Katzen auf Freigang – PETA-Expertin gibt Tipps für ein sicheres Gartenvergnügen

   Katzen auf Freigang – PETA-Expertin gibt Tipps für ein sicheres Gartenvergnügen

Katzenglück in der Natur: Katzen sind bundesweit die beliebtesten tierischen Mitbewohner – rund 13,4 Millionen Stubentiger leben in deutschen Haushalte. Zahlreiche Katzenfreunde ermöglichen ihren Tieren Freigang und Ausflüge in den Garten – doch aufgepasst, es lauern Risiken, die Katzenhaltern oft nicht bewusst sind. Jana Hoger, Fachreferentin für Tierische Mitbewohner bei PETA, verrät die klassischen Gefahrenquellen und gibt Tipps, wie Tierhalter ihre Katzen unbesorgt umherstreifen lassen können.

„Viele Katzen lieben es, den Garten zu erkunden. Damit sie dabei so sicher wie möglich sind, gibt es einiges zu beachten“, so Jana Hoger. „Wichtig ist es, alles so abzusichern, dass sich eine Katze weder verletzen noch vergiften kann. Auch die fachgerechte Abdeckung von Wasserflächen kann lebensrettend sein.“

So wird der Garten katzensicher:

  • Regentonnen stets abdecken. Katzen können hineinfallen und ertrinken, wenn sie keine Möglichkeit finden, an den glatten Wänden wieder herauszuklettern. Das gilt ebenso für Swimmingpools mit hohem Rand: Hier sollte zusätzlich zur obligatorischen Abdeckung ein Holzbrett oder eine andere Ausstiegshilfe am Beckenrand angebracht werden, über die sich die Tiere retten können.
  • Dünger und Pflanzenschutzmittel sind giftig für Katzen. Viele Katzen trinken gerne abgestandenes Wasser aus Gießkannen,daher ist es lebenswichtig, niemals mit Düngemittel versetztes Gießwasser offen stehen zu lassen.
  • Sommerzeit ist Grillzeit. Feueranzünder sind für Tiere oftmals verlockend, dabei allerdings hochgiftig. Daher sollten Grillanzünder stets verschlossen und an einem sicheren Ort aufbewahrt werden. Außerdem ist es wichtig, einen heißen Grill nicht unbeaufsichtigt zu lassen – Katzen können sich daran leicht Verbrennungen zuziehen. Tipps zu tierfreundlichem Grillen gibt es hier.
  • Giftige Stoffe wie Öle, Farben, Frostschutzmittel und ähnliche Substanzenmüssen sicher und verschlossen verwahrt und Überreste umgehend aus dem Garten entfernt werden. Katzenkönnen sich bereits vergiften, wenn siehineintretenund sich anschließend die Pfoten sauber lecken. Schneckenkorn, Mäuse- und Rattengift gehören grundsätzlich nicht in einen tierfreundlichen Garten, denn an den hochgiftigen Substanzen können Tiere qualvoll sterben.
  • Auch viele Gartenpflanzen sind für tierische Mitbewohner giftig. Dazu gehören unter anderem Rhododendron, Hyazinthen, Buchsbaum, Osterglocken und Maiglöckchen. Katzenfreunde entscheiden sich am besten für eine tierfreundliche Begrünung. Auf PETA.de/Giftige-Zimmerpflanzen finden Tierfreunde eine Übersicht der 20 häufigsten Giftpflanzen.
  • Verantwortliche Katzenfreunde zäunen einen Teil des Gartens oder auch das gesamte Grundstück ein, um ihre Lieblinge vor dem Straßenverkehr, Tierquälern oder Jägern zu schützen. Wichtig: Der Zaun muss mindestens 1,80 m hoch sein und über einen Überkletterungsschutz verfügen. Dies kann ein etwa 50 cm breiter und nach innen gerichteter Zaunabschnitt, ein Plexiglasrand oder ein Katzennetz sein. Denn Katzen sind wahre Akrobaten. Ein Blick ins Internet zeigt die vielen Möglichkeiten, die auch mit bereits vorhandenen Zäunen sehr gut und ansehnlich kombiniert werden können.
  • Das Baumaterial zur Absicherung eines Freiluftbereiches sollte stabil und feinmaschig sein. Es empfiehlt sich, ein speziell für Katzen entwickeltes Netz zu wählen. Für die Maschengröße eines Zauns gilt: Wo der Kopf hindurch passt, kann auch der restliche Körper nachgezogen werden. Schön ist es, wenn die Katze das Gehege nutzen kann, wann immer sie möchte. So manch geschickter Katzenfreund hat zu diesem Zweck schon kreative Tunnelsysteme gebaut – im Internet finden Tierhalter tolle Anregungen.

PETA möchte auch Gartenbesitzer, die nicht mit einer Katze zusammenleben, dazu anregen, ihren Garten katzensicher zu gestalten. Die Samtpfoten verlassen auf einem Freigang gerne das eigene Revier und streifen durch angrenzende Anlagen. Daher wäre es wünschenswert, dass sie ihren Ausflug auch dort sicher und gefahrenfrei genießen können.

Wichtig: Jede Katze, die Freigang genießen darf, muss kastriert sein, um der Katzenüberpopulation entgegenzuwirken. Zudem sollte jede Katze mit einem Mikrochip oder einer Tätowierung im Ohr versehen und bei einem Heimtierregister wie „Tasso“ oder „Findefix“ registriert sein. Verläuft sich der tierische Mitbewohner, lässt sich so schnell und unkompliziert der Halter rückermitteln.

Weitere Informationen:

PETA.de/Heimtiere
PETA.de/Themen/Service
PETA50plus.de/Freigaenger-Katzen-in-Sicherheit/
PETA.de/Katzenkastration

Über PETA:
PETA Deutschland e.V. ist mit über einer Million Unterstützern die größte Tierrechtsorganisation des Landes und setzt sich durch Aufdecken von Tierquälerei, Aufklärung der Öffentlichkeit und Veränderung der Lebensweise dafür ein, jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen.

Kontakt:
Judith Stich
+49 30 68 32 666 04
JudithS@peta.de
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