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Thema: Fip


Beitrag von: Katinka 001 am 09.03.2008 - 01:20 Uhr
Hallo alle zusammen. War am Freitag mit meiner Katze ( 9 Monate) beim Tierartzt.Sie fraß kaum was,hatte keine Lust zum spielen und lag den ganzen Tag in ihrem Körbchen an der Heizung.Da sie vor cirka 7Wochen kastriert wurde,dachte ich zuerst es könnte davon kommen.Bis sie auf einmal so einen aufgeblähten Bauch bekam.Das alles zusammen macht mir Sorgen.Die Tierärtztin untersuchte sie.Sie hatte Fieber und miaute wenn man sie an den Bauch anfaßte.Dann bekam sie ein Kontrastmittel und ich mußte abends wieder kommen um sie röntgen zu lassen.Sie erwähnte das es evtl.FIP sein könnte.Abends dann nach dem röntgen rief sie mich ins Behandlungszimmer und zeigte mir das Röntgenbild.Sie meinte das sähe nicht gut aus und es ist entweder FIP oder etwas anderes.Dazu müßte sie Flüssigkeit aus den Bauch rausholen.Sie gab der Kleinen eine Betäubung und nach cirka 5 Minuten rief sie mich ins Behan dlungszimmer.Sie hatte eine Spritze in der Hand mit gelber Flüssigkeit und sagte das es eindeutig FIP wäre.Das es keine Heilung gibt und kein Medikament.Ichn habe den Bericht von catgirl.de gelesen.Da wird gesagt das es zu 50% auch was anderes als FIP sein kann.Würde gerne wissen ob ich noch einen anderen Tierartzt aufsuchen sollte und ob ich noch andere Untersuchungen wie Blutabnahme,Ultraschall machenlassen sollte.Ich bin mir auch sicher das meine Tierärtztin die Flüssigkeit nicht untersucht hat sondern anhand der Farbe die Diagnose gestellt hat.Sie wollte sofort einschläfern.Ich war aber so geschockt und das ging mir auch zu schnell.Kann es nicht auch sein das es eine Gebärmutterentzündung sein kann.Oder könnte es auch von der Operation sein.Weil sie erst nach der OP so verändert war.Wäre schön wenn ich eine Antwort bekäm.

Beitrag von: Rosy am 09.03.2008 - 01:53 Uhr
ich würde auf alle fälle noch eine Meinung einholen.Besonders wenn du den Eindruck hattrest ,sie hat die Flüssigkeit gar nicht untersucht.Und noch abwarten was andere User schreiben,die mit FIP schon Erfahrung hatten.
Mir kommt das auch verdächtig schnell vor.
Drücke euch ganz arg die Daumen,dass es was anderes ist.

Beitrag von: JERRY_3 am 09.03.2008 - 11:26 Uhr
Hey Katinka
Habe schon sehr oft gehört/gelesen das viele TÄ sehr schnell und gerne FIP Diagnostizieren bei vielen stellte sich dann heraus das es garnicht an dem war! Mach dir mal noch nicht allzu große Sorgen und hol dir aufjedenfall noch ne zweite Meinung ein!!!! Ich drücke dir gaaaaannnnzzz feste die Daumen!!!!!

Beitrag von: *Minnie* am 09.03.2008 - 13:24 Uhr
Hallo Kathinka,

hol dir so schnell wie möglich eine zweite Meinung ein. Ist der Erguss infektionsbedingt, braucht sie dringend Antibiotika.
Ist überhaupt eine Blutuntersuchung bzw. ein FIP-Screening gemacht worden?
Eine OP kann schon FIP herausholen, aber eben auch Entzündungen.

Beitrag von: Sandra81 am 09.03.2008 - 13:31 Uhr
Hi,

ich kenne mich mit FIP nicht so sehr gut aus, aber hier im Forum gibt es die Userin Easy, die letztes Jahr leider eine Katze wg. FIP verloren hat. Sie hat sich sehr mit dem Thema beschäftigt und kann dir ggf. ein paar Tipps geben.

Auf jeden Fall würde ich mir definitiv so schnell wie nur möglich eine zweite Meinung einholen.

