021-11-08T08:00:30","date_gmt":"2021-11-08T07:00:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.katzen.de\/magazin\/?p=10707"},"modified":"2021-11-10T15:51:44","modified_gmt":"2021-11-10T14:51:44","slug":"multiparasitismus-7-katzenleben-und-noch-mehr-parasiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/multiparasitismus-7-katzenleben-und-noch-mehr-parasiten\/","title":{"rendered":"Multiparasitismus \u2013 7 Katzenleben und noch mehr Parasiten"},"content":{"rendered":"<p>Katzen fallen in das \u201eBeuteschema\u201c einer ganzen Reihe von Parasiten: W\u00fcrmer aller Art, Zecken, Milben und Fl\u00f6he. Hinzu kommt, dass ein Befall oft nicht direkt entdeckt und behandelt wird, sodass die Katze anf\u00e4llig f\u00fcr weitere Schmarotzer bleibt. Deshalb kann es passieren, dass sich nicht nur eine, sondern gleich mehrere Parasitenarten gleichzeitig auf und in unseren Stubentigern tummeln \u2013 und das h\u00e4ufiger, als man denkt.<\/p>\n<p><strong>Was bedeutet Multiparasitismus?<\/strong><\/p>\n<p>Der Begriff Multiparasitismus leitet sich von dem lateinischen Wort multi ab, was viele bedeutet. Eine Katze leidet unter Multiparasitismus, wenn sie von mehreren Parasitenarten gleichzeitig befallen ist \u2013 etwa von Zecken, Fl\u00f6hen und W\u00fcrmern. Besonders problematisch ist eine Co-Infektion, das hei\u00dft ein gleichzeitiger Befall, mit inneren und \u00e4u\u00dferen Parasiten: Hier konkurrieren die Parasitenarten nicht miteinander und k\u00f6nnen sich ungest\u00f6rt an der Haut bzw. in den Organen der Katze ausbreiten.<\/p>\n<p><strong>Jede zweite Katze hat mindestens einen Parasiten<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/parasitesandvectors.biomedcentral.com\/articles\/10.1186\/1756-3305-7-291\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">In einer Studie aus dem Jahr 2014<\/a> wurden \u00fcber 1.500 Katzen in Europa auf Parasiten untersucht. Das Besondere: W\u00e4hrend die meisten Erhebungen nur entweder innere (Endo-) oder \u00e4u\u00dfere (Ekto-) Parasiten auswerten, wurden hier alle relevanten Parasiten erfasst. Das Ergebnis war erschreckend: Jede zweite Katze litt unter einem Befall mit mindestens einer Parasitenart, jede f\u00fcnfte beherbergte drei oder mehr verschiedenen Arten und bei jeder siebten hatten sich gleichzeitig \u00e4u\u00dfere und innere Parasiten eingenistet. <strong>Besonders gef\u00e4hrdet waren dabei junge Katzen und Freig\u00e4nger, die nicht regelm\u00e4\u00dfig gegen Parasiten behandelt wurden.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Untersch\u00e4tzte Gefahr: W\u00fcrmer in der Katze<\/strong><\/p>\n<p>Viele Parasiten verursachen bei erwachsenen, gesunden Katzen lange Zeit keine oder nur unauff\u00e4llige Symptome, die man als Halter*in leicht \u00fcbersehen kann \u2013 so etwa Magen-Darm-Beschwerden und Mattigkeit bei einem <a href=\"https:\/\/parasitenportal.de\/wuermer-bei-der-katze\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Befall mit Spul- oder Bandw\u00fcrmern<\/a>. Daher k\u00f6nnen infizierte Katzen wom\u00f6glich monatelang unbemerkt Wurmeier \u00fcber ihren Kot in ihrer Umgebung verbreiten. Doch selbst, wenn man mit einem Verdacht auf W\u00fcrmer in die Tierarztpraxis geht, wird die Infektion nicht immer bemerkt: Ein Standardtest in der Diagnostik (Fecal-Flotation-Test) erkennt beispielsweise nur etwa 3 von 4 tats\u00e4chlichen Wurminfektionen bei Katzen. Das liegt unter anderem daran, dass W\u00fcrmer nur in unregelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden Eier in den Katzenkot absondern. Insbesondere Bandw\u00fcrmer sind schwer zu diagnostizieren, da die Bandwurmglieder aktiv aus dem After auswandern und sich daher h\u00e4ufig nicht in der Kotprobe finden lassen. Die Gefahr: Unerkannt und unbehandelt k\u00f6nnen W\u00fcrmer die Gesundheit von Katzen und Menschen gef\u00e4hrden.<\/p>\n<p><strong>Ein Risiko f\u00fcr die ganze Familie<\/strong><\/p>\n<p>Durch ihre nat\u00fcrliche Lebensweise begegnen gerade Freig\u00e4nger-Katzen besonders vielen Parasiten: <a href=\"https:\/\/parasitenportal.de\/bandwuermer-katze-risiko-steigt-mit-der-maeusejagd\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Sie lauern bei der M\u00e4usejagd<\/a> oder in der Erde und machen selbst vor Wohnungskatzen nicht halt. So gelangen Wurmeier mitunter an Schuhsohlen klebend in die Wohnung und k\u00f6nnen so selbst Hauskatzen infizieren. Selbst kommerzielle Blumenerde kann Wurmeier enthalten und damit ein Infektionsrisiko sein.<\/p>\n<p>Es ist also nicht m\u00f6glich, den Kontakt zu den Schmarotzern vollst\u00e4ndig zu unterbinden. Um ihre Katze trotzdem gesund zu halten und die Ausbreitung der Parasiten in der Umwelt zu verringern, sollten Sie fr\u00fchzeitig einem Befall vorbeugen und behandeln. Von einer gut behandelten Katze geht zudem keine Gefahr f\u00fcr Frauchen und Herrchen aus \u2013 einige Parasiten k\u00f6nnen n\u00e4mlich auch auf den Menschen \u00fcbergehen und Infektionskrankheiten ausl\u00f6sen, sogenannte Zoonosen. Wer seine Katze sch\u00fctzt, sch\u00fctzt also auch sich selbst.<\/p>\n<p>\u00ad<br \/>\n\u00ad<strong>Endo- und Ektoparasiten bei der Katze gleichzeitig behandeln<\/strong><\/p>\n<p>Die Autoren der Studie \u00fcber Multiparasitismus bei der Katze raten angesichts des Krankheitsrisikos f\u00fcr Katzen und ihre Halter zu einer effektiven und regelm\u00e4\u00dfigen Behandlung gegen Parasiten. Laut der Studie ist es besonders sinnvoll, Endo- und Ektoparasiten gleichzeitig zu behandeln, um gegen m\u00f6gliche Mehrfachinfektionen vorzugehen. Einfach und stressfrei l\u00e4sst sich dies <a href=\"https:\/\/parasitenportal.de\/behandlung-gegen-parasiten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">mit Kombipr\u00e4paraten l\u00f6sen<\/a>: Einige Spot-ons bek\u00e4mpfen beispielsweise Fl\u00f6he, Zecken, Milben sowie Rund- und Bandw\u00fcrmer bei Katzen gleichzeitig.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/parasitenportal.de\/multiparasitismus-7-katzenleben-und-noch-mehr-parasiten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Parasitenportal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Katzen fallen in das \u201eBeuteschema\u201c einer ganzen Reihe von Parasiten: W\u00fcrmer aller Art, Zecken, Milben und Fl\u00f6he. Hinzu kommt, dass ein Befall oft nicht direkt entdeckt und behandelt wird, sodass die Katze anf\u00e4llig f\u00fcr weitere Schmarotzer bleibt. 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