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zu den Züchtern

Tiffany

Einführung
Die Herkunft der Tiffany ist mit einem Geheimnis verknüpft. Zu Beginn steht ein Pärchen mit goldenen Augen und schokoladenfarbenem, langen Fell unbekannten Ursprungs. Die Züchterin Jennie Robinson aus New York hatte es 1967 bei einem Grundstücksverkauf erworben. Kater Thomas war etwas mehr als ein Jahr alt, Shirley mindestens sechs Monate jünger. Wahrscheinlich kamen sie von zwei verschiedenen Würfen der selben Eltern.

Zwei Jahre später (im Mai 1969) bekam Shirley das erst mal Nachwuchs von dem Kater Thomas. Überraschenderweise hatten alle sechs Katzenkinder das gleiche schokoladenbraune Fell, was eine Weiterzüchtung nahe legte. Anfang der Siebziger wurden die Tiere aus dieser Abstammungslinie von dem amerikanischen Verband ACA unter der Bezeichnung „Foreign Longhair“ registriert.

Dann nahm die Geschichte dieser Rasse eine ungewöhnliche Wendung: Die aus Florida stammende, für Burmazucht bekannte Züchterin Sigyn Lund erwarb einige Robinsonkätzchen. Sie wurde eine neue Kapazität für die „Foreign Longhair“ und gab der Rasse den Namen Tiffany – nach einem Theater in Los Angeles. Dieser Name sollte die besondere Eleganz der Rasse zum Ausdruck bringen und war dazu sicherlich besser geeignet, als die alte, farblose Bezeichnung. Da die Umstände der Herkunft der Kätzchen mysteriös und vielen Leute unbekannt waren, nahmen sie an, dass die schönen Tiere eine Langhaarvariante der Lundschen Burmazucht seien. Und so nahm die Legende von der „langhaarigen Burma“ ihren Lauf.

Jeder Autor übernahm den Irrtum, die amerikanische Tiffany sei eine langhaarige Burma. Erst vor kurzem, 1995, war zu lesen: „Tiffany – diese neue Rasse, Ergebnis einer Kreuzung von Burma und Perser, wurde in den USA gezüchtet.“ Und in einer anderen Quelle heißt es, die Rasse entstamme „einer Kreuzung der Burma mit einer gleichmäßig langhaarigen Katze“. In einer weiteren Quelle ist zu lesen: „Die Tiffany wurde in Amerika aus langhaarigen Tieren gezüchtet, die in Würfen ganz normaler Burmakatzen auftauchten.“ Dieser Irrtum wurde häufig wiederholt, bis er für wahr gehalten wurde. Nur in einer einzelnen Veröffentlichung der letzten Jahre (in einem kleinen Katzenbuch von David Burn und Chris Bell) heißt es: “Belege für die wahre Herkunft der amerikanischen Tiffany scheinen verloren gegangen zu sein [...] Zwar ist das Braun der Burma die häufigste Fellfarbe der Tiffany, aber das Gen, das sie hervorruft, ist ein anderes als bei jener. Inzwischen bestehen Zweifel, ob diese amerikanische Züchtung überhaupt Burmakatzen als Vorfahren hat.“ So ist es.

Wie zu Beginn dargelegt, muss der Ursprung der Katzen im Dunkeln bleiben. Fest steht nur, dass die Rasse mit zwei unbekannten braunen Katzen in New York begann. Das Durcheinander wurde jedoch größer, als britische Züchter in den Achtzigern auf der Suche nach Variationen der neuen Burmilla zufällig eine langhaarige braune Katzen schufen. Sie hatte tatsächlich Blut der Burma in sich. Zu Anfang wurde sie „Asian Longhair“ genannt, doch später nahm man fälschlicherweise an, die Tiffany sei eine langhaarige Burma. Man wollte ihr den selben Namen geben. Glücklicherweise war das nicht möglich, da „Tiffany“ bereits vergeben war.

Um die Verwandtschaft zur amerikanischen Rasse deutlich zu machen, nannte man die britische Langhaar Tiffanie. Doch auch damit war das Chaos noch nicht beendet. Denn inzwischen hatte sich in Kanada eine genauso mysteriöse Geschichte, wie jene 1973 in New York, ereignet: 1973 spazierte eine schwangere, goldäugige, langhaarige und schokoladenbraune Katze in das Haus eines kanadischen Landbesitzers und schenkte ihm umgehend einen Wurf kleiner Kätzchen, die ihrer Mutter stark ähnelten. Kanadische Züchter kauften einige dieser Kätzchen und begannen mit der Zucht. Zusammen mit der Hilfe von amerikanischen Züchtern konnten sie den Fortbestand der Tiffany retten. Doch mittlerweile war auch die Nachricht der britischen Tiffanie angekommen.

Um weitere Verwirrungen zu vermeiden, sollte die nordamerikanische Züchtung einen neuen Namen erhalten: Chantilly. Doch die Welt der Katzenzüchter ist nicht so einfach. Einige Verbände akzeptierten den neuen Namen, andere blieben bei Tiffany, wieder andere wollten kein Risiko eingehen und entschieden sich für den Kompromiss: Chantilly/Tiffany.

Erscheinungsbild
Die Tiffany ist mittelgroß und hat goldgelbe Augen, ein prächtiges, glänzendes Fell mit langen, seidigen Haaren. Sie hat eine ausgeprägte Halskrause und einen buschigen Schwanz.

Temperament
Die Tiffany gilt als anhänglich, zutraulich, sanft, treu, gesellig, neugierig, extrovertiert und äußerst freundlich.

Farbschläge
Die eigentliche Farbe der Tiffany ist ein dunkles braun. Doch inzwischen gibt es schon eine Reihe von Abweichungen: darunter Blau, Zimt, Lavendel und Beige. Sowohl einfarbig als auch mit Tabby-zeichnungen.







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