Fühl dich :hug:

LG
Sandra

Beitrag von: Easy am 09.03.2008 - 14:01 Uhr
Hallo Katinka,

erstmal tut es mir leud was Du und deine kleine Maus in letzter Zeit durchmachen musstet!Es ist schon mal gut das Du dich mit dem Thema schon ein wenig eingelesen hast! Catgirly Seite ist wirklich einer der verständlichesten Seiten wegen FIP! Also ich würde dir aufjedenfall raten eine andere Meinung einzuholen und noch ein FIP-Screening machen zu lassen!

Ich möchte dir zwar nicht die Hoffnung nehmen die sollte man nie aufgeben, paar Dinge deuten zwar schon an FIP aber wie Du selber schon sagst das es auch was anderes seien kann! Und wie die anderen auch schon sagten, das manche Ärzte sehr schnell sagen das es FIP ist!

Wir selber waren in einer Tierklinik und man hat alles versucht und untersucht, daher rate ich dir nichts unversucht zu lassen!

Liebe mitfühlende drückende Grüße
Easy

Beitrag von: Katinka 001 am 10.03.2008 - 02:13 Uhr
Hallo zusammen und erstmal danke an alle für die Antworten, die Aussage der Tierärztin,das war schon ein Schock am Freitag Abend und da die Kleine wegen der Punktur leicht betäubt wurde war das auch kein schöner Anblick. Mit der Tierärztin wurde ein tel. Rückruf am Samstag vereinbart und ich konnte mir bei ihr Antibiotika "Chloromycetin" abholen damit das Fieber nicht ansteigt bzw. sinkt, eine Antibiotikaspritze hatte die Kleine am Freitagvormittag auch schon bekommen. Die Tierärztin meinte am Samstag noch, wir sollen uns ein paar schöne Tage machen ... und dann halt wiederkommen wenn es schlechter wird.
Habe dann am Samstag hier geschrieben und im Internet Infos gesucht, .... .
Der kleinen geht es nach wie vor nicht gut, das Wasser welches abgesaugt wurde lindert wohl ein wenig ; Sie schläft viel, geht aber aufs Klo und in die Küche und frißt selbständig wenn leider auch nicht viel, wir geben jetzt zweimal am Tag Antibiotika, ist aber auch nicht leicht einzugeben da Sie sich dagegen sträubt. Gestern am Sonntag war Sie ein wenig inder Wohnung gelaufen und auf´m Balkon und hat auch wieder viel geschlafen; gut gings ihr natürlich nicht aber jetzt nicht so akut. Wollte ihr dann denn Streß nicht zumuten direkt so kurz aufeinander zu einem anderen Tierarzt zu fahren , weil halbe Stunde Fahrt hin usw. usw..., Wir werden dann am Montag Morgen bzw gleich zu einem Tierarzt fahren bei dem Sie versorgt wurde (Impfung) nachdem wir Sie aus dem Tierheim bekommen haben. Ist jetzt ein dreiviertel Jahr alt die Kleine, auch noch nicht besonders groß. Haben uns denn ganzen Tag um Sie gekümmert und ich hoffe das Sie denn Sonntag ein wenig besser hatte als diesen Freitag, wenn ich jetzt auch nicht von "genießen" oder einen Schönen Tag reden möchte.
Aber gleich gehts dann wieder zum Arzt. Vielleicht ist es ja eine bakterielle Entzündung?, Nachwirkungen von der Kastration vor einigen Wochen?
Habe mir Notizen gemacht was gemacht werden soll, Rivalta Probe am Punktat, Blutbild,
Habe natürlich Angst was dieser Artzt jetzt sagt, bin hin und hergerissen zwischen Hoffnung und Verzweiflung,

Beitrag von: mikeydouglas am 10.03.2008 - 08:02 Uhr
Hallo Katinka,

ich drücke Euch die Daumen, daß Ihr heute einen super Tierarzt antrefft, der kompetent ist und, vielleicht Euch sogar Hoffnung machen kann.

LG

Beitrag von: Rosy am 10.03.2008 - 15:14 Uhr
Katinka-wünsche dem Kleinen und dir alles Gute für den TA Besuch

Beitrag von: TinaFÜ am 11.03.2008 - 08:26 Uhr
Schon wieder so ein oberschlauer Tierarzt der meint er könne per Kristallkugel Diagnosen stellen... ich möchte nicht wissen wieviele Katzen solchen Doktores zum Opfer fallen, die eine reelle Chance mit dem richtigen Antibiotikum gehabt hätten.

Auf jeden Fall gut, dass Du sie erst mal wieder mitgenommen hast.

