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Thema: Die besonderen Fähigkeiten der Katze


Beitrag von: mia am 03.12.2003 - 16:08 Uhr
Es kam immer wieder vor, das Menschen von bestimmten Tieren beherrscht wurden.Dabei denke ich an alle tierischen Jäger, die den Urmenschen und heute noch den Naturvölkern erheblich zusetzen können. Doch sind die Kleinen oft viel gefährlicher, etwa die Parasiten, gegen die wir oft fast hilflos sind.

Diese alle und noch viele mehr bieten dem Menschen Paroli, können ihn in seiner Lebensführung stark beeinflussen - doch von Menschendressur kann nartürlich nicht die Rede sein.

Das schafft nur ein Tier, ein kleines, fast unauffälliges, sanftes und schmusiges: DIE KATZE

Wohlgemerkt, die Hauskatze, nicht etwa Wildkatzen, Löwen oder Tiger.

Die Fähigkeit wurde den Katzen schon in den Genen verankert und in die Wiege gelegt. Besonders eine Jungkatze, die noch nicht mal eine Maus erhaschen kann, dressiert "ihre"
Menschen nach eigenen höchst bestimmten Vorstellungen und mit erstaunenswerter Perfektion.
Katzen benutzen dafür alle bekannten Lehrtechniken, die alten und die modernen, grausam und einfühlsam. Sie schrecken weder vor brutaler Gewalt noch vor sanften Schnurren zurück und wickeln dadurch ihre Menschen um ihre Pfoten.

SUBMISSIVE DOMINANZAUSÜBUNG ist sehr beliebt und wird vorallem von Katzen angewendet, die neu in den Haushalt kommen. Diese Technik ist bekannt. Es sieht alles so niedlich und harmlos aus: Vor der Tür jammert ein kleines Kätzchen.
Es ist nass, offenbar halb erfroren, hungrig und hilflos.
Zwei wunderschöne große Augen sehen dich an, das Mäulchen öffnet sich zu einem verwehenden Klagelaut.

Nartürlich lässt man es herein. Es drückt sich vorgeblich verschüchtert an den Wänden entlang und inspiziert alle Zimmer. Derweil holst du herbei, was die Speisekammer an Katzennahrung hergibt. "Wo ist eine geeignete Schüssel?" - "Wo möchte Kätzchen wohl speisen?" - "In welchen Körbchen könnte es schlafen?" - "Wo sollen wir es am besten hinstellen?"

Aus menschlicher Sicht wird dann später, wenn eine stattliche Katze auf deinem Bücherregal liegt und mit einem Schwanzzucken angedeutet, dass sie das Abendessen erwartet - aber fix! - erzählt, dass man aus reinem Mitleid ein verlassenes Tierchen aufgenommen hat. Welch ein Irrtum! Es hat unter einer Reihe williger Menschen - und wer ist angesichts eines Kätzchens nicht willig? - gerade dein Haus, die darin lebenden Menschen und das geeignete Futter ausgewählt. Dies in der beschriebenden Reihenfolge: Eignet sich der vorhandene Komfort für ein ausgefülltes Katzenleben, haben die Menschen überhaupt die richtigen charakterlichen Voraussetzungen für die Pflege einer Katze, können sie überhaupt eine Katze angemessen ernähren? Anders ausgedrückt, lohnt sich die ganze kätzische Erziehungsarbeit?

Wenn du diesen Test erfolgreich überstanden hast, beginnt die erwähnte Erziehungsarbeit der Katze. Zunächst bestimmt sie den Platz der Toilette und des Futternäpfchens. Konsequent macht sie Haufen und Pfützen auf den besten Teppich, bis du endlich begriffen hast, wo die Toilette hingehört. Das beste Futter wird verweigert, wenn ihr Näpfchen an einer ungeeigneten Stelle steht.

Bei der Futtersorte ist es noch schlimmer. Bewaffne dich mit einer Auswahl gängiger Katzenmenüs in Trocken- und Feuchtform. Das Kätzchen wird dich in geeigneter Form wissen lassen, was sie eventuell in kleinen Mengen aufzunehmen bereit ist.

Nach diesen Grundübungen beginnt die Katze mit weiteren Erziehungsmaßnahmen. Dazu gehört die Terminierung der Futters-, Schmuse-, Schlaf- und Spielstunden. Es folgt die Festlegung der Schmusezeiten und die Auswahl geeigneter menschlicher Gäste (ruhige Stimme, langsame Bewegungen, angenehmer Geruch bevorzugt), die weiterhin in ihr Haus, das nun der Katze gehört, kommen dürfen.

Ach ja, unter submissiver Dominanz versteht man also die Gewaltausübung durch scheinbare Unterwerfung: "Ich bin so klein, ich kann nur diese Futtersorte vertragen!" - "Wenn es zu laut ist, leide ich tagelang unter Appetitmangel!" - usw., usw.... (Übrigens, auch weibliche Personen beherrschen diese Technik vorzüglich)

Doch es geht auch anders!
Wenn die Menschen absolut nicht parieren und verstehen wollen, wird notfalls Gewalt angewendet. Die Katze geht zum Angriff über, kratzt und beißt.
Schon geringste menschliche Vergehen werden auf der Stelle geahndet. Die betreffenden Katzenhalter zeigen verängstigt ihre zerkratzten Unterarme und zerbissenden Waden als Zeichen, was sie alles erdulden müssen. Sie bemühen sich aber weiterhin nach Kräften, der Katze alles Recht zu machen.

Am Ende aller kätzischen Bemühungen, steht ein Mensch, der sein Heim katzengerecht eingerichtet hat und der Katze brav alle Bedürfnisse sachgerecht erfüllt. Und ein großer Gegensatz zu dressierten Tieren: Der dressieete Mensch ist mit seiner Katze glücklich und zufrieden!

Liebe Grüße, mia

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