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zu den Züchtern

Abessinier

Einführung
Wahrscheinlich ist ein bizarres historisches Ereignis der Grund, dem wir die Abessinier verdanken.
In den Sechzigern des 19. Jahrhunderts schrieb der Kaiser von Abessinien, dem heutigen Äthiopien, einen Brief an Queen Victoria von Großbritannien, in dem er um ihre Hand anhielt. Natürlich bekam er keine Antwort. Darüber war der Kaiser so empört, dass er eine ganze Reihe Europäer, unter ihnen ein britischer Konsul, unter Arrest stellen ließ. Die britische Regierung reagierte eher unangemessen und schickte 32.000 Soldaten, um die Freilassung der Europäer zu bewirken. Darauf hin geriet der Kaiser in Panik und erschoss sich ausgerechnet mit der Pistole, die ihm einst Queen Victoria geschenkt hatte. Die britischen Truppen machten einem Stammesführer Geschenke und zogen wieder ab. Auf ihrem Rückweg erhielten einige Soldaten von der nun freundlich gesinnten Bevölkerung kleine Kätzchen, die sie mit nach Hause nahmen.
Gordon Stables verfasste 1874, dass die erste berühmte Abessinierkatze den Namen „Zula“ getragen habe und 1868 von der Frau des Captain Barrett-Lennard nach England gebracht worden sei. Diese Zeitangabe stimmt mit dem Ende der britisch-abessinischen Konfrontation überein. Es ist wahrscheinlich, dass sie das Tier von einem Soldaten erhalten hat.
Gestützt wird diese Version durch den Umstand, dass Zula der Name eines nordäthiopischen Hafens ist, in dem das britische Militär 1867 einen Stützpunkt errichtete.

Wegen der geographischen Nähe zu Ägypten wurden schon früh Vermutungen laut, dass die Abessinier von den heiligen Katzen Altägyptens abstammen. Zwar stimmen die Körperproportionen der Abessinier mit denen der Bronzestatuen der Katzengöttin Bastet überein, jedoch gibt es keine handfesten Beweise für diese Theorie.

Weniger romantisch ist die Vorstellung, die Abessinier sei „eher an der Themse als am Nil zu Hause“: Sie soll gegen Ende des 19. Jahrhunderts bewusst gezüchtet worden sein, indem man wiederholt Britisch Kurzhaar mit geticktem Fell zusammen gebracht habe.
Wahrscheinlich liegt die Wahrheit in der Mitte. Es könnte durchaus sein, dass nach dem kurzen Krieg mit Abessinien einige sonderbare Katzen mit Ticking nach England gebracht wurden, wo sie sorgfältig mit Britisch Kurzhaar gepaart wurden, um eine neue Rasse mit Ticking zu züchten.
Die Abessinier soll bereits 1882 als eigene Rasse anerkannt worden sein, obwohl einige Experten derben Einspruch dagegen erhoben.

1889 veröffentlichte Harrison Weir ihren Standard.
1896 wurden die ersten Abessinier im Zuchtbuch des britischen National Cat Club aufgeführt.
1907 kamen die ersten Exemplare in die USA.
1929 hat Major E. S. Woodiwiss in England den Abyssinian Cat Club gegründet. Nach einer Pause im Zweiten Weltkrieg nahm dieser 1947 wieder seine Arbeit auf. Nur knapp 12 reinrassiger Abessinier hatten die Kriegsjahre überlebt. Doch schon bald wurde die Zucht wieder aufgenommen.
1989 konnte der Verein mit einer Jubiläumsausstellung sein 60-jähriges Bestehen feiern.

Erscheinungsbild
Die Abessinier ist eine mittelgroße, muskulöse, aber dennoch schlanke Kurzhaarkatze mit dem charakteristischen Ticking des Fells: Jedes orange-braune Haar trägt mehrere dunkle Bänder, wobei die Bänder zur Haarspitze hin immer dunkler werden.
Der Kopf ist etwas keilförmig mit großen Ohren und mandelförmigen Augen, das Fell ist weich und dicht. Der Schwanz läuft in einer Spitze aus.
Vor kurzem wurde eine Langhaarvariante gezüchtet, die Somali.

Temperament
Die Abessinier gilt als flink, aufmerksam, verspielt, lebhaft, unerschrocken, ruhig, freundlich, umgänglich, energisch, anschmiegsam, sanft, anmutig, intelligent und zutraulich. Sie liebt Licht und Wärme der Sonne. Ihre Bewegungen sind geschmeidig. Sie verlangt nach Freiheit und lehnt räumliche Beschränkungen ab.

Ein Kritiker meinte, die Katze sei schwer zu halten, denn sie sei undiszipliniert, introvertiert, scheu und vorsichtig. Ein bekannter Katzenrichter erklärte hingegen: „Die ruhige, anspruchslose Abessinier verbindet alle Vorteile und hat keinen der Mängel ihrer Verwandten.“

Farbschläge
Der ursprüngliche Farbschlag wird als „wildfarben“ (ruddy) bezeichnet. Das war bis 1963 die einzig zugelassene Farbe. Dann folgten rotbraun (Sorrel) und rot (nur in den USA). Blau wurde erst 1984 zum Wettbewerb zugelassen. Bis heute kamen weitere Farben hinzu: Beige, Schildpatt (nur in den USA) und Silber (mit Ticking in allen übrigen Farben).

von Lanivet
Herr Sandra Ost
Tel.: 07152/907097
In den Ziegelwiesen 52
71229 Leonberg
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Baden-Württemberg
Grand Prix e.V.
Wir züchten Abessinier und Somalis in den Farben wildfarben und sorrel. Unsere Katzenkinder wachsen liebevoll in der Familie auf und sind an Hund, Kinder und andere Kleintiere gewöhnt.






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