Die richtige Diagnose muss her und zwar schnell, denn keine Ursache die einen Bauchhöhlenerguß ergibt ist auf die leichte Schulter zu nehmen. Punktat eignet sich am besten, die Rivalta-Probe gibt erste Hinweise - im positiven Fall müssen aber noch Tumore und eine bakterielle Infektion ausgeschlossen werden. Sicher ist auch der IFT in Gießen - wenn der Tierarzt ihn nicht kennt soll er da anrufen und fragen was zu tun ist. Einen guten Überblick über eventuelle Entartungen erhält man durch einen sorgfältigen Ultraschall, vor allem Leber Niere, Milz und der Bereich der vergangenen OP sind zu beachten. Weitere Hinweise bekommt man evt. durch das FIP-Screening.

Und noch etwas: Ob es einem schwerkranken Tier guttut betäubt zu werden...?

Erst wenn der IFT FIP ergibt oder mehrere Dinge auf FIP hindeuten und anderes Ausgeschlossen werden kann... dann ist leider nicht mehr zu helfen. Aber eine 50/50-Chance ist wenigstens etwas.

Viel Glück!

Grüße
Tina

Beitrag von: Coco&Chanel am 18.12.2008 - 11:02 Uhr
Hallo zusammen,

eine entfernte Nachbarin hat mich heute informiert, dass ihr Katzer FIP hatte und eingeschläfert werden musste.

Der Kater stand des öfteren im Sommer/Herbst mal vor unserer Tür. Unsere (kastrierten) Katzen mochten ihn jedoch nicht und haben ihn meines Wissens immer gemieden.

Jetzt die Frage, wie hoch die Ansteckungsgefahr wohl gewesen sein kann? Ich habe natürlich jetzt etwas Angst, da FIP ja durch Tröpfchen infiziert wird.

Ich hoffe, ihr könnt mich da jetzt etwas beruhigen...


„Dass einmal das Wort Tierschutz geschaffen werden musste, ist eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung.“ (Theodor Heuss)
[URL=http://img104.imageshack.us/my.php?image=foto347fy4.jpg]http://img104.imageshack.us/img104/5772/foto347fy4.th.jpg
Simone mit Coco und Chanel

Beitrag von: gizmo-x am 18.12.2008 - 15:55 Uhr
Habe gelesen daß 90% der Katzen den Coronavirus haben aber nur 10% daran sterben.
Es gibt Katzen die eine erbliche Veranlagung für FiP haben. Und bei diesen Katzen nach dem Virus Kontakt FIP ausbricht.

Beitrag von: *Minnie* am 18.12.2008 - 16:21 Uhr
Zitat: Original von Coco&Chanel
Jetzt die Frage, wie hoch die Ansteckungsgefahr wohl gewesen sein kann? Ich habe natürlich jetzt etwas Angst, da FIP ja durch Tröpfchen infiziert wird.

Ich hoffe, ihr könnt mich da jetzt etwas beruhigen...


Um FIP zu übertragen, müsste man einer Katze infizierte Bauchflüssigkeit injizieren. Ansonsten ist FIP nicht ansteckend, da die eigentlich harmlosen Coronaviren erst in der Katze mutieren und noch nie eine direkte Ausscheidung der mutierten Viren festgestellt werden konnte. Die Bezeichnung "Feline Infektiöse Peritonitis" ist also irreführend, sie stammt noch aus der Zeit, als man von zwei verschiedenen Virenarten ausging.

Das Coronavirus mutiert in den seltensten Fällen und es sind auch noch nicht alle Faktoren, die eine Mutation auslösen, vollständig erforscht. Es scheint aber recht klar zu sein, dass außer dem Alter und Stress eine gewisse genetische Veranlagung mit im Spiel ist.

Also nochmal: FIP ist nicht ansteckend!!!!

Beitrag von: Coco&Chanel am 19.12.2008 - 10:56 Uhr
Vielen Dank für die Aufklärung. Das beruhigt mich zu lesen.



„Dass einmal das Wort Tierschutz geschaffen werden musste, ist eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung.“ (Theodor Heuss)
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Simone mit Coco und Chanel

Beitrag von: *Minnie* am 19.12.2008 - 11:47 Uhr
Zitat: Original von gizmo-x
Habe gelesen daß 90% der Katzen den Coronavirus haben aber nur 10% daran sterben.


Und nicht jede Ursache eines Bauchhöhlenergusses wird richtig diagnostiziert, mit der Ursache FIP ist man schnell zur Hand bzw. wird nur in den seltensen Fällen die FIP einwandfrei festgestellt, weil man auf den nötigen indirekten Erregernachweis per IFT oder auf eine Obduktion verzichtet. Das drückt die Zahl der an FIP-erkrankten Katzen nochmal.

Zitat: Original von gizmo-x
Es gibt Katzen die eine erbliche Veranlagung für FiP haben. Und bei diesen Katzen nach dem Virus Kontakt FIP ausbricht.


Ich denke nicht, dass es alleine der erbliche Faktor ist. Bei einem Versuch über die Wirksamkeit des Impfstoffes Primucell FIP wurden geimpfte und ungeimpfte Kitten absichtlich mit Corona infiziert. Außer dem katastrophalen Ergebnis bezüglich der Wirksamkeit des Impfstoffes entwickelten schon recht viele eine FIP. Ich denke, daraus kann man schließen, dass sowohl Alter, Stress, Neu- und Reinfektion und noch ein paar andere Faktoren auch eine Rolle spielen.

Einzig allein richtig ist, dass eine Katze, die sich nie mit Corona infiziert, auch nie eine FIP entwickeln kann. Das sind aber die wenigstens Katzen, der Großteil ist schon mit Corona infiziert oder hatte mindestens einmal im Leben Kontakt mit Corona.

Beitrag von: gizmo-x am 19.12.2008 - 19:56 Uhr
Hab das nur so gelesen in einen Katzenbuch. Die Autorin züchtet selber Katzen und hat das beobachtet das in manchen Linien oft FIP vorkommt und in anderen nicht. Also ist vieleicht möglich eine erbliche Veranlagung.
Bei Hauskatzen geht das schlecht weil man nicht mit bekommt wenn die Eltern, Geschwister oder sonstige Verwandte FIP bekommen. Bei Rassekatzen hat man da mehr Überblick.

Beitrag von: *Minnie* am 20.12.2008 - 15:28 Uhr
Zitat: Original von gizmo-x
Hab das nur so gelesen in einen Katzenbuch. Die Autorin züchtet selber Katzen und hat das beobachtet das in manchen Linien oft FIP vorkommt und in anderen nicht. Also ist vieleicht möglich eine erbliche Veranlagung.


Ich schließe eine erbliche Veranlagung auch nicht aus. Ich habe aber auch schon Aussagen gehört, nach denen FIP eine reine Erbkrankheit ist und das kann ich auch nicht so recht glauben. Ich denke eher, dass eine erbliche Veranlagung die Mutation begünstigen kann, genauso wie bei anderen Krankheiten auch. Es ist einfach zu wenig erforscht, um eine klare Aussage treffen zu können, aber vielleicht weiß man in einigen Jahren mehr.

Beitrag von: gizmo-x am 20.12.2008 - 17:31 Uhr
FIP Info

http://www.dr-addie.com/German/indexgr.html

Beitrag von: *Minnie* am 21.12.2008 - 14:25 Uhr
Ziemlich widersprüchlich, das Ganze, vor allem, weil dort die Impfung befürwortet wird.

Zitat:
Primucell, ein Produkt von Pfizer, ist weltweit der einzige Impfstoff gegen FIP auf dem Markt. Primucell ist ein temperaturempfindliches mutiertes Felines Coronarvirus, das intranasal verabreicht wird


Da fängt es schon an. Der Impfstoff ist sehr temperaturempfindlich, weswegen er nur intranasal verabreicht werden kann. Nur haben viele Katzen durch die Aufregung des TA-Besuches zu warme Nasenschleimhäute, was den Impfstoff gleich zerstören kann. Das funktioniert wohl nur unter Laborbedingungen einigermassen.


Zitat:
Primucell verhindert FIP bei 50 – 75% aller Katzen, die es sonst bekommen hätten,


Wie jetzt? Eine Vorraussage, welche Katzen nun FIP bekommen hätten, wenn sie mit Corona infiziert werden? Durch Kartenlegen oder vielleicht sogar eine Glaskugel?
In einer Studie der Uni Giessen erkrankten mehr geimpfte als ungeimpfte Katzen an FIP. Es besteht sogar die Vermutung, dass Primucell die Mutation fördert.
Und in einer späteren Studie von 1995 kam eine Wirksamkeit von 0% raus.

Zitat:
. In Haushalten, wo FCoV endemisch ist (also in den meisten Haushalten von Züchtern) kann Primucell nur bei Jungtieren eingesetzt werden, die durch Frühabsetzen und Isolation vor Infektion geschützt wurden und zum Zeitpunkt der Impfung FCoV-frei sind.


Und dann? Lebenslange Isolation? Oder wie soll ich sonst eine Katze schützen, die zwar als Jungtier geimpft wurde - allerdings mit einem sehr zweifelhaften Impfstoff - aber nicht ihr ganzes restliches Leben in absoluter Isolation leben soll? Und wie soll ich dann noch eine richtige Infektion nachweisen? Geimpfte Katzen haben genau so einen Antikörpertiter wie coronainfizierte Katzen und der indirekte Erregernachweis per IFT ist wohl bei einer gesund erscheinenden Katze zu aufwendig (außerdem führt diesen nur das Labor der Uni Giessen durch) und nicht angebracht.

Bei einer Seite, die auf dem neueren Stand sein soll, halte ich eine Befürwortung der Impfung nicht für angebracht.

Beitrag von: gizmo-x am 21.12.2008 - 18:45 Uhr
Die Seite ist etwas schwer zu verstehen. Es geht glaube ich um isolieren von Baby Katzen bis zu Impfung die noch kein Kontakt mit dem Virus haben von den die es haben.

Beitrag von: *Minnie* am 21.12.2008 - 22:06 Uhr
Zitat: Original von gizmo-x
. Es geht glaube ich um isolieren von Baby Katzen bis zu Impfung die noch kein Kontakt mit dem Virus haben von den die es haben.


Ja, in dem man sie im Alter von ca. 6 Wochen von der Mutter wegnimmt, quasi unter Quarantäne aufwachsen lässt und dann impft. So, mag vielleicht aus medizinischer Sicht nachzuvollziehen sein, hier in Deutschland wird sich aber kaum ein Züchter mit dieser Methode anfreunden. Die Züchter hier legen großen Wert auf eine gute Sozialisierung d.h. die Kitten bleiben mindestens bis zur 12. Woche bei der Mutter. Beides geht nun mal nicht. Und da der Impfstoff sowieso grottenschlecht ist und die Kätzchen sich in ihrem neuen Zuhause jederzeit mit Corona infizieren können, find ich das Ganze sehr fraglich.

Mit der Theorie "Auscheiden mutierter Viren" sähe die Sache in der Realität noch mal ganz anders aus. Dann würden in Tierheimen und Zuchten die Katzen wie die Fliegen wegsterben, ähnlich wie bei einer Epedemie mit Katzenseuche in einer ungeimpften Population. Komischerweise war FIP aber nie ein richtiges Schreckgespenst...

Beitrag von: mariusroman am 22.12.2008 - 12:02 Uhr
Schließe mich Minnie an, hol dir aber so schnell wie möglich eine zweite, wenn möglich fachmännische Meinung ein. Gibt oft Fälle der Fehldiagnose, gerade bei FIP

Beitrag von: *Minnie* am 22.12.2008 - 18:21 Uhr
Zitat: Original von mariusroman
Schließe mich Minnie an, hol dir aber so schnell wie möglich eine zweite, wenn möglich fachmännische Meinung ein. Gibt oft Fälle der Fehldiagnose, gerade bei FIP


Nun ja, der erste Fall ist schon etwas her und wir haben leider nicht erfahren, wie es weiterging. Der Zweite war halt wieder das berühmte "die Nachbarkatze hatte FIP, stirbt meine jetzt auch?" Und natürlich klar, oft war es ja nicht mal eine FIP.

