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Unsere Buchtipps
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Katzen sind von Natur aus sehr saubere Tiere. Katzen, die als Haustiere das
Zusammenleben mit dem Menschen gewöhnt sind, haben in der Regel keine
Schwierigkeiten, ihre Exkremente an einem dafür geeigneten Ort auszuscheiden. Zu
Beginn ist dies ein Lernprozess, wobei man vor allem bei Katzenwelpen ein wenig Geduld
haben muss. Wenn eine Katze jedoch dieses Verhalten nicht mehr in der gewünschten
Form beibehält, stellt dies für die mit ihr lebenden Menschen ein großes Problem dar.
Gerade weil aus hygienischen Gesichtspunkten dieser Zustand auf lange Sicht
unerträglich wird, sieht sich der Katzenbesitzer irgendwann gezwungen, über die
Abschaffung des Tieres nachzudenken. Spätestens zu diesem Zeitpunkt sollte er
professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Die richtige Kontaktperson ist der Tierarzt, der
zum einen klären kann, ob die Unsauberkeit organische Ursachen hat. Handelt es sich
jedoch um ein Verhaltensproblem, wird der Tierarzt zusammen mit dem Besitzer ein
Konzept ausarbeiten, um die Lösung des Problems herbeizuführen. Zuvor muss jedoch
geklärt werden, ob es sich bei den Verunreinigungen um Markierverhalten der Katze
handelt oder ob die Katze tatsächlich andere als die dafür vorgesehenen Plätze als
Toilette benutzt.
Markieren Es handelt sich um arttypisches Verhalten , bei dem durch Setzen von Duftmarken Informationen an die Artgenossen weitergegeben werden. Allerdings ist dieses Verhalten in der Wohnung selten. Die Katze beschnuppert zunächst eine meist vertikale Fläche, dreht sich um und bespritzt diese mit geringen Urinmengen, wobei der Schwanz senkrecht nach oben steht und dessen Spitze zittert. Im Gegensatz zum normalen Urinabsatz nimmt die Katze dabei eine aufrechte Haltung an. Das Markierverhalten ist häufiger bei Katern als bei Kätzinnen anzutreffen. Bei kastrierten Tieren kommt es seltener vor. Ein weiterer wichtiger Faktor ist das Vorhandensein weiterer Katzen im Haushalt, da das Markierverhalten eher im Mehrkatzenhaushalt als bei Einzelkatzen vorkommt. Im Mehrkatzenhaushalt gibt es für die einzelne Katze mehr psychische Belastung hinsichtlich der Bedrohung des Territoriums. Oft müssen nicht einmal die Katzen im Haushalt dafür verantwortlich sein; bei manchen Katzen reicht es aus, wenn sie mit störenden Außenkatzen in Berührung kommen oder sie auch nur durch das Fenster sehen. Wichtige Faktoren, die das Markieren fördern, sind Angst und Stress. Die Orte, an denen das Markieren am häufigsten auftritt, sind für die Katze meist territorial bedeutsam, wie Türen oder Ein- und Durchgangsbereiche. Außerdem sind Gegenstände, die den Geruch des Besitzers tragen, wie Kleider, Bett und Möbel, beliebte Zielorte. Dabei handelt es sich nicht, wie oft vermutet, um Racheakte der Katze. Im Gegenteil, die Katze zeigt hier nur die Vorliebe für bestimmte Gerüche. Dies mag auch ein Grund dafür sein, dass gerne auf elektrische Geräte markiert wird, weil diese durch die entstehende Wärme die Geruchswirkung verstärken. Das Markieren hat also einen beruhigenden Effekt auf die Katze. Folgende Maßnahmen sind sinnvoll: Handelt es sich um einen Mehrkatzenhaushalt, ist häufig Angst oder Rivalität die Ursache. Man sollte zum einen den Lebensbereich jeder einzelnen Katze vergrößern, d.h. mehrere Toiletten, Fütterungs- und Ruheplätze zur Verfügung stellen. Man kann die Katzen in verschiedenen Räumen unterbringen oder einen Raum so gestalten, dass die Katzen ihn in vertikaler Anordnung wie in einem Baum ausnutzen können. Wenn das Problem nicht gelöst werden kann, muss man in Erwägung ziehen, die Zahl der Katzen im Haushalt zu reduzieren. Sind störende Außenkatzen am Markierverhalten schuld, müssen diese wirksam ferngehalten werden. Die Sicht auf diese Katzen muss versperrt und der Geruch, den sie hinterlassen haben, entfernt werden. Den störenden Katzen muss der Zugang zum Grundstück genommen und Türklappen geschlossen werden. Markieren auf neue Möbel kann man verhindern, indem man die Katze zunächst in einen nicht veränderten Raum sperrt und dann allmählich an das neue Möbel gewöhnt. Durch Modifizierung des Eigengeruches der Möbel kann erreicht werden, dass die Katze diese akzeptiert. Zu diesem Zweck setzt man Pheromone ein, das sind körpereigene Boten- und Lockstoffe, welche die Katze durch spezielle Drüsen vor allem im Kopfbereich absondert und die sie dann durch Reiben des Kopfes an gewissen Gegenstände auf diese aufträgt. Solche Pheromone hält der Tierarzt in Form eines Sprays für sie bereit. Selbstverständlich sollte man dem Tier, wenn man es in flagranti erwischt, durch Bespritzen mit Wasser das unerwünschte Verhalten abgewöhnen. Es ist auch sinnvoll, den Ort, an dem die Katze hauptsächlich markiert, derart umzugestalten, dass die Katze dort nicht mehr freiwillig markiert. Zum Beispiel kann an dem entsprechenden Ort ein mit Trockenfutter gefülltes Futternapf aufgestellt oder die bespritzten Gegenstände mit einem für die Katze eher unangenehmen Stoff, wie z.B. Plastik, abgedeckt werden. Besonders wichtig ist es außerdem, die markierten Stellen immer sorgfältig zu reinigen, da sie sonst einen verstärkenden Reiz für eine Wiederholungstat darstellen. Ammoniakhaltige Reinigungsmittel sollten vermieden werden, weil deren Geruch dem des Urins zu sehr ähnelt. Unerwünschtes Defäkieren (Kotabsatz) und Urinieren (Urinabsatz) Im Gegensatz zum Markieren handelt es hier um eine Verhaltensstörung, bei der die Katze ihre Ausscheidungen nicht mehr in der dafür vorgesehenen Toilette, sondern an anderen Stellen in der Wohnung absetzt. Dabei ist auch die Menge des abgesetzten Urins deutlich größer als beim Markieren. Die Ursachen für diese Unsauberkeit können vielfältig sein. Es ist bei Katzenwelpen und bei jungen Katzen ein Lernprozess, regelmäßig die Toilette aufzusuchen. Es bedarf also ein wenig der Unterstützung durch den Menschen durch regelmäßiges Training. Wenn eine zuvor saubere Katze plötzlich unsauber wird, kommen folgende Ursachen in Betracht: entweder gefällt es der Katze nicht mehr die Toilette zu benutzen oder sie zieht einen anderen Ort oder eine andere Unterlage als Toilette vor. Gründe dafür, warum die Katze eine Toilette verschmäht: Mögliche Unterlagen, die Katzen gerne als Toilette benutzen: Teppiche, Bett, Waschbecken oder Dusche Zum Teil ist für dieses seltsame Ausscheidungsverhalten die Gewöhnung der Katze daran im Welpenalter verantwortlich. Es ist also wichtig zu betonen, dass die Katze nicht, wie häufig vermutet, dieses Verhalten aus Rache oder Trotz gegenüber dem Menschen ausübt. Maßnahmen zur Bekämpfung der Unsauberkeit: 1) Gewöhnung einer jungen oder verhaltensgestörten Katze an eine erstmalige Benutzung der Toilette: Die Katze wird in einen Käfig eingesperrt. Zunächst stellt man eine Toilette mit Streu auf, die restliche Bodenfläche sollte aus einem gut zu reinigenden Material beschaffen sein. Am besten ist Plastikfolie geeignet, da Katzen meist ungern auf dieser ausscheiden. Sollte sich kein Erfolg einstellen, muss man die gesamte Bodenfläche mit Streu füllen, so dass die Katze gezwungen ist, diese zu benutzen. Nach einigen Tagen beginnt man allmählich, die mit Streu bedeckte Fläche zu reduzieren. Wenn die Katze weiterhin das Streu benutzt, wird man später einen mit Streu gefüllten, niedrigen Behälter im Käfig aufstellen. 2) die Benutzung der Toilette fördern: 3) Entwöhnung der unerwünschten Lokalisation: 4) medikamentöse Behandlung: Wenn die oben genannten Maßnahmen nicht ausreichen, kann der Tierarzt durch das Verschreiben eines Medikamentes versuchen, das unerträgliche Verhalten zu unterbinden. Dies kann jedoch nur ein Teil der Therapie darstellen und ersetzt nicht die mühevolle Verhaltenstherapie. |
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