{"id":10622,"date":"2021-09-27T08:00:10","date_gmt":"2021-09-27T06:00:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.katzen.de\/magazin\/?p=10622"},"modified":"2021-09-28T11:40:17","modified_gmt":"2021-09-28T09:40:17","slug":"kein-spass-cannabis-und-co-fuer-hund-und-katze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/kein-spass-cannabis-und-co-fuer-hund-und-katze\/","title":{"rendered":"Kein Spa\u00df &#8211; Cannabis und Co. f\u00fcr Hund und Katze"},"content":{"rendered":"<p><strong>Sei es aus Bl\u00f6delei oder einfach nur aus Dummheit \u2013 immer wieder werden Haustiere in Tierarztpraxen nach dem Konsum von Rauschmitteln vorgestellt.<\/strong><\/p>\n<p>\u201eManchen Tieren werden von den Besitzern absichtlich Drogen verabreicht, um mal zu testen, wie das Haustier auf das Rauschmittel reagiert, die anderen fressen aus Versehen Haschisch oder anderes Zeug, das irgendwo rumliegt\u201c, beschreibt Frau Dr. Tina H\u00f6lscher, Tier\u00e4rztin von aktion tier e.V., die verschiedenen Szenarien, wie Marihuana und Co. in den Tierk\u00f6rper gelangen. Schon das Anpusten durch den Tierhalter mit THC-haltigem Rauch beim Inhalieren eines Joints f\u00fchrt bei Vierbeinern zu Symptomen einer Cannabisintoxikation.<\/p>\n<p>\u201eVor allem Hunde haben im Vergleich zum Menschen eine h\u00f6here Anzahl Cannaboid-Rezeptoren im Gehirn, was vermutlich die h\u00f6here Empfindlichkeit gegen\u00fcber THC &#8211; dem Wirkstoff von Marihuana &#8211; erkl\u00e4rt\u201c, so die Veterin\u00e4rin. Die daraus resultierenden Symptome reichen von Erbrechen und Durchfall \u00fcber Bewegungsst\u00f6rungen bis hin zu unkontrollierten Panikanf\u00e4llen oder auch Aggressionen. Bei entsprechender Dosis kann es zu komat\u00f6sen Zust\u00e4nden kommen. Nur Todesf\u00e4lle treten in aller Regel eher nicht auf.<\/p>\n<p>Ist das Toxin erst im K\u00f6rper, kann nur symptomatisch behandelt werden. Liegt der orale Konsum ein bis zwei Stunden zur\u00fcck, gibt der Tierarzt ein Medikament, das Erbrechen ausl\u00f6st und den Tierk\u00f6rper damit vom Gift befreit. Wenn die Aufnahme der toxischen Substanzen weiter in der Vergangenheit stattfand, hilft Aktivkohle, wodurch m\u00f6glichst wenig Stoff aus dem Darm in den K\u00f6rper gelangt. Lipid-Infusionen binden die Gifte und f\u00fchren zu schnellerer Ausscheidung. Nach 30 Stunden hat etwa die H\u00e4lfte der Substanzen den K\u00f6rper verlassen.<\/p>\n<p>\u201eWenn Menschen Drogen konsumieren, ist das deren Entscheidung. Sie seinem Tier einzufl\u00f6\u00dfen ist ein Unding. Schlie\u00dflich hat der Vierbeiner keine Ahnung, was vor sich geht, wenn der Rausch einsetzt. So etwas ist nicht lustig, sondern einfach nur gemein und unverantwortlich\u201c, kritisiert Frau Dr. H\u00f6lscher scharf.<\/p>\n<p>Beobachten Tierfreunde derartige Vorf\u00e4lle in ihrem Umfeld, und lassen sich die Verantwortlichen von ihrem Tun nicht durch gutes Zureden abbringen, k\u00f6nnen Beobachter &#8211; auch anonym &#8211; beim Veterin\u00e4ramt Anzeige erstatten.<\/p>\n<p>Weitere Informationen bei:<\/p>\n<p>aktion tier e.V.<br \/>\nDr. med. vet. Tina H\u00f6lscher<br \/>\nMobil: +49 177 2451198<br \/>\nE-Mail: tierarzt@aktiontier.org<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sei es aus Bl\u00f6delei oder einfach nur aus Dummheit \u2013 immer wieder werden Haustiere in Tierarztpraxen nach dem Konsum von Rauschmitteln vorgestellt. \u201eManchen Tieren werden von den Besitzern absichtlich Drogen verabreicht, um mal zu testen, wie das Haustier auf das Rauschmittel reagiert, die anderen fressen aus Versehen Haschisch oder anderes Zeug, das irgendwo rumliegt\u201c, beschreibt&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":10624,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[451],"tags":[601,724,414],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10622"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10622"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10622\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10625,"href":"https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10622\/revisions\/10625"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/10624"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10622"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10622"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.katzen.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10622"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}