Beitrag von: prily1225 am 25.12.2008 - 15:21 Uhr
Hallo Zusammen,

tja, FIP, ein Sch.....thema

Meine kleine Chica erkrankte im Alter von 15 Monaten an FIP......
(alles entsprechend wie oben von den Anderen beschrieben wurde untersucht und ausgeschlossen und was weiss ich alles wurde gemacht)
Von welcher meiner Katzen die eigentliche Ansteckung ausging, das wird wohl immer ungeklärt bleiben. Ich denke, für Chica war es zuviel, erst ein Umzug, dann war ich 8 Wochen in Reha und dann kam der kleine Barny dazu.....
Meine Erkenntnisse daraus bzw. was ich dazu gelesen habe etc.:
Es scheint zu stimmen, daß am Ehesten Katzen bis 3 Jahre und ab 13 Jahre erkranken (Sally hat einen FeCoV Titer von 1: kleiner 25, war damals 5 Jahre alt, Barny hat Titer 1:400 5 Monate alt) Das bedeutet, dass Barny ein sogenannter "Ausscheider" ist, sprich daueransteckend.
Es wurde mir von der Firma Pfizer empfohlen, Sally impfen zu lassen, was ich aber nicht tat - zum Einen, weil ich dem Impfstoff nicht vertraue, zum Anderen, weil ich ihr weiteren (TA-)Streß nicht antun wollte. Immerhin hatte sie nen Kumpel verloren.
Das Einzige was mir nun immer im Hinterkopf sitzt ist : dem Barny Streß ersparen ...... was nicht einfach ist, da er z.B. absolut keine Angst vorm Staubsauger oder vorm Autofahren hat...... zudem entwickelte er dann noch eine Allergische Erscheinung auf eine Tollwut Impfung (seit diesem Jahr können Katzen in den Garten, deshalb Tollwutimpfung)...
außerdem bin ich mir nicht so sicher, ob und wann ich eventuell eine weitere Katze dazuhole..... vom Platz her würde das ohne Probleme gehen - aber was ist mit der FeCoV ? Wirds dann FIP oder gehts dann gut ? Auf der anderen Seite sage ich mir : ich kanns nicht verhindern, daß ein Tier erkrankt.
Bezüglich vererbter, bzw. rassespezifischer Anlagen dazu las ich, daß Birma-Katzen wohl am ehesten betroffen sind. Worauf diese Aussage beruht weiss ich aber nicht wirklich.
Es war anfangs sehr schwierig, überhaupt herauszufinden, was die Katze hat. Meine TÄ schickte mich in die Tierklinik Neanderthal. Verdacht auf alles Mögliche - auch weil Chica von Lanzarote stammte und somit alles Mögliche und Unmögliche hätte haben können.
Zudem war ich mit Ihr noch bei einem Heilpraktiker für Tiere, der aber auch nur kurzzeitig und teilweise helfen konnte.
Ist halt eine Sch...krankheit
Für mich (und auch für Sally) war es innerhalb von 15 Monaten die dritte Katze, die gehen mußte/durfte (der Kimba entwickelte ein Ödem mit Nierenversagen nach einem Trümmerbeinbruch und Tommy hatte Zungenkrebs, beide waren etwa 15,5 J. alt). Schwere Zeiten....

Fazit : die Dinge passieren eben. Man kann nichts dagegen tun, so schlimm es auch ist. Und man lernt (noch mehr) daraus, daß die Tiere und deren Liebe unendlich kostbar sind.

Liebe Grüsse
Sally, Barny und Elke

Beitrag von: gizmo-x am 25.12.2008 - 18:58 Uhr
Den Titer hat jede Katze die Kontakt mit Coronaviren hatte. Und die sind immer ansteckend. Da hilft die Impfung auch nicht mehr. Solange die nicht mutieren bekommt er kei FIP.

Beitrag von: *Minnie* am 26.12.2008 - 12:31 Uhr
Zitat: Original von prily1225
Es wurde mir von der Firma Pfizer empfohlen, Sally impfen zu lassen, was ich aber nicht tat


Naja, was hast du erwartet, wenn du den einzigen Hersteller dieses fragwürdigen Impfstoffes fragst. Außerdem stellt die Impfung bereits FeCoV-positiver Tiere anscheinend einen weiteren Risikofaktor zur möglichen Mutation dar. Im besten Fall rausgeschmissenes Geld.


.Zitat: Original von prily1225
.... vom Platz her würde das ohne Probleme gehen - aber was ist mit der FeCoV ? Wirds dann FIP oder gehts dann gut ? Auf der anderen Seite sage ich mir : ich kanns nicht verhindern, daß ein Tier erkrankt.


Ein Risikofaktor wäre, wenn sich eine der Katzen zum Dauerausscheider von FeCoV entwickelt. Ständige Re-Infektionen mit Corona erhöhen auch das Risiko einer Mutation und du wirst es trotz peinlichster Kaklo-Hygiene nie verhindern können, dass sich eine oder mehrere Katzen aus der Gruppe ständig neu anstecken. Deswegen finde ich eine Wartezeit gar nicht so verkehrt, obwohl du auch nie sicher sein kannst, ob eine der Katzen durch den Stress eines Neuankömmlings wieder Corona ausscheidet.

Es ist aber immer ein Risiko, ein weiteres Tier aufzunehmen, denn auch ein Leukosetest ist nicht immer 100%ig und du könntest die Krankheit einschleppen. Und unter hohem Infektionsdruck ist auch auf den besten Impfstoff kein großartiger Verlass.
Auf der anderen Seite darfst du auch nicht mehr aus dem Haus gehen - du könntest in einen tödlichen Unfall verwickelt werden - und auch nicht drinnen bleiben, denn es könnte ja einstürzen.

Du könntest das Risiko minimieren, wenn du die Katzen auf Dauerausscheidung testen lässt - halt auch nicht mit 100%iger Sicherheit. Das wird auch für Zuchten empfohlen, die sich nicht auf das fragwürdige Isolieren von Babykatzen entscheiden. Aber solange die Entscheidung nicht dringend ist, kannst du ja in Ruhe über alles
nachdenken, warten, bis sich das schlimme Erlebnis gesetzt hat und dann entscheiden.

@gizmo-x
Nicht ganz richtig. Auch Katzen ohne Titer können bereits Kontakt mit Corona gehabt haben. Entweder haben sie das Virus eliminiert, es sind keine freien Antikörper vorhanden oder der Titer wird einfach nicht ausgezählt, weil er zu niedrig ist. Die meisten meinen, FIP-negativ heißt automatisch Corona-negativ. Und auch diese Katzen dürfen nicht mehr geimpft werden und es macht auch gar keinen Sinn. Wenn eine Katze einmal erfolgreich Corona eliminiert oder keine FIP entwickelt hat, wird sie es unter normalen Umständen auch wahrscheinlich nicht bekommen - also was macht dieser Sch***-Impfstoff noch auf dem Markt? Kann ich dir sagen: Solange er noch angedreht und verkauft wird, wird Pfizer einen Dreck tun, den runterzunehmen.

Beitrag von: LucaLilli am 29.12.2008 - 11:26 Uhr
Ich hab das gleiche Problem wie Prily und vielleicht kann mir einer von euch weiterhelfen.

Im August haben wir uns endlich 2 süße Fellnasen geholt und bis November lief bis auf ein paar "Kinderkrankheiten" auch alles gut, aber unser süßer Tiger Lilli hat wohl durch den Stress von Kastration und Zahnwechsel FIP entwickelt, so dass wir sie vor 2 Wochen (im Alter von 6 Monaten und 7 Tagen) gehen lassen mussten. Vermutlich hat sie sich schon bei ihrer Mutter angesteckt mit den Coronaviren. Das ganze hat uns ziemlich umgehauen.
Leider ist unser kleiner Wuschel Luca (nicht verwandt mit Lilli) jetzt ganz allein. Da er ja auch erst knapp 7 Monate alt ist möchte ich so schnell wie möglich nen neunen Parner für ihn haben. Wie lange sollte ich dabei warten und was sollte ich bei ihm testen lassen um auszuschließen, dass sich eine neue Katze bei ihm anstecken kann? Und was würdet ihr mir empfehlen als Partner (Katze/Kater/Alter)? Luca ist ein 7 Moante alter Perserkater der seit Lillis Tod relativ anhänglich ist und eigentlich jemand bräuchte mit der er sich auch mal raufen oder toben kann. Abgesehen von den jugendlichen Aktivitätsanfällen ist er schon ruhig und ausgeglichen (wie ein Perser eben).

Grüße,
LucaLilli ( die den kleinen Tiger nie vergessen wird)

Beitrag von: *Minnie* am 29.12.2008 - 13:58 Uhr
Zitat: Original von LucaLilli
Leider ist unser kleiner Wuschel Luca (nicht verwandt mit Lilli) jetzt ganz allein. Da er ja auch erst knapp 7 Monate alt ist möchte ich so schnell wie möglich nen neunen Parner für ihn haben. Wie lange sollte ich dabei warten und was sollte ich bei ihm testen lassen um auszuschließen, dass sich eine neue Katze bei ihm anstecken kann?


Du kannst es nicht ausschließen. Wenn deine Lilli an FIP gestorben ist, hat sie den kleinen Luca mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit mit Corona angesteckt. Testen lassen könntest du den Antikörpertiter, aber auch ein hoher Antikörpertiter deutet noch nicht auf eine Dauerausscheidung hin. Jede Katze entwickelt reagiert unterschiedlich mit Antikörpern - wenn du verschiedene Katzen mit dem selben Impfstoff und der selben Dosis impfst, ist er trotzdem nicht bei jeder Katze gleich hoch. Und wenn sich Luca erstinfiziert hat, kann der Titer auch sehr hoch sein, da erst mal das ganze Immunsystem auf Hochtouren gelaufen ist und einen Erreger bekämpft hat, den es noch nicht kennt. Lässt du später noch mal nachtesten und er ist gesunken, ist die Katze anscheinend gut mit der Infektion zurechtgekommen und wird es sehr wahrscheinlich in Zukunft auch, wenn sie nicht zu viele Reinfektionen erfährt. Ob du es so machen lassen würdest, musst du dann selbst entscheiden.
Und ob die neue Katze coronafrei ist, ist fraglich. Wenn du einen FIP-Test bei der neuen Katze machen lässt und der "negativ" aussfällt, kann die Katze trotzdem infiziert sein - der TA bzw. das Labor hat einfach nur festgestellt, dass sonst keine weiteren Auffälligkeiten bestehen, die auf eine beginnende FIP hinweisen können. Oder er ist so niedrig, dass er überhaupt nicht groß bewertet wird.


Zitat: Original von LucaLilli
Und was würdet ihr mir empfehlen als Partner (Katze/Kater/Alter)? Luca ist ein 7 Moante alter Perserkater der seit Lillis Tod relativ anhänglich ist und eigentlich jemand bräuchte mit der er sich auch mal raufen oder toben kann. Abgesehen von den jugendlichen Aktivitätsanfällen ist er schon ruhig und ausgeglichen (wie ein Perser eben).


Da solltest du den FIP-Aspekt nicht so hoch bewerten, denn die beiden müssen ja auch zusammenpassen. Wenn du den Eindruck hast, ihm würde eine gleichaltrige Katze zusagen, solltest du auch eine nehmen, auch wenn das Mutationsrisiko bei jüngeren Tieren höher ist. Denn jüngere Tiere raufen auch meist begeistert mit, denn mit 7 Monaten hat Luca bestimmt noch überflüssige Energie, die er irgendwie loswerden muss. Eine ältere Katze könnte da schnell genervt sein. Und es entwickelt ja auch nicht jedes Kitten eine FIP; bei meiner Minnie weiß ich es z.B. überhaupt nicht, ob sie schon mal Kontakt mit Corona hatte und ich hab sie als Kitten zu Miro aufgenommen. Ich mach mich auch nicht verrückt, sie hat bis jetzt Zahnwechsel, Impfung und Kastra problemlos überstanden, das ist schon mal ein gutes Zeichen. Und das Geschlecht ist vollkommen egal.
Und geimpft sollte ein Neuankömmling sowieso sein, vor allem wenn er zu anderen Katzen dazukommt. Katzen können auch dauerhafte Träger von Katzenschnupfenviren sein; für die Katze selbst ungefährlich, für ein kleines ungeimpftes Kitten kann es aber böse ausgehen, wenn es sich ansteckt.
Wenn es nicht unbedingt ein Kitten sein muss, schaut doch einfach mal nach einer Katze, die schon seit einigen Wochen oder längerer Zeit kastriert und geimpft ist. Das sind zwei große Risikofaktoren, die FIP bei anfälligen Katze auslösen können. Ist dabei nix passiert, ist es schon mal gut.
Dann zieht sowieso noch einige Zeit ins Lande und dann könnt ihr sie auch aufnehmen, wenn Luca sonst keine Auffälligkeiten mehr entwickelt. Und dass eine Katze, die nicht mehr ausscheidet, nie wieder ausscheidet, ist auch nicht gesagt. Durch Stress oder Krankheit kann jederzeit wieder schubweise Corona ausgeschieden werden, du wirst nie eine entgültige Sicherheit haben. Aber du kannst dich ja mal mit Hilfe der Suchfunktion durchwühlen, hier haben einige Erfahrung mit der Aufnahme einer neuen Katze nach FIP bezüglich Wartezeit, Tests und Vorsichtsmassnahmen.

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