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Preis: EUR 6,00
Stand: 02.09.2010
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zu den Züchtern

Ägyptische Mau

Einführung
Die Ägyptische Mau hat zwei verschiedene Ursprünge:
  1. In den Sechzigern startete die Engländerin Angela Sayer ein Zuchtprogramm mit dem Ziel, die Katze der Pharaonenzeit wieder zu erschaffen. Das Äußere dieser Katze ist bekannt, denn sie wurde seit dem 2. Jahrtausend v. Chr. auf Wandmalereien dargestellt. Es handelt sich um eine Katze mit langen Beinen, einem schlanken Körperbau, großen Ohren und einem Fell, dessen Muster zwischen Streifen und Tupfen liegt. Diese Zeichnung ist manchmal nicht nur am Rumpf, sondern auch an den Beinen, am Schwanz und sogar an den Ohren. In einigen Fällen sind die kurzen Streifen zu Tupfen geformt, in anderen sind sie zu durchgehenden Bändern verändert. Allerdings bleiben diese Extreme eine Ausnahme. Die übliche Form sind die Tupfen oder die verkürzten Streifen. Die altägyptische Katze sieht also wie eine getigerte oder getupfte Siam aus. Und genau das wollte Angela Sayer züchten. Diese Idee entstand, als man Siam mit Tabbypoints züchtete und dabei einige Exemplare auftraten, die überall am Körper kurze Streifen hatten. Sie wurden von der Siamzucht ausgeschlossen. Doch dann beschloss Angela Sayer mit dem ausgeschlossenen Exemplaren eine neue Rasse zu züchten. Sie kreuzte sie mit Siam und Havanna und konnte am Anfange der Siebziger das Zuchtprojekt abschließen. Bereits vorher war der Versuch gemacht worden, die altägyptische Katze wieder zu erschaffen. Diese Linie sollte schließlich das Sayer-Projekt in den Schatten stellen. Diese Linie konnte den Namen Ägyptische Mauexklusiv für sich gewinnen.
  2. Eine russische Großfürstin (Natalie Troubetskoy) die im Exil in Rom lebte lernte 1953 beim ägyptischen Botschafter in Italien ein Katzenpärchen kennen, von dem sie hingerissen war. Die beiden Katzen (eine weibliche Silber und eine männliche Smoke) wurden als Maskottchen gehalten. Die weibliche Katze war außerdem sterilisiert, so dass sie als Zuchttier gar nicht in Frage kam. Jedoch gelang es der Großfürstin mit Hilfe des Botschafters ein gleiches Tier aus Kairo zu bekommen.
    Das weibliche Silberkätzchen, das den Namen Baba erhielt, wurde mit Geppo, dem Kater des Botschafters gepaart. Das Ergebnis waren zwei Bronzefarbene Kater (Jude und Joseph). Jude starb, doch Joseph wurde später mit seiner Mutter rückgekreuzt. Es entstand ein weibliches Kätzchen, Lisa. Baba, Joseph und Lisa waren die ersten ägyptischen Mau.
    1956 verließ die Großfürstin Italien und zog mit samt ihren Katzen in die USA. Diese drei Ägyptischen Mau begründeten die Rasse in Nordamerika. 1957 wurde Lisa hier erstmals auf einer Katzenausstellung gezeigt und zog schnell die Aufmerksamkeit auf sich. 1968 kamen die ersten Ägyptischen Mau aus dieser Abstammung auch nach England. Was den Namen anbelangt, sollte gesagt werden, das die Großfürstin sich für die Nezeichnung „Ägyptische Mau“ ausgesprochen hatte. Das arabische Wort für Katze lautet Mau. Daher wäre es unsinnig, die Tiere als Ägyptische Maukatzen zu bezeichnen, denn das hieße nichts anderes als „Ägyptische Katzenkatze“.
    Vergleicht man die Katzen aus beiden Abstammungslinien, entdeckt man die Unterschiede. Die englische Katze ist ein Farbschlag der Orientalisch Kurzhaar. Dagegen ähnelt die italienische eher eine getupften Abessiner. Komischerweise entspricht die englische Züchtung optisch eher den altägyptischen Katzen der frühen Wandmalereien.
Einige Autoren erwähnen noch eine mögliche Herkunft: 1953 soll ein Katzenpaar (Gepa und Ludol) Amerika erreicht haben. Vermutlich handelt es sich jedoch um einen Irrtum, denn es scheint so, das Gepa nur die verkürzte Form des Namen Geppo ist, welches der Name des Botschafterkaters war.

Erscheinungsbild
Die Katze mit Tupfen oder kurzen Streifen ähnelt den Katzen auf den Bildern aus dem alten Ägypten.
Es gibt zwei Arten: Eine wurde gezüchtet und die andere ist eine natürliche Rasse, die man auf den Straßen Ägyptens entdeckt hat.

Temperament
Die Ägyptische Mau gilt als ausgeglichen, ruhig, robust, scheu, lebhaft, gesund, kräftig, anhänglich, flink und intelligent. Sie soll ein gutes Gedächtnis haben und gerne an der Leine gehen.
Ursprünglich hieß es, sie sei unberechenbar, reserviert, nervös und wild. Doch nach generationenlanger selektiver Zucht hat sich ihr Wesen eindeutig verbessert.

Farbschläge
Silber (mit schwarzen Flecken), Bronze (mit dunklen braunen Flecken) und Smoke (mit tiefschwarzen Flecken)

Herr Nadja Ruchti

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