Einführung Bei Rodungsarbeiten in einer Höhle unter einem abgestorbenem Busch wurde 1977 eine weibliche Katze mit einem Wurf Kätzchen gefunden. Die Besitzerin des Landes, die Künstlerin Jeni Slater, untersuchte die Tiere und fand heraus, dass alle von ihnen ungewöhnlich gezeichnet waren. Sie nahm ein männliches und ein weibliches Kätzchen mit nach Hause, zog sie mit der Flasche groß und begann später mit der Zucht. Da die Kätzchen ohne Probleme zahm wurden, handelte es sich wohl eher nicht um Wildkatzen, sondern eher um verwilderte Hauskatzen. Außergewöhnlicher weise wurde seit 1977 kein weiteres Exemplar dieser Katze entdeckt. Es ist wahrscheinlich, dass die Sokoke-Katzen eine sehr beschränkte Erscheinung waren. Vielleicht waren einige Hauskatzen ihren Besitzern entwischt und bildeten mit ihrem Nachwuchs eine kleine Population, in der es irgendwann zu einer spontanen Mutation kam. Als die dänische Katzenfreundin Gloria Moldrup Jeni Slater in Afrika besuchte, bekam sie ein Katzenpärchen geschenkt, das sie mit nach Dänemark nahm. Dort wurden die beiden Katzen auf der JYYRAK-Show in Odense ausgestellt. Mit ihnen begann die Sokoke-Zucht in Europa. Jeni Slater lehnte es übrigens wegen der sechsmonatigen Quarantänezeit ab, auch nur eine von ihren Katzen nach Großbritannien zu schicken.
Erscheinungsbild Die Sokoke-Wildkatze hat eine so genannte Afrikanische Tabbyzeichnung, um es von anderen Mustern zu unterscheiden. Es ähnelt dem klassischen gestromten Tabby, allerdings sieht es eher wie eine Holzmaserung aus. Pat Turner hat die Besonderheiten beschrieben: „Die Unterschiede liegen wirklich nur in der Art der austernförmigen Zeichnung, was leicht auf die Veränderung eines oder mehrerer Gene zurück geführt werden kann, wodurch sich der Mittelfleck ausdehnt. Den Rest der Zeichnung gibt es auch bei anderen gestromten Rassen mit Haubenbändern, Lidstrichen, Halsketten (Ratsherrenketten), Schmetterlingen und schwarzen Punkten an den Schnurrhaarwurzeln.“ Die Sokoke-Waldkatze hat einen eleganten, schlanken Körper mit einem langen, spitzen Schwanz, wie man es bei einer in den Tropen lebenden Katze auch erwarten kann.