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Thema: Kater kratzt und leckt sich am Hals blutig


Beitrag von: Molly10 am 07.09.2010 - 14:10 Uhr
Grüße allerseits,

ich bin neu im forum und habe versucht über die suchfunktion etwas zum obigen thema zu finden, leider war ich nicht erfolgreich, sehts mir bitte nach, falls es das thema schon gibt.

zum kater selbst:

der kater Molly ist 10 jahre alt und kastiert, hat sowohl dosenfutter als auch selbstgekochtes (hühnchen & reis usw) bekommen und auch ca 8,5 jahre ohne probleme vertragen. zudem ist er kein stubentiger, da wir auf dem land leben ist er zumindest 1x am tag draußen, im frühjahr / sommer eigtl komplett außer aus. er jagt und frisst auch mäuse.

vor 1,5 jahren hat er jedoch angefangen sich erst den rechten hinterlauf, dann den unterbauch blank zu lecken. wir sind zum TA, es gab antiboitika und antimykotika (als Tablette), diese hat der kater gut vertragen. leider haben die medikamentengaben anscheinend immer nur die symptome gelindert, aber nicht die ursachen bekämpft, denn nach 2-4 wochen waren die betreffenden stellen wieder im alten zustand.

das ganze zog sich fast 1 jahr hin, jetzt ist pfote und unterbauch abgeheilt, zu meinem entsetzten hat der kater aber jetzt angefangen innerhalb kürzester zeit den hals (auf kehlkopfhöhe) blutig zu kratzen. das ist bereits so schlimm, das z.t. regelrechte kleine löcher im Gewebe zu erkennen sind. die offene stelle am hals zieht sich seit 3 tagen jetzt beidseitig den kiefer hinauf. ein schmerzempfinden scheint der kater nicht zu haben, da er selbst in die blutenden, nässenden stellen mit voller kraft und kralle hinein kratzt.
ein pilzbefall wurde vom TA verneint, er tippt auf Allergie. ich habe dem kater jetzt hochwertiges fertigfutter und selbstgekochtes zu fressen gegeben (durchgehend seit einem halben jahr, aber änderungen sind nich ersichtlich, er fängt nach kurzer zeit wieder mit der kratzerei an.)
Er frisst normal, auch urin und kot sind (soweit überprüfbar) normal.

hat jmd von euch schonmal ähnliches erlebt bei seiner katze? ich langsam echt ratlos und auch verärgert über den TA (ist eine gemeinschaftspraxis von 3 TÄ) da ich immer nur eine symptombehandlung erkenne .

Beitrag von: Ninan am 07.09.2010 - 14:27 Uhr
erstmal willkommen im forum!

leider habe ich nicht die leiseste ahnung was deinem kater fehlen könnte.

ich verstehe deine gefühle gegenüber dem tierarzt sehr gut und würde dir empfehlen den TA zu wechseln, falls das möglich ist.

dem ganzen liegt mir sicherheit eine grunderkrankung zu grunde, die behandelt werden muss.

Beitrag von: Hexenmieze am 07.09.2010 - 14:53 Uhr
Bei einer Futtermittelallergie gibt nur eine Ausschlussdiät Aufschluss, ob überhaupt eine Allergie vorliegt und auf welche Inhaltsstoffe Katze allergisch reagiert.

An deiner Stelle würde ich mir eine zweite Meinung von einer anderen Praxis einholen und dort auch direkt mal nach möglicher Futtermittelallergie und Ausschlussdiät fragen.

Was hast du denn an Selbstgekochtem und Fertigfutter gefüttert?

Beitrag von: Pupsi-Lilly am 08.09.2010 - 11:39 Uhr
Hallo Molly,

ich habe mit meiner Katze auch mal so eine schlimme Geschichte erlebt. Bis heute wurde nicht konkret klären können, was die Ursache war. Es zog sich Monate hin, mit stationären Aufenthalt und mehreren Op's, weil es so weit ging, dass der ganze Rücken am Nackenbereich offen war, man konnte richtig auf die Muskeln gucken. Sie hat natürlich auch sehr gelitten. Mehrere Tierärzte dieser Praxis damals rieten mir dazu, sie einzuschläfern, aber ich gab den Glauben nicht auf, da die Ursache überhaupt nicht geklärt war und demnach auch nicht die Heilungschance. Es wurde dann besser, als ihr die Krallen an den Hinterpfoten gekürzt wurden und dann runde Plastikkrallen rübergeklebt wurden(die können ja nicht verletzen), klingt skuril, hat aber geholfen!! Es wurde dann auch festgestellt, dass sie eine sehr dünne Haut hat, die leicht zu verletzen ist.
Ganz wichtig ist, das ich mal einen Artikel gelesen habe, in dem genau dieses seltenen Phänomen beschrieben wurde und zwar gibt es bei Katzen die ''Krankheit'' dass manche Haare nach innen wachsen und das piekt und juckt sie dann so sehr dass sie unaufhörlich kratzen und lecken. Vielleicht kannst du danach mal googlen, denn ich weiß nicht mehr, was man dagegen tun kann.
Oft passiert sowas wie vermehrtes Kratzen und Lecken auch bei Fellwechsel, man kann zu diesen Zeiten immer schön mit einer Unterwolldrahtbürste die Katze bürsten, beugt auf jeden Fall Jucken vor. Bei mir hats geholfen und ich schneide Pupsi die Krallen bis heute regelmäßig, denn würde ich das nicht tun, hätte sie immer gleich Verletzungen bei jedem Kratzen.
Ich hoffe, du findest eine Lösung, ich kann dich nur ermutigen, nicht aufzugeben. :hug